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Daggis Leben - Notizen aus der Vorstadt

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Montag, April 04, 2005

NY

Schild Korea
Schild 911

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Sonntag, April 03, 2005

Sightseeing in New York

Ich scheine es mir wohl zur Gewohnheit zu machen, den letzten Teil meiner Reiseberichte immer erst Wochen später fertig zu stellen. Es fehlt ja noch etwas in meinen Ausführungen über New York, denn wir waren nicht nur Shoppen, Essen und Spazieren im Central Park, es blieb auch noch ausreichend Zeit für Sightseeing.

Downtown

Unser erster Rundgang führte uns nach Downtown, leider mit einem noch etwas erkältungsgebeutelten Daniel, der doch recht teilnahmslos hinter mir hertrottelte. Brooklyn BridgeZum Glück schien die Sonne, das ließ einen die arktischen Temperaturen einigermaßen ertragen. City Hall, Brooklyn Bridge, New Yorker Börse (deutlich stärker verbarrikadiert als vor sechs Jahren) und Ground Zero bis zum Battery Park. Die Fähre nach Staten Islands verschoben wir allerdings auf einen anderen Tag, stattdessen entschiden wir uns Chinatown mit Canalstreet und Neujahrsfest. Das munterte auch Daniel wieder ein wenig auf, außerdem konnten wir hier leckere, günstige Apfelsinen kaufen. Mit viel Vitaminen drin. Und an jeder Ecke boten Straßenverkäufer neben gefakten Designertaschen und Parfums Filme auf DVD an, die noch nicht einmal in den Kinos liefen.

Unseren ersten Versuch, New York vom Empire State Building aus von oben zu besichtigen, verschoben wir aufgrund der angekündigten zwei Stunden Wartezeit und holten erst einmal bei strahlend blauem Himmel die Fahrt mit der Fähre nach Staten Island nach.
Staten Island Ferry
Außer der trotz fehlendem World Trade Center immer noch grandiosen Sicht auf Downtown mit seinen Wolkenkratzern läßt sich die Freiheitsstatue vom Schiff aus wesentlich besser betrachtenFreiheitstatueund man erspart sich die auch von weitem noch deutlich sichtbaren Schlangen davor und die horrenden Eintrittspreise.Die Fahrt nach Staten Island ist dagegen kostenlos. Auf der Fähre kamen wir gleich mit einer freundlichen Amerikanerin aus Boston ins Gespräch, die sich auch durch den vorwurfsvollen Hinweis ihrer kleinen Enkelin 'Grandma, don't talk to strangers' nicht davon abhalten ließ, uns noch auf verschiedene Sehenswürdigkeiten in New York hinzuweisen.

Mit Museumsbesuchen waren wir dieses Mal ein wenig zurückhaltend. Was das Metropolitan- und das Guggenheimmuseum betraf, begnügten wir uns damit, bei unserem 2. Spaziergang durch den Centralpark einen Blick auf die imposanten Gebäude zu werfen. Das neueröffnete MoMA wollten wir uns aber nicht entgehen lassen. MuseumBeim Anblick der Schlange vor der Tür verwarfen wir allerdings den Gedanken, den kostenlosen Eintritt am Freitagnachmittag zu nutzen, da uns eine mehrstündige Wartezeit bei dieser Kälte wirklich nicht besonders reizvoll erschien. Nebenbei war uns natürlich auch unsere knapp bemessene Zeit dafür zu schaden, so daß uns nichts anderes übrig blieb, als den wahrhaftig stolzen Eintrittspreis von 20$ zu bezahlen. Das neue Gebäude ist aber wirklich beeindruckend, mir gefielen insbesondere die großzügige Architektur und die durch zahlreiche Fenster sehr hellen Räume ausgesprochen gut. Man ist schon ein wenig geschafft, bis man im obersten Stock ankommt, allerdings fand ich die unteren Stockwerke auch wesentlich interessanter.

