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Daggis Leben - Notizen aus der Vorstadt

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Samstag, Oktober 13, 2007

Ganz Paris ist im Rugbyfieber

Das war auch unser Eindruck des letzten Parisbesuchs - überall konnten wir Flaggen der Teams sehen (bei uns im Viertel vor allem Irland, Frankreich und All Blacks), in den Läden waren Rugby-Shirts und Bälle in der Deko zu finden (selbst in den teuren Einkaufsmeilen). Die Süddeutsche hat das auch gemerkt und neben der Berichterstattung im Sportteil gab es sogar einen Artikel im Feuilleton über die Rugby-WM und die "echten Männer" in dem Sport.

Echte Männer, wie Sebastien Chabal.



Aber zuerst noch ein paar Worte zu unserem Spiel/unserem Rugbyfieber:

Ich bin Rugbyfan seit der WM 1999, die All Blacks mit dem damaligen Superstar Lomu haben mir da sehr gut gefallen und so bin ich "Teilzeit-Rugby-Fan", immer zur WM. Zudem hatte ich ja bei meinem zehnjährigen Abitreffen festgestellt, dass ich eine Spielerin der dt. Rugby-Frauennationalmannschaft kenne.

Wir hatten Karten für Tonga gegen England - der besondere Reiz des Spieles war, dass es ein Endspiel um den Einzug ins Viertelfinale war. Darüber hinaus war das Stadion gefüllt mit englischen Fans, die das Spiel zu einem Heimspiel für England machten. Die neutralen Zuschauer waren eher auf der Seite Tongas (underdog, Frankreichs Antipathie gegenüber den Engländern), auch in unserem Block war dies zu beobachten - wir saßen zwischen Engländern und Franzosen. Leider haben die Engländer gewonnen (bei allesaussersport gibt es einen schönen Spielbericht - generell findet Ihr da eine wirklich gute Berichterstattung zur Rugby-WM). Wir waren auch für den Underdog.

Was fiel mir sonst während des Spiels auf:
Den Kriegstanz vor Spielbeginn fand ich ganz beeindruckend, auch wenn die Engländer ihre "Rugby-Nationalhymne" dabei singen mussten.

Daneben ist vor allem Herr Wilkinson aufgefallen. Das ist der englische Rugby-Nationalheld, dem sie den letzten Titelgewinn verdanken, aber wir (und auch die "neutralen" Fans konnten ihn nicht ernst nehmen:
Bei jedem Kickversuch hat er eine Konzentrationsphase, bei dem (nicht nur uns) der Gedanke/die Furcht aufkommt, dass er unter einer aktuen Lebensmittelvergiftung leidet (man sieht dazu noch, dass beim Rugby - anders als beim Fussball - Spieler auch gerne während des Spiels auf dem Platz behandelt werden)...

bildbeschreibung

England hat - wie schon gesagt - das Spiel gewonnen und danach auch noch (zur Freude meiner englischen Kollegen) Australien ausgeschaltet, so dass es heute (live im DSF) ein Halbfinale England gegen Frankreich (die völlig überraschend "mein Team" Neuseeland eliminiert habe) kommt. Wer also mal Wilkinson oder Chabal (oder Rugby generell) sehen will, sollte reinschauen.

Beim Verlassen des Stadiums habe ich mir übrigens gewünscht, die Durchsetzungskraft eines Spielers zu haben - die ganze Metro-Station war das perfekte Beispiel für ein Gedränge:

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Mittwoch, Oktober 03, 2007

Ganz Paris ist

eine Patisserie.

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Dienstag, Oktober 02, 2007

Ganz Paris ist

im Rugbyfieber und hat Tonga angefeuert (fast ganz Paris, bis auf die englischen Fans). Leider erfolglos.

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Montag, Oktober 01, 2007

Ganz Paris...

ist königlich.

