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Daggis Leben - Notizen aus der Vorstadt

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Freitag, Mai 11, 2007

Heute ein paar Zitate

Im Rahmen der letzten LitCologne:

  • Erst mein Fehler gibt Euch das Gefühl, mir überlegen zu sein.
    Zitat von Daniel Richter
  • Kölner wissen das seit seinem historischen Tod ... äh ... seit seinem historischen Roman 'Tod und Teufel'...
    Bei der Vorstellung des Autors Frank Schätzing
  • Er sitzt ja nicht umsonst hier - umsonst sowieso nicht...
    Aussage über Dennis Scheck

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Sonntag, März 25, 2007

Wieder LitCologne

Letzten Sonntag ging die 7. LitCologne zu Ende und wir waren auch diesmal bei zahlreichen Veranstaltungen dabei. Insgesamt hat mir das Programm in diesem Jahr allerdings nur teilweise gefallen, vielleicht war auch unsere Auswahl nicht so geglückt, manches war mir doch zu seicht und brachte mich höchstens mal zum Schmunzeln, gelegentlich aber auch zum Nachdenken.



Gut gefallen hat mir der erste Abend im Museum Ludwig mit Daniel Richter und Diethmar Dath, deren intelligente und mit viel Witz geführte Diskussion mich sehr beeindruckte - wenn ich auch gestehen muß, dass ich nicht immer ganz folgen konnte, das Niveau des Gesprächs empfand ich schon als sehr anspruchsvoll. Ein schönes Zitat von Diethmar Dath ist mir aber hängengeblieben:
Ich möchte das nicht als Witz verstanden wissen, sondern als politisches Apercu.
Seitdem überlege ich, wie ich ähnliche Aussagen in meinem Wortschatz unterbringen kann.

Die Lesung aus dem Tagebuch von Anna Politkovskaja und die Diskussionsbeiträge dazu regten mich zum Nachdenken an und die Kulturkirche bot dazu das passende Ambiente.

Das kulinarische Quartett in der Flora diskutierte auch ohne Vincent Klink kurzweilig und amüsant über die besten und die schlechtesten Kochbücher und auch wenn mir die in kleinen Bechern ausgeteilte Kuttelnsuppe nicht gerade ausgezeichnet schmeckte, fühlte ich mich an diesem Abend doch sehr gut unterhalten.*

Aber schon die nächste Veranstaltung in der Kulturkirche - ein Diaabend mit den Rattelschneck-Zeichnern Marcus Weimer und Olav Westphalen - fand ich wirklich enttäuschend. Die Technik funktionierte nur mäßig, so dass die Dias vielfach zu hell oder zu dunkel angezeigt wurden, und die Idee, Comics vorzulesen, erwies sich aus meiner Sicht nur bedingt als umsetzbar. In der Regel hatte ich die Bilder mit den zugehörigen Texten schneller erfaßt, als die beiden Zeichner sie vorlesen konnten. So verpuffte die Pointe regelmäßig und erzeugte daher bei mir meistens nur ein schwaches Lächeln. Das 'Live-Zeichnen' machte das aber wieder ein wenig wett.

Die Lesung von Philipp Tingler im Theaterhaus fand ich ganz nett. Mehr aber auch nicht.

Interessant war dagegen die Diskussion mit dem dm-Gründer Götz W. Werner im Gürzenich, der 'Grundeinkommen für alle' forderte. Ob das Modell wirklich praxistauglich ist ... ich kann es nicht einschätzen, aber seine Thesen fand ich interessant und sie zeigen meines Erachtens, dass vieles davon abhängt, ob man ein positives oder negatives Menschenbild hat. Geht man davon aus, dass der Mensch von Grund auf faul ist, kann das Modell nicht funktionieren. Geht man davon aus, dass der Mensch grundsätzlich arbeiten will - vielleicht?

Auch hier ist mir ein schöner Ausspruch des Autors hängengeblieben:
Wenn man will, findet man Wege. Wenn man nicht will, findet man Gründe.
Über unseren letzten Abend kann ich nicht mehr viel erzählen. Ich glaube ich hatte genug Veranstaltungen für diese Woche, ich war hundemüde und begeistern konnten mich die Witze von Eckhard Henscheid und Gerhard Polt in diesem Zustand leider überhaupt nicht mehr, so dass wir uns nach der Pause auf den Heimweg machten.

---
* Und in der Mayerschen wunderte sich die Verkäuferin am nächsten Tag, wieso plötzlich so viele Kunden nach Harrys Bar Kochbuch fragten...

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Dienstag, Februar 20, 2007

Litcologne

Alle Jahre wieder findet die lit.cologne in Köln statt, so auch dieses Jahr. Wie auch die letzten Jahre haben wir uns wieder reichlich mit Karten eingedeckt und besuchen:

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Samstag, März 25, 2006

Curse/Judith Holofernes

Daniel:
Die Lesung im Einslive-Studio am Mediapark hätten wir jetzt fast vergessen. Kleine, kuschelige, enge Location, in der Regel immer proppenvoll. Keine Möglichkeit zum Schlafen für Daggi, dafür aber ein Platz ganz vorne.

bildbeschreibung


Dagmar:
Eine Lesung, die etwas aus dem Rahmen fiel, da diesmal keine Buchtexte im Vordergrund standen. Stattdessen lasen Judith Holofernes und Curse eigene Songtexte aus ihren Alben vor. Auch wenn beider Musik nicht unbedingt meinem Geschmack entspricht, fand ich die Idee sehr originell und auch die Auswahl sehr abwechslungsreich, da der Text eines HipHop-Songs ganz anderen Regeln folgt als der eines Gitarrenstücks. Curse kann durch die wesentlich längeren Liedzeilen sehr viel Inhalt in seine Texte packen und ihm ist deutlich mehr Raum gegeben, um seine Gedanken auszudrücken, da die Sprache sehr im Vordergrund steht. Dagegen bleiben 'Wir sind Helden' für ihre Texte nur sehr wenige Zeilen. Alles, was gesagt werden soll, ist nur mit ein paar Worten auszudrücken, was mich gerade an Judiths Texten sehr faszinierte.