UNO

Skyscraper galoreUnsere nächste Tour durch die Stadt führte uns vom Chrysler Building zur heute leider ebenfalls ordentlich verbarrikadierten UNO, die man mittlerweile auch nur noch durch Metalldetektoren betreten darf. Die Mitnahme von Essen und Getränken ist ebenfalls nicht erlaubt, weshalb wir auf diesen Besuch verzichteten. Nach einem ausgiebigeren Bummel durch Midtown begaben wir uns am frühen Abend wieder zum Empire State Building. Dieses Mal hatten wir wohl mehr Glück, abends ist der Andrang offensichtlich doch geringer, wobei ich den Blick auf New York bei Vollmond einfach grandios fand. Allerdings veranlaßte uns der eisige Wind und ein blöder Japaner, der mich mit einem unfreundlichen 'I want to make a picture from this place' von meinem Standort vertreiben wollte, doch recht bald wieder zum Abstieg. Für den Abend war Kino geplant. Passend zu einem New York Aufenthalt kann man sicher Montauk von Max Frisch lesen, wie das so mancher Reiseführer empfiehlt. Kurzweiliger und erheiternder fand ich The Hitch mit Will Smith, der in New York spielt und daher noch einmal einen schönen Rückblick auf verschiedene Sehenswürdigkeiten bot, die wir während unseres Besuchs schon gesehen hatten.

Etwas ausführlicher möchte ich an dieser Stelle noch von Mildred erzählen, unserer Stadtführerin von den Big Apple Greeter. Wir erlebten im Vorfeld recht interessante Reaktionen, als wir von dieser kostenlosen Art der Stadtführung erzählten. Vom Erstaunen darüber, daß in New York irgendetwas kostenlos sein soll über die Vermutung, es könne sich um Resozialisierungsmaßnahmen für ehemalige Häftlinge handeln bis hin zu der Befürchtung, die Big Apple Greeter seien eine als ehrenamtlicher Verein getarnte Sekte, die harmlose Touristen für ihre Zwecke mißbraucht, war eigentlich alles dabei.

Aber weit gefehlt. Mildred entpuppte sich als eine ältere Dame aus Brooklyn, ursprünglich von den Bermudas kommend, die es sich wie die anderen ehrenamtlichen Mitarbeiter der Big Apple Greeter zum Ziel gemacht hat, über Stadtführungen in den verschiedenen Vierteln bei den Touristen ein besseres Außenbild von New York zu erreichen. Wenn alle Mitarbeiter der Organisation wie Mildred sind, sollte ihnen das nicht besonders schwerfallen.

Mildred wollte uns im Hotel abholen. Sie kam ein wenig zu spät, da sie ihren Neffen am Morgen ganz unerwartet ins Krankenhaus bringen mußte, wofür sie sich mehrmals bei uns entschuldigte. Obwohl ihr Tag schon recht turbulent angefangen hatte, nahm sie sich ausgiebig Zeit, uns das von uns ausgewählte Greenwich Village zu zeigen. Als erstes schenkte sie uns zwei Metrocards, später lud sie uns noch in John's Pizzeria ein, was eigentlich wir vorgehabt hatten. Einladungen und Trinkgeld nehmen die Big Apple Greeter aber ausdrücklich nicht an, daher empfiehlt es sich, vielleicht eine Kleinigkeit aus dem eigenen Land mitzubringen. Mildred zeigte uns die zahlreichen Boutiquen und kleinen Läden in Greenwich Village, ließ uns überall ausgiebig stöbern, nutzte auch gerne für sich die Gelegenheit, in den kleinen hübschen Kaffeeläden und Pharmacies zu stöbern, beantwortete bereitwillig all unsere Fragen und lauschte interessiert unseren Erzählungen über Deutschland. Trotz der Eiseskälte Greenwich Villagegenossen wir die Zeit mit Mildred, die uns aus lauter Mitleid mit dem erkälteten Daniel (you should wear a hat) unbedingt noch zu einem wärmenden Kaffee oder einer heißen Schokolade einladen wollte. Durch ihre Erzählungen bekamen wir einen ganz guten Eindruck von Greenwich Village und wir konnten uns beide recht gut vorstellen, wie es in diesem Studentenviertel bei schönerem Wetter zugehen muß, wenn all die kleinen Straßencafés und Restaurants geöffnet sind. Bis zu diesem Tag hatte ich die New Yorker oft als recht brüsk und kurz angebunden empfunden. Mildred konnte nun doch dazu beigetragen, diesen Eindruck wieder ein wenig zu revidieren.