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Sonntag, September 30, 2007

Ganz Paris...

ist eine Einkaufstüte (sagt Daggi. Ich denke eher, eine Einkaufsmeile).

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Samstag, September 29, 2007

Ganz Paris...

ist eine Pfütze.

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Mittwoch, September 12, 2007

Paris (Tag 4)
4. August 2007

Unser heutiger Spaziergang führte uns zunächst zu der sehr eleganten, unglaublich teuren Place Vendôme, die mit ihren schönen Stadtpalästen ausgesprochen vornehm wirkte. Beeindruckend war auch die Zahl der schwarzen Limousinen vor den vielen Edelboutiquen und die jeweils neben den Limousinen und vor den Boutiquen stehenden Kleiderschränke Sicherheitsleute.

Da unser Geldbeutel ein Shoppen in diesen schicken Boutiquen leider nicht zuließ, beschränkten wir uns auf die sogenannten Grands Magasins, die großen Kaufhäuser Printemps und La Fayette am Boulevard Haussmann, die praktischerweise dicht nebeneinander liegen.

Das Kaufhaus Printemps fand ich allerdings ziemlich doof. Da werben sie mit Prozenten für Touristen, aber die Mitarbeiter selber wissen gar nichts davon, was einmal zu lästigen Diskussionen führte und uns außerdem viel Zeit kostete, da wir treppauf und treppabwärts geschickt wurden, bis wir schließlich die Prozente abgerechnet bekamen. Bei Isabel Marant hatte ich einige schöne Sachen gesehen, die ich gerne anprobieren wollte. Aber auch mehrmaliges Nachfragen und langes Warten half nicht - niemand hielt es für nötig, mir die bestens gesicherten Kleidungsstücke zum Anprobieren zu geben, so dass ich schließlich die Lust verlor. Zum Anprobieren von Winterkleidung war es ohnehin viel zu warm.

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Ich hatte mich in der Tat beim Wetter ordentlich vertan und hatte daher viel zu viele langärmlige Oberteile und sogar einen dicken Pulli mit, dafür aber nur zwei T-Shirts, die ich mir bei diesen Temperaturen nun gut einteilen mußte. Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, so stilvoll und schick wie die Pariserinnen durch die Gegend zu laufen. Stattdessen trug ich verschwitzte T-Shirts.

Auch schön.

Gegen später bummelten wir noch durch ein paar Passagen, die für Paris sehr typisch sind, aber das Wetter war zu schön, so dass wir es vorzogen, draußen die Straßen und Boulevards entlang zu laufen.

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Unser letzter Abstecher für heute führte uns zum Friedhof Père Lachaise im Osten von Paris. Direkt davor gab es für mich allerdings noch eins der besten Crêpes und für Daniel ein großes Eis. Auf dem Friedhof schauten wir uns die Gräber der vielen Berühmtheiten an, die auf diesem Friedhof begraben sind: Edith Piaf, Jim Morrison, Oscar Wilde, Frédéric Chopin und etliche mehr. Ein etwas makabres Freizeitvergnügen, aber der Friedhof war dennoch beeindruckend mit seinen dichtgedrängten Gräbern und den vielfach sehr ausgefallenen Grabsteinen und Denkmälern.

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Abends waren wir in Montparnasse im La Coupole (Empfehlung von Tobi) essen. Auf dem Weg zum Restaurant kamen wir auch an einer Haltestelle mit einem dieser schnellen Laufbänder vorbei. Ich hätte das natürlich liebend gerne ausprobiert, aber leider war es nicht in Betrieb, so dass mir Ankes Erfahrungen erspart blieben.

Nach dem Essen starteten wir unseren 2. Versuch, den Eiffelturm hochzufahren, aber leider war es selbst zu später Stunde immer noch viel zu voll. Ich habe grundsätzlich keine Probleme mit Höhenangst, aber ich glaube, der riesige Eiffelturm mit seinen 300 m, 1400 Treppenstufen und seinem vermeintlich filigranen Bauwerk wäre auch für mich noch eine Herausforderung, so dass ich da unbedingt mal hoch muß.

Auf unserem Weg durch den Park zurück zur Metrostation fand Daniel einen kleinen Eiffelturm-Schlüsselanhänger, den einer dieser penetranten Straßenhändler verloren haben mußte.

Der hängt jetzt als kleines Parissouvenir an meinem Schlüsselbund.

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Dienstag, September 11, 2007

Oh, Champs-Elysées! (Tag 3)
3. August 2007

Für heute hatten wir einen Besuch im Louvre eingeplant, wobei ich im Nachhinein finde, dass der Ausdruck 'Museum' das ganze nicht wirklich trifft. Der Louvre ist eher eine Ansammlung von Museen und die Fülle an Gemälden und Ausstellungsstücken erschlug mich schon, als ich den ersten Gang betrat. Ich denke, dass wir überhaupt nur einen Bruchteil der verschiedenen Werke bewußt gesehen haben, aber das Gefühl, mehr über die verschiedenen Epochen oder die verschiedenen Exponate wissen zu wollen, wie ich es von anderen Museen kenne, konnte sich mir bei der Masse einfach nicht einstellen. Irgendwann hatte ich nur noch genug von der Kunst.

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Schade eigentlich.

Für einen 'sinnvollen' Louvrebesuch sollte man sich wahrscheinlich von vorne herein ganz gezielt auf einzelne Werke konzentrieren oder einfach mehrere Tage einplanen und sich intensiv mit dem Museum beschäftigen. Für das eine waren wir nicht gut genug vorbereitet, für das andere fehlte uns die Zeit.

Nichtsdestotrotz hat mich das Museum beeindruckt, die Pyramide am Haupteingang fand ich wunderschön, insbesondere auch den Teich davor, der mir durch sein verschlungenes Becken manchmal das Gefühl vermittelte, dass die Touristen davor im Wasser saßen. Und die prächtigen Gebäude ansich haben natürlich auch großen Eindruck auf mich gemacht. Gerade diese Weite und Großzügigkeit sind es, was mir an Paris so gut gefällt. Als wir das Museum wieder verließen, war es draußen mittlerweile richtig heiß geworden ? auf diese Temperaturen war ich leider schlecht vorbereitet, so dass ich verzweifelt von einem Schattenfleck zum nächsten schlich. Im Jardin des Tuileries war das nicht überall so einfach, nur wenige Bäume säumten die weitläufigen Wege. Die wurden allerdings liebevoll gepflegt und symmetrisch beschnitten.

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Wir spazierten am Place de la Concorde vorbei, der mich aber wenig beeindruckte, für mich war das einfach ein riesiger Verkehrsknotenpunkt mit viel zu vielen Autos, Bussen, Motorrädern und Fußgängern. Auch beim Bummeln entlang der (den?) angrenzenden Champs Elysées stellte sich bei mir nicht die gleichen Begeisterung ein wie in den kleinen Vierteln und hübschen Straßen am linken Seineufer.

Während eines kurzen Besuchs bei Gap stellte Daniel fest, dass er seinen Geldbeutel vermißte, was unsere Stimmung doch ein wenig angespannt werden ließ. Wir schauten uns zwar noch den nahegelegenen Arc de Triomphe an, aber wirklich entspannt waren wir dabei nicht mehr, außerdem waren mir hier viel zu viele Touristen. Für mich war das nicht unbedingt die schönste Ecke von Paris. Wir beschlossen daher, zurück ins Hotel zu fahren, wo wir zum Glück auch den Geldbeutel wiederfanden.

So zogen wir anschließend nochmal los Richtung La Défense, aber auch diesen Teil der Stadt fand ich wenig beeindruckend, auch wenn er natürlich einen ausgeprägten Kontrast zum alten Paris im Hausmann-Stil darstellte mit seinen modernen Bürogebäuden. Wir fuhren noch mit dem Aufzug auf das Dach von Grande Arche, da man von dort oben die Stadt gut sehen können sollte. Allerdings war das Dach nur zu einem kleinen Teil begehbar und mit einem Zaun gesichert, der einem ziemlich die Sicht versperrte.