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Samstag, März 19, 2005

New York - the Gates

Gates, NY

Daggi hat in einem der vorherigen New York-Beiträge schon ein einige Worte über die Gates gebloggt, ich will daher gar nicht zuviel schreiben, sondern eigentlich nur ein paar Bilder posten, um einen ungefähren Eindruck zu vermitteln (soweit das funktioniert).

Wir hatten das Glück, den Central Park (und damit auch die Gates) bei gutem, sonnigen Wetter und bei Schnee zu sehen/erlaufen, der Gesamteindruck hat sich durch die unterscheidlichen Verhältnisse schon deutlich verändert, es war sehr beeindruckend, auch wenn die ganze Aktion auch sehr viele kontroverse Diskussionen und Aktionen mit sich brachte.

Gates, NY
Gates, NY

So gab es neben der von Daggi erwähnte Cracker-Parade auch noch weitere Parodien auf die Aktion, in der Süddeutschen wurde über noch das Projekt Sommerville Gates (die Gates 10 cm hoch, selbstgebastelt) und die Duplo Gates (von einem Dreijährigen aus Duplosteinen gebaut) berichtet.

Gates, NY

Ich fand das Projekt sehr beeindruckend, hat mir gefallen - und ich habe sowohl in Berlin (Reichstag) als auch in NY Christo und seine Frau themselves gesehen - der einzigste Wehmutstropfen ist, dass ich diesmal leider keine Stoffprobe bekommen habe.

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Dienstag, März 08, 2005

Shoppen New York - Nachtrag

In New York wäre es eigentlich auch möglich gewesen, zu sehr günstigen Preisen sehr schicke Schuhe zu kaufen. Daher fand ich es ausgesprochen ärgerlich, daß ich kein einziges passendes Paar gefunden habe und mußte gleich im Kollegenkreis davon erzählen. Darauf stellte eine Kollegin nüchtern fest: 'Wirkliche Not leidest Du aber deshalb jetzt nicht...'

Daß mir ausgerechnet eine Frau so in den Rücken fallen muß.

Das Faß zum Überlaufen brachte der heutige Beziehungsdialog:

Daggi blättert in ihren 1.600 Seiten Modezeitschriften.
Daggi: Daniel, ich brauch noch zwei Paar Schuhe.

Daniel: Aber Du hast doch schon zwei.
Immerhin ist doch heute Weltfrauentag!

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Chrysler

DaimlerChrysler-Building

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Montag, März 07, 2005

Shop till you drop

Daß New York ein Shoppingparadies ist, war mir bei meinem letzten Besuch vor sechs Jahren gar nicht so bewußt geworden, wobei ich nicht glaube, daß es nur an dem sehr günstigen Dollarkurs lag, sondern vor allem daran, daß Daniel einfach der beste Einkaufsberater ist.

Mein Lieblingsbegleiter (außer Daniel) war dabei Macy's International Shopper Savings Card, die man sich als Besucher der Stadt kostenlos im Visitor Center bei Macy's holen konnte. Die Karte gilt bis Ende des Jahres und man kriegt damit immerhin ganze 11% Prozent Rabatt auf die meisten Waren bei Macy's.

Macys Internationel Shopper Savings Card

Leider nicht auf Kosmetik. Die kaufte ich aber nicht nur deshalb bei Bloomingdales, sondern auch weil es dort ein Special Free Gift von Clinique gab (bestehend aus einem Beautycase mit einer Fußcreme, einem Parfum, einer Feuchtigkeitscreme, einer Tagescreme, einem Lipgloss und einem vierfarbigen Lippenstiftset und einer Massagebürste für die Füße), wenn man für mindestens 20$ einkaufte. Da ich für die doppelte Summe shoppte, gab es für mich gleich zwei davon.

Cliniques Free Gift at Bloomingdales

Trotzdem konnte ich der ansonsten freundlichen Verkäuferin nicht nachsehen, daß sie meine Haut als 'a little bit oily' bezeichnete.