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Anschließend fuhren wir zurück zum Boulevard Hausmann und liefen am schönen Gare St. Lazare vorbei zu einem kleinen Galetterestaurant ganz in der Nähe. Daniel kannte das Restaurant und lockte meine müden Füße mit der Aussicht auf eine feine Galette beharrlich weiter. Leider war das Restaurant im August geschlossen, ein Umstand, den ich als ausgesprochen ärgerlich empfand, zumal das in Paris wirklich noch schlimmer ist als in Köln-Dellbrück, wo auch alle guten Geschäfte im Sommer Ferien machen.

So fuhren wir unverrichteter Dinge mit der Bahn weiter zur Haltestelle Blanche. Unser Weg führte uns weiter am Moulin Rouge vorbei, das eigentlich kaum zu übersehen wegen all der Touristen und der großen roten Windmühle. Ich schaffte es aber trotzdem, da ich viel zu viel zu schauen hatte.

Da ich mittlerweile viel zu k.o. warDa es mittlerweile schon zu spät war, um nach Montmartre zu laufen fuhren wir noch ein Stück mit der Straßenbahn weiter zur nächstgelegenen Haltestelle und von dort mit der Seilbahn weiter den Berg hinauf Richtung Sacré Coeur. Montmartre fand ich wieder wunderschön mit der herrlichen Aussicht und den bezaubernden Häusern - hier würde ich gerne wohnen und jeden Tag von der Treppe vor der Sacré Coeur auf die Stadt hinunterschauen.

Auf den Treppenstufen vor der Kirche hatten sich etliche Touristen versammelt, ein sehr buntes Volk, ähnlich wie teilweise in Berlin. Mir fällt immer wieder auf, dass ich in Großstädten größere Touristenansammlungen nicht als ganz so furchtbar empfinde wie z. B. auf Gran Canaria.

Für das Abendessen hatten wir ein kleines Restaurant ausgesucht, das Le jardin des Pâtes am Boulevard Arago, in dem frische Pastagerichte angeboten wurden. Eigentlich ein nettes Restaurant mit sehr freundlicher Bedienung, die allerdings irgendwann leider den Überblick verlor und mehrere nach uns gekommenen Gäste vor uns bediente. Als wir schließlich nachfragten, war ihr das ausgesprochen unangenehm.

Den Salat gab es daher umsonst.

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Mittwoch, August 22, 2007

Paris liegt an der Seine (Tag 2)
02. August 2007

Unser Hotelzimmer war so winzig, dass ich beim Aufstehen aufpassen mußte, nicht mit dem Kopf gegen die Wand oder den Nachttisch zu stoßen. Dafür war aber der Blick vom ebenfalls winzigen Balkon tagsüber wirklich schön und das Wetter auch gut genug, um draußen zu sitzen.

bildbeschreibung

Nachdem wir endlich mal wieder richtig ausgeschlafen und anschließend in einer nahegelegenen Boulangerie frische Brioches und anderes süßes Zeug eingekauft hatten, machten wir uns zu unserem ersten Stadtspaziergang auf. Nachts hatte es geregnet, aber nun schien wieder die Sonne und es war angenehm warm. Auch bei Tageslicht begeisterte mich unser Viertel ungemein, das Flair der kleinen Cafés, der hübschen Stadthäuser, der verwinkelten Straßen und kleinen Gassen faszinierten mich sofort. Auf unserem Weg zum Jardin du Luxembourg besichtigten wir zunächst das Panthéon, zuerst von innen und anschließend auch von oben im Rahmen einer kleinen Führung hinauf aufs Dach. Oben gefiel es mir wie immer am besten, da ich so überhaupt erstmal eine Vorstellung von der Größe einer Stadt bekomme und mir eine gute Übersicht verschaffen kann, um mich in den vielen kleinen Straßen nicht völlig zu verlaufen.

bildbeschreibung

Die Krypta des Panthéon fand ich weniger beeindruckend, da ich etliche der toten Franzosen gar nicht kannte die meisten Gräber verschlossen oder eingemauert waren.

Nach dem Besuch des Panthéons spazierten wir durch den Jardin du Luxembourg. Hier herrschte lebhafter Trubel, allerdings vermutete ich, dass der Großteil der hier Anwesenden Touristen waren und nur ganz wenige Pariser Einwohner, die hier bei Sonnenschein ihre Mittagspause verbrachten. An der derzeit eingerüsteten Kirche St. Sulpice vorbei spazierten wir durch St. Germain des Prés. Von den winzigen Gassen, Boutiquen und Feinkostläden war ich sofort bezaubert - genau so hatte ich mir Paris immer vorgestellt. Normalerweise ein großer Freund der italienischen Küche konnte ich mir durchaus vorstellen, mich auch mit der französischen anzufreunden. Um das zu testen, gab es als Mittagssnack gleich mal eine Quiche Lorraine in einer kleinen, hübschen Brasserie ? ausgesprochen lecker!

Marcolini hatte allerdings Sommerpause, sehr ärgerlich.

Von St. Germain aus überquerten wir den Pont Neuf und begaben uns auf der Ile de la Cité direkt zur Kirche Notre Dame? eine Idee, die mit uns noch zig andere Touristen hatten. Das Gedränge in der Kirche war enorm, besonders andächtige Stimmung herrschte in der Kirche nicht. Die Kirche selber war gewaltig, insbesondere die farbenprächtigen großen Rosetten fand ich schön. Sie erinnerten mich an die bunten Kaleidoskope, die ich als Kind zum Spielen hatte.

bildbeschreibung

Nach der Notre Dame wollten wir eigentlich noch die direkt in der Nähe gelegene Kirche St. Chapelle besichtigen, aber in Anbetracht der 7,50 Euro pro Person unterließen wir diesen Besuch.

Irgendwie war das Laufen in Paris anstrengend, was vielleicht mit den vielen Treppen in den Metroaufgängen zu tun hatte. Vielleicht lag es aber auch einfach an den anstrengenden Tagen, die hinter uns lagen. Auf jeden Fall war uns beiden am späten Nachmittag nach einer kleinen Mittagspause, so dass wir uns für ca. 1 ½ h in unserer Besenkammer in unserem Hotelzimmer eine Runde aufs Ohr legten.

Frisch gestärkt machten wir uns auf den Weg zum ausgewählten Restaurant für diesen Tag in St. Germain des Prés, dem L?Atelier de Joel Robuchon*, einem sehr guten Restaurant, das wir für unser gemeinsames Hochzeitsessen zu zweit vorgesehen hatten. Vorab bummelten wir aber noch ein wenig durch die hübschen Straßen, betraten den einen oder anderen Laden und ich hätte gerne mal wieder jemanden mit einer Platin-Kreditkarte bei mir gehabt, der mir meine tausend Wünsche erfüllt.

Immerhin erstanden wir ein paar ausgefallene Magneten für unseren Kühlschrank.

Das L?Atelier war ein außergewöhnliches Restaurant. Zur Tür kam man überhaupt nur herein, wenn sie einem von innen geöffnet wurde. Einen Tisch reservieren kann man grundsätzlich nur für 11.30 Uhr oder für 18.30 Uhr, so dass es noch relativ früh war. Das Restaurant war dennoch schon voll besetzt. Die Einrichtung war ganz in schwarz und dunklem Holz gehalten, als Dekoration wurden Zitronen, Paprika, Nudeln und andere Lebensmittel genutzt, von denen ich zumindest von weitem nicht erkennen konnte, ob sie echt waren oder nicht. Man saß ähnlich wie in einer Sushibar auf bequemen Barhockern direkt an der Theke, wo einem von seinem persönlichen Kellner das Essen und die Getränke serviert wurde. Gekocht wurde direkt vor unseren Augen - und das sah wirklich dreimal eleganter aus als zuhause.