Daggis Frage:
Warum sind Kosmetikverkäuferinnen eigentlich immer so unglaublich undiplomatisch?

Daniels Vorschlag für eine diplomatischere Aussage:
Wenn alle Frauen eine Haut hätten wie Sie, hätten wir Amerikaner den Irak nicht angreifen müssen.


Meine erste, größere Shoppingtour begann allerdings bei GAP. Eigentlich wollten Daniel und ich auf das Empire State Building, aber wen wundert es, daß wir beide beim Anblick der ellenlangen Schlange automatisch auf Toilette mußten und beim Anblick der nicht minder langen Schlange vor den Toiletten beschlossen, den Besuch des Empire State Buildings auf einen anderen Tag zu verschieben? Bei GAP wurde mir wieder bewußt, wie herrlich das Einkaufen in Amerika ist und wie sehr ich die Dienstleistungen in diesem Land zu schätzen weiß. Besonders wenn man alleine unterwegs ist, kann es ausgesprochen hilfreich sein, daß einem die Verkäufer die gewünschten Waren in die Umkleidekabine bringen, z. B. wenn die Größe nicht paßt. Dachte ich so bei mir. Bis zu dem Moment, als die Verkäuferin mit lauter Stimme rufend in die Umkleidekabine kam: 'Where is the lady with the 10 ankle?' - Was übersetzt soviel heißt wie: 'Wo ist die kurzgeratene Dame mit Hosengröße 42?' Bei Gap gab es übrigens 15$ Rabatt, wenn man für 75$ kaufte. Dies galt allerdings nicht dreimal, wenn man für insgesamt 225$ einkaufte. Da wir aber dennoch in den Genuß von 45$ Rabatt kommen wollten, mußten wir uns dreimal an der Kasse anstellen.

Der absolute GAU war TOYS'R'US. Empfinde ich diese Kette schon in Deutschland als völlig überdimensioniert, sprengte der Laden am Times Square meine gesamte Vorstellungskraft und ich war schon völlig damit überfordert, nur die Toiletten zu finden. Mittendrin ein Riesenrad für Kinder gibt es hier wahrscheinlich alles, was Kinder brauchen oder zu brauchen meinen. Als ich dort einmal ein paar Minuten auf Daniel wartete, beobachtete ich einen braunen Spielzeughund, der statt einen Salto zu schlagen am Hintern eines schwarzen, bellenden Hundes schnupperte, während ein buntes Schwein grunzend danebenstand, ein kleines Frettchen hinter einem Ball herjagte und mir beinah ein Ufo an den Kopf flog. Barbiepuppen gibt es hier übrigens in Lebensgröße. Also Kinderlebensgröße, aber das ist ja auch schon was. FAO Schwarz faszinierte mich allerdings mehr, da man hier m&ms einzeln nach Farben sortiert kaufen konnte.

Apropos Toiletten. Bei Bergdorf Goodman hat man von den Damentoiletten im 7. Stock aus einen ganz guten Blick auf den Rand des Central Parks und damit auch auf die Gates. Die Herren müssen sich mit dem Fenster gleich nebenan in der Dekoabteilung begnügen. Aber von hier aus kann man schon mal ganz gut aus dem Fenster schauen, da sowieso nur Dinge herumstehen, die man zum einen nicht wirklich braucht und sich zum anderen auch nicht leisten kann.

Unsere letzten Dollar gab ich am John F. Kennedy Airport aus. Daniels großzügiges Angebot, mir ein paar Zeitschriften davon zu kaufen, nahm ich natürlich bereitwillig an. Erst hinterher wurde mir klar, daß da ein durchdachter Plan dahintersteckte: Während ich mich in ca. 1600 Seiten Mode (eine Instyle, eine Vogue, eine Elle) vertiefen sollte, wollte sich Daniel mit seinem neuen Nintendo DS beschäftigen. Ganz ungestört von irgendwelchem Geplapper meinerseits oder gar der Bitte, doch auch mal damit spielen zu dürfen...