Zur Feier des (vorausgegangenen Hochzeits-)Tages entschieden wir uns beide für das Degustationsmenü, das einige geschmackliche Highlights (Ei in Pfifferlingcreme mit Spinat, den sogar Daniel aß, obwohl er Spinat eigentlich haßt) und köstliche Neuheiten (warme Entenleber mit Kirschen) für uns bereit hielt. Zum Abschluß gab es eine herrliche Fruchtcreme mit feinster Schokolade drunter, von der ich liebend gerne noch einen Löffel extra bekommen hätte.

Rundum satt und zufrieden verließen wir nach dem guten Essen das schöne Lokal und da es regnete, beschlossen wir, damit auch den Tag ausklingen zu lassen.

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* Achtung, diese Seite ist erstaunlicherweise komplett auf japanisch - wo sich Franzosen doch so ungern mit Fremdsprachen beschäftigen.

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Sonntag, August 19, 2007

Auf dem Weg nach Paris (Tag 1)
01. August 2007

Nach der Hochzeit hatten wir unser Patenkind noch für zwei Tage zu Besuch. Unser Weg nach Paris führte uns daher zunächst über Stuttgart, um dort die Kleine wieder in die Obhut ihrer Mama zu übergeben. Daniel und ich machten uns anschließend weiter auf den Weg zum Stuttgarter Flughafen.

Nach einem kurzen Bummel durch den Dutyfreeshop beschloß ich, dass man am Flughafen Charles de Gaulle viel besser shoppen kann und beschränkte mich daher nur auf das Nötigste.

Am frühen Abend flogen wir nach Paris, wo wir pünktlich gegen 20.00 Uhr ankamen. Da wir noch Zugtickets kaufen sowie Fotos für die Wochenkarte machen mußten und die Fahrt vom Flughafen in die Innenstadt von Paris recht lang dauerte, war es bereits 22.00 Uhr bis wir in unserem Hotel ankamen. Schon der erste Anblick der Stadt bezauberte mich. Es war noch sommerlich warm, die Leute saßen draußen in den Straßencafés oder bummelten durch die Stadt, die Atmosphäre war entspannt und das Quartier Latin, in dem sich unser Hotel befand, war genauso wie ich es mir vorgestellt hatte - nur selber dort zu sein war natürlich etwas ganz anderes, als in Büchern darüber zu lesen.

Unser Hotel, das Hotel Familia lag zentral mitten im Quartier Latin und war mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Der Mitarbeiter, der an diesem Abend Dienst hatte, stand draußen auf der Straße und unterhielt sich mit einem Bekannten vom Nachbarshotel. Er war ausgesprochen freundlich und sprach sogar deutsch, aber ich ließ es mir nicht nehmen, ihm sämtliche französischen Brocken hinzuwerfen, die mir auf die Schnelle einfielen und irgendwie ins Gespräch paßten. Unser Zimmer lag im 5. Stock - mit Aufzug - und hatte einen dieser winzigen Balkone, wie man sie an den schönen alten Stadtpalästen häufig sehen kann. War schon klar wo ich sitzen würde, wenn wir im Hotel waren - drinnen war ja sowieso kaum Platz. Das Zimmer selbst war alt und winzig, aber irgendwie hatte das Hotel dennoch seinen Charme.

Da es draußen noch so schön und wir noch nicht besonders müde waren, beschlossen wir, lediglich unser Gepäck im Hotel abzustellen und gleich wieder loszuziehen, um einen ersten Eindruck der Stadt zu bekommen.

Mit der Straßenbahn fuhren wir bis zur Haltestelle La Motte Picquet Grenelle und liefen von dort zu Fuß zum bunt beleuchteten Eiffelturm, eigentlich ein eher kitschiges Spektakel, aber dennoch war ich völlig fasziniert vom Anblick des strahlenden Turms, der in Wirklichkeit deutlich größer war als in meiner Vorstellung. Offensichtlich wurden nicht nur Touristen davon angelockt sondern es hatten sich auch einige Pariser auf Decken und mit Speisen und Getränken versorgt in der kleinen Parkanlage vor dem Turm gemütlich gemacht.

Wahnsinnig gerne wäre ich mit dem Fahrstuhl auf den Eiffelturm hinaufgefahren, aber leider war es für eine Auffahrt schon zu spät, so dass wir lediglich unter dem Turm hindurchbummelten, dabei die nervenden Händler mit ihren umherkreisenden Spielflugzeugen und anderem Nippes möglichst ignorierten und an der Seine entlang wieder zurück zur Haltestelle spazierten. Ich war völlig fasziniert von der lebendigen Atmosphäre der Stadt.

Wieder im Hotel angekommen, fiel ich voll mit neuen Eindrücken relativ schnell ins Bett und selbst unsere geräuschvollen Nachbarn, die man durch die dünnen Wände sehr gut hörte, konnten mich nicht vom Schlafen abhalten.

Stattdessen träumte ich von meiner neuen Lieblingsstadt.

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Donnerstag, Februar 10, 2005

Ganz Paris träumt von der Liebe...

Nachts auf jeden Fall, so sollte man meinen.

Fast ganz Paris, denn wer den Eiffelturm nachts fotgrafiert, träumt eher von Abmahnungen, Rechtsanwälten und Lizenzzahlungen, denn der Eiffelturm darf Nachts ohne entsprechende Gebührenzahlungen nicht fotographiert werden. Klingt wie ein Witz, ist aber keiner, das Copyright für die nächtliche Beleuchtung gibt es, seitdem diese erneuert wurde.
(via de:bug)

Weitere Gebäude, bei denen es Restriktionen gibt, sind bei istockphoto aufgelistet:
Für unseren New York Aufenthalt sind also folgende Gebäude problematisch:
Chrysler Building, NYC (isolated images), Empire State Building (isolated images), Flatiron Building, NYC (isolated images)
Bitte nicht wundern, wenn auf den Bildern immer einer von uns zu sehen ist - reine Vorsichtsmaßnahme!
Hier habe ich eine Zusamenfassung der deutschen Rechtslage gefunden.

Zurück zu Paris - legale Paristipps hat uns vor einiger Zeit unser damaliger Auslandskorrespondent aus Paris berichtet:

L'Apparemment Café:
Nettes Cafe mit entspannter Atmosphäre

La Coupole:
Sehr gutes Restaurant, früher Treff von James Joyce, Sartre etc. Immer noch original im Stil der 20er Jahre. Ausgezeichnetes Essen, aber nicht ganz billig (auch nicht überteuert: 3 Gänge mit Wein/Wasser für 32 Euro)

Eher durch Zufall entdeckt: Im jüdischen Viertel von Paris kann man lecker Zeug auf die Hand essen (z.B. koschere Falaffel und so Zeug). Wurde auch schon in der NY Times empfohlen

Weitere Tipps:
Musee Carnalvalet (Stadtmuseum, ist umsonst und frei von Touristen, schön, um etwas über die Stadt zu erfahren).

Spaziergänge durch Marais (Place des Vosges und Garten des Hotel Sully als "Ruhezonen") und Montparnasse (incl. Friedhof); abends durch Saint Germain des Pres und Quartier Latin laufen, dort gibt es aber auch ganz schlimme Touri-Ecken.

Schön auch der Jardin de Luxembourg, die Rue Rivoli und (hippe Kleidung) die Gegend um den Place des Victoires.

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