1600 Seiten Mode

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Sonntag, März 06, 2005

8 Tage New York - ganz ohne Burger King

Einer der zahlreichen Gründe, warum mir New York so gut gefällt, ist die Vielfalt an Restaurants und Imbißbuden, die einem dort zur Verfügung stehen. Es muß nicht immer Burger King sein und so schafften wir es mühelos, einen Urlaub in Amerika zu verbringen, ohne einen einzigen Hamburger zu essen.

Da wir im koreanischen Viertel wohnten mit zahlreichen guten Restaurants gleich um die Ecke, lag es natürlich nahe, daß wir in erster Linie asiatisch speisten. Am meisten hat mir das Pho32 zugesagt, das nicht nur ausgesprochen leckere japanische Speisen anbot, die man vielfach direkt am Tisch garen und zubereiten konnte, sondern auch sehr stylish eingerichtet war. Mein persönlicher Tipp ist die Vermicelli Bowl mit Chicken, auch wenn hier im Gegensatz zu Shabu-Shabu der Eventcharakter des Essens nicht ganz so ausgeprägt ist, da es einfach in einer Schüssel serviert wird. Meine Lieblingsvorspeise waren sogenannte Chicken Dumplings (mit Huhn gefüllte Teigtaschen).

Im Kum Ryong, einem chinesisch-koreanischen Restaurant ein paar Meter weiter (30 West 32nd Street, Tel.: 212.629.6450), gehören Noodles with Brown Sauce zur Spezialität des Hauses. Auch wenn der Name eher unappetitlich und wenig ansprechend klingt, kann ich dieses Gericht unbedingt empfehlen. Leider kenne ich bis heute den Unterschied zwischen Brown Sauce und Special Brown Sauce nicht, denn das englisch der Bedienung war so schlecht, daß ich deren Beschreibung auch nach dreimaligem Wiederholen wahrscheinlich nicht verstanden hätte. Zum Glück hatte ich nicht die große Portion bestellt, da ich schon nach der Hälfte der kleinen aufgeben mußte. Außerdem war es das erste Mal, daß ich mich weigerte mit Stäbchen zu essen, nachdem ich mich bei der Crispy Duck, die mit Knochen zerlegt war, schon wie ein Idiot angestellt hatte. Keine Ahnung, wie man die geschickt mit Stäbchen essen soll, ich hab mir bei dem Versuch fast Blasen an den Fingern geholt. Aber immerhin hatten die übrigen Gäste - fast ausschließlich Asiaten, die natürlich ausgesprochen virtuos mit Stäbchen umgehen konnten - während des Essens was zum Kucken. Völlig fasziniert war ich von dem Nudelmacher, der im Schaufenster des kleinen Restaurants stand und den gesamten Abend damit beschäftigt war, frische Nudeln zuzubereiten. Unbedingt probieren - wir kamen leider nicht mehr dazu. Ich hatte ja gehofft, ich könnte mir den einen oder anderen Trick beim Nudelnmachen abschauen, aber das ging so fix, ich hatte keine Chance. Ähnlich wie im Pho32 waren die frisch zubereiteten Chicken Dumplings ausgesprochen lecker.

Als letztes Restaurant in unserem Viertel haben wir das KumGangSan (49 West 32nd Street, Tel.: 212.967.0909) auprobiert, ein koreanisches Restaurant und das teuerste in unserer Straße, meiner Meinung nach aber nicht das beste. Vielleicht kenne ich die asiatische Küche einfach zu wenig, um die Exklusivität der Speisen schätzen zu können. Allerdings möchte ich erwähnen, daß uns zahlreiche Vorspeisen kostenlos serviert wurden. Ausgesprochen gut gefallen hat mir außerdem die Einrichtung mit Wasserfall und Klavier auf einem Mauervorsprung.

Food market Chinatown

Malayische Küche haben wir im Nyonya (194 Grand Street in Chinatown, Tel.: 212.334.3669), zusammen mit Esther und Christoph ausprobiert. Bei der asiatischen Küche empfiehlt es sich übrigens, statt eines großen Hauptgerichts viele kleinere Vorspeisen zu wählen, da man dadurch gleich eine Vielzahl verschiedener Speisen ausprobieren kann. Die Pancakes mit Ernußsoße sowie die kleinen Frühlingsrollen waren sehr lecker und auch mein Mangohuhn hat mir gut geschmeckt. Allerdings waren die Gerichte allesamt weniger überraschend bzw. der chinesischen Küche recht ähnlich. Sehr interessant fand ich, daß die Bedienung hinterher gleich fragte, ob wir mit irgendetwas nicht zufrieden seien, da wir uns beim Trinkgeld verrechnet hatten. Man merkt schon, daß das Trinkgeld in Amerika einen völlig anderen Stellenwert hat als in Deutschland, so daß man sich unbedingt an die einfache Regel 'doppelte Tax dazu' halten sollte. Es sei denn, man war wirklich mit dem Essen oder dem Service unzufrieden.

Zur Abwechslung gab's am vorletzten Tag unseres Aufenthalts noch einmal mexikanische Küche, denn auch diese ist für New Yorker Verhältnisse recht günstig und eigentlich immer lecker. Das Cilantro ist zwar in erster Linie wegen seiner frozen margaritas bekannt, allerdings war auch das Essen nicht zu verachten.

Für einen kleinen Mittagssnack kann ich Hale & Hearty Soups empfehlen, die laut Werbeprospekt über halb New York verteilt zu sein scheinen. Wir fanden zufällig eine dieser kleinen Suppenküchen in der 466 Lexington Avenue (Tel.: 212.599.7220). Hier kann man verschiedene leckere Suppen in unterschiedlichen Größen zu sich nehmen - und small ist hier ausnahmsweise mal wirklich small. Leider wieder keine eigene Website, aber bei Google fand ich verschiedene Links, unter anderem auch einen mit Kritiken. Sehr schön fand ich folgenden Kommentar: ' Their food is great but they were unable to tell me how many calories are in their low fat carrot ginger dressing.' Für uns war es genau das richtige bei dieser Kälte und dem kleinen Hunger zwischendurch.

Den leckersten und größten Muffin, den ich je gegessen habe, gab es bei Zamz Pizza in Downtown (50 Broadway, Tel.: 212.825.1555). Mußte ich auch gleich zweimal vorbeischauen.

Dickster Muffin bei Zamz Pizza

Mit Mildred von den Big Apple Greetern waren wir in Greenwich Village bei John's Pizzeria (278 Bleecker Street, keine Telefonnummer), aber das ist eine andere Geschichte, die ich später mal erzählen werde.

Natürlich gab es auch Kaffee bei Starbucks, einmal zum Frühstück, einmal als Kaffeepause zum Aufwärmen. In Köln bzw. insgesamt in Deutschland ist Starbucks ja nicht unbedingt mein Ding, zuviel Schickimickisehenundgesehenwerden. In New York ist Starbucks doch eher einfach ein Kaffee, das es an jeder Ecke gibt, in dem man lesen und surfen kann (wireless lan). Und eben Kaffeetrinken. Außerdem ist es in New York wahrscheinlich der einzige Ort, an dem die Verkäuferinnen noch honey zu einem sagen.

Little Italy

Ach, und dann war da noch 'the best tasting pizza in New York', Bravo Pizza (1367 Broadway, Tel.: 212.268.4499), an der ich auch nur schwer vorbeikam. Während mir die Pizzen großartig schmeckten war Daniel weniger begeistert. Bei einem nachmittäglichen Stadtbummel konnte ich der Versuchung mal wieder nicht wiederstehen und mußte mir ein Stück Pizza kaufen. Daniel hingegen hatte keinen Hunger und beim letzten Mal war ihm seine Pizza zu kalt. Dies hinderte ihn allerdings nicht daran, von meiner Pizza etwa die Hälfte zu essen. Das letzte Viertel ließ er versehentlich auf den Boden fallen.

Das gefiel mir dann weniger...

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Samstag, März 05, 2005

New York - The Gates

Natürlich waren wir während unseres New York Aufenthalts auch im Central Park und haben uns The Gates angeschaut. Trotz der unglaublichen Kälte waren außer uns derartig viele weitere Besucher unterwegs, wie ich sie nicht einmal bei herrlichem Sonneschein im Mai 1999 angetroffen habe. Alle wollten The Gates sehen, aber auch Christo und Jeanne-Claude, die scheinbar regelmäßig im Garden joggen. Wir trafen sie allerdings bei einem Spaziergang am Sonntagnachmittag.

The Gates bei Sonnenschein

Außerdem trafen wir den kleinen Hund Pepper (Rasse noch nicht identifizierbar), der für viel Erheiterung im Park sorgte. Unter anderem veranlaßte er eine aufgebrezelte Frau (viel Pelz) dazu, ihren kleinen Chihuahua (wenig Pelz) im Nacken zu packen und ihn Pepper wie einen leckeren Frühstückshappen direkt vor die Nase zu halten.

Da der Winter in New York noch nicht vorbei war, hatten wir auch Gelegenheit, die zahlreichen Schlittschuhläufer im Central Park zu beobachten, später auch die am Rockefeller Center, das viele sicher aus Kino und Fernsehen kennen, aber den Anblick im Park vor dieser Skyscraperkulisse fand ich wesentlich hübscher.

Eislaufen im Central Park

The Gates haben wir übrigens einmal mit und einmal ohne Schnee gesehen. Ich persönlich fand nicht den gesamten Anblick der Tore überwältigend, sondern immer wieder einzelne Blickwinkel sehenswert. Vor den grauen Granitfelsen, zwischen den kahlen Bäumen, dann wieder bot der Schnee einen hübschen Kontrast zu den safranfarbenen Stoffen. Ich denke, jeder muß sich selber ein Urteil bilden, ob ihm diese Art von Kunst gefällt. Ganz sicher wären The Gates aber ohne die intensive Vermarktung im Vorfeld kein so großer Erfolg geworden.

The Gates im Schnee

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Freitag, März 04, 2005

Amerikaner sind ganz anders als wir - sie sehen nur ähnlich aus

Nachdem mein letzter Amerikaaufenthalt schon einige Jahre her ist, hatte ich ganz vergessen, wie oft ich mich immer über die Amerikaner gewundert habe. Nun ist Amerika doch durchaus als fortschrittliches Land zu bezeichnen, aber manche Dinge versetzen einen schon ein wenig ins Staunen. Auf die fehlenden Toilettenbürsten will ich an dieser Stelle nicht näher eingehen. Wieso es aber keine vernünftigen Heizungen gibt, ist mir doch ein Rätsel, da gerade der Winter in New York empfindlich kalt sein kann. Wenn die Heizung in unserem Hotelzimmer eingeschaltet war, blies sie auch. Immer. Bis zu einer bestimmten Temperatur warm, anschließend kalt. Die Kaltphase ließ sich leider auch durch ein Abschalten der Heizung nicht einfach überspringen, beim nächsten Einschalten blies die Heizung trotzdem erst einmal kalt.

Der Lüfter im Bad unseres Hotelzimmers dagegen machte zwar mächtig Lärm, blies aber überhaupt nicht, so daß man nach der morgendlichen Dusche vor lauter Nebel trotzdem die Hand vor Augen nicht sehen konnte.

Ebenfalls für Verwunderung sorgte der Kaltwasserhahn, der in die entgegengesetzte Richtung zu drehen war, als wir es von zu Hause kennen. Beim Warmwasserhahn widerum war es genau umgekehrt. Das führte regelmäßig dazu, daß man den Kaltwasserhahn statt zu- jedesmal erst richtig aufdrehte. Je nach Reaktionsgeschwindigkeit bekam man dabei zwangsläufig einen kräftigen Schwall kalten Wassers ab. Ich hatte es nach etwa drei Tagen raus. Daniel brauchte etwas länger, aber der hatte zum Glück auch zwei Schlafanzüge dabei.

Viel Spaß haben die Amerikaner offensichtlich an Dingen, die man nicht wirklich braucht und die auch nur unnütz Platz wegnehmen, wie z. B. der Bagelschneider, den wir im Frühstücksraum entdeckten (und den offensichtlich außer uns auch alle anderen Gäste benutzten) oder der Bananenhalter in verschiedenen Ausführungen (gesehen bei Macys).

Ich will nun damit wirklich nicht sagen, daß wir in einer Absteige wohnten, die wenig Komfort bot. Nein, diese Dinge findet man überall in Amerika. Sie sind dort völlig normal.

Nicht umsonst war wahrscheinlich das Leitthema der Apple Core Hotels: 'Everything you need and some things you don't.'

Winter im koreanischen Viertel in New York
Winter im koreanischen Viertel

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Donnerstag, März 03, 2005

If I can make it there - Bericht über New York

Nach fast sechs Jahren saß ich mal wieder länger als zwei Stunden am Stück in einem Flugzeug, gähnend langweilig, zum Essen gab es Spinat (armer Daniel), nebenbei lief ein dämlicher Film (Finding Neverland) und Telefonieren war erlaubt. Leider haben wir aus lauter Sorge vor den hypersensiblen amerikanischen Behörden unsere leckeren Kekse im Flugzeug gelassen, hätten wir wohl gar nicht müssen.

Ankunft in New York am Flughafen abends kurz nach 09.00 Uhr: 'We pledge to cordially greet and welcome you!' - So geschrieben auf einem Schild direkt vor dem Häuschen des immigration officers, der das Schild allerdings von seinem Platz aus wohl nicht lesen konnte. Sonst hätte er uns sicher nicht so einsilbig angeblafft, wohin wir wie lange und aus welchem Grund wollten. Auf Fingerabdrücke und Irisscan verzichtete er allerdings (wie Daniel schon geschrieben hatte) . Offensichtlich war es kurz vor seinem Feierabend, denn als ich mich nach drei Schritten doch etwas irritiert umdrehte, war der Officer schon verschwunden.

Koreanisches Viertel

Unser Hotel mitten im Koreanischen Viertel war zwar keine Luxusunterkunft, aber für New Yorker Verhältnisse absolut in Ordnung (Preis-Leistung) und die Lage sehr zentral.

Straßenschild im koreanischen Viertel

Fortsetzung folgt.

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Montag, Februar 28, 2005

New York City - alphabetisch

Ankunft - Freitagnacht um 11.00 Uhr

Big Apple Greeter - Stadspaziergang mit Mildred

Central Park - unser 1. Programmpunkt

Dollarkurs - so günstig, daß sich ausgiebiges Shoppen lohnt

Empire State Building - bei Vollmond noch viel schöner

Frühstück - darauf haben wir im Hotel lieber verzichtet

Ground Zero - eine große Baustelle

Hitch - sehr kurzweiliger Kinofilm

Internationale Küche - Auf Mc Donalds & Co konnten wir leicht verzichten

Jamster - amerikanisches Jamba, genauso penetrant

Koreanisches Viertel - hier haben wir gewohnt

Little Italy - eins der zahlreichen Viertel, die wir besucht haben

Madison Square Garden - mein erstes Basketballspiel der

New York Knicks - die sogar gewonnen haben

Ooooh - Daggis Reaktion beim Anblick des dicksten Chocolate Chip Muffins

Pharmacy - hier haben wir Daniel mit Hustenbonbons eingedeckt

Quadratisch - in New York kann man sich leicht orientieren

Red Roof Inn - unser Hotel, einfach, aber für New Yorker Verhältnisse günstig

Staten Island Ferry - kostenlos mit Blick auf Downtown und Freiheitsstatue

Tip - einfach doppelte Tax im Restaurant dazuzählen

U-Bahn - heißt hier Subway und bringt einen überall hin

Verwandtschaft - Treffen mit Cousin und Frau

Wetter - lausige Kälte, z. T. mit Schnee

Xenophobie - sollte man in New York nicht haben

Yps - gab's hier nicht, aber dafür 1600 Seiten Instyle, Vogue und Elle

Zeitung - jeden Tag für Daniel die New York Times

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Donnerstag, Februar 17, 2005

Reisefieber

Uns erwarten


In der FAZ wurde Christos Aktion schon mal positiv erwähnt.

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