Sehr sympathisch fand ich die offenkundige Nervosität der beiden Gäste, die sie auch gar nicht leugnen wollten, da es für sie eine völlig andere Situation war, ihre Texte direkt vor einem kleinen Publikum zu lesen, als sie vor größerem Publikum zu singen bzw. zu rappen. Für mich ein sehr angenehmer Abend mit überzeugenden Gästen!

bildbeschreibung

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Freitag, März 24, 2006

Im Land der dichten Denker

Daniel:
Zu guter Letzt gingen wir noch in die gute Stube Kölns, den Gürzenich. Bestuhlung ähnlich der MS Rheinergie, lediglich ohne schwankenden Boden. Obwohl wir sehr zeitig da waren, war der Gürzenich schon fast voll.

ok


Das gilt allerdings nicht für das anabwesende Publikum. Liebe ZahnärzteWelt-Leser: Ist ja schön, daß Euch die Kolumnen von Zippert so gefallen, daß Ihr beschließt, einmal eine Lesung zu besuchen. Eventuell hat Euch das noch keiner gesagt, aber für diejenigen, die mehr als nur einen Künstler hören/sehen möchten, ist es unglaublich störend, wenn Ihr mitten in der Veranstaltung mit lautem Gepolter den Saal verlaßt. Wo bleiben hier die Sekundärtugenden, die ich eigentlich in Eurer Zielgruppe vermute? Oder bringt Ihr diese lediglich Euren Kindern bei, ignoriert sie aber selbst? Gesamtnote für Euch: 6. Kauft Euch das nächste Mal besser ein Hörbuch. Da stört es auch niemanden, wenn Ihr Euch zwischendurch ein Kölsch in der Küche holt.

Daggi:
Ich hatte ehrlich gesagt bis auf Strunk keine rechte Ahnung, was mich bei dieser Lesung erwartet, rechnete aber ganz fest mit einer schrägen Veranstaltung und wurde nicht enttäuscht. Zum Thema Heimat und Deutschland führte Rainer Pause auf fast schon karnevalistische Art durch den Abend. Zuerst hielt Hans Zippert einen bissigen Lichtbildvortrag (So funktioniert Deutschland), der sämtliche deutsche Klischees zusammenfaßte. Thomas Kapielski forderte meine ganze Aufmerksamkeit, belohnte dies aber anschließend mit einem fulminanten Konzert, bei dem er mit dem Oberkreuzberger Nasenflötenorchester ein buntes Potpourri verschiedenster Musikstücke darbot und das, melodischer als von mir erwartet, das Publikum rockte (hier ein Live-Mitschnitt).

Instrumente


Nach einer kurzen Pause las Hans Strunk aus Fleisch ist mein Gemüse vor, wodurch der Text im Vergleich zum Buch noch deutlich lebendiger wurde, insbesondere durch seine Saxophon-Einlage. Da wollte auch das Nasenflötenorchester nicht nachstehen und legte sich zum Schluß nochmal richtig ins Zeug, wobei ich an dem Song Dream a little Dream of me am meisten Spaß hatte. Im Gegensatz zu dem Teil des Publikums, der schon nach Zipperts/Strunks Lesung den Saal verlassen hatte. Abgesehen davon, daß dadurch diejenigen im Publikum gestört werden, die wegen der gesamten Veranstaltung gekommen waren, finde ich es auch den übrigen Künstlern gegenüber ausgesprochen respektlos. Den Spaß an dem Abend habe ich mir dennoch nicht vermiesen lassen.

Party

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Donnerstag, März 23, 2006

Hier spricht Guantanamo

Daniel:
Die Veranstaltung fand in der Kulturkirche in Nippes statt. Konnte Daggi nur mühsam davon abhalten, ihren Kopf auf die Kirchenbank zu legen. Andere Zuhörer hatten damit bei ihren Partner weniger Erfolg. Harte Kirchenbänke, aber ein Veranstaltungsort mit viel Flair.

hart


Daggi:
In der Kulturkirche in Nippes las Roger Willemsen aus seinem Buch Hier spricht Guantánamo Auszüge der Interviews vor, die er mit ehemaligen Guantánamo-Häftlingen geführt hat. Im Gegensatz zu all den eher lustigen Lesungen, die wir bisher im Rahmen der Lit.Cologne besucht haben, war dies mit Abstand die ernsteste Lesung, die ich anschließend auch sehr ratlos und bedrückt verlassen habe. Obwohl man eigentlich fast täglich mit neuen Nachrichten über irgendwelche unvorstellbaren Gräueltaten aus der ganzen Welt konfrontiert wird, ist es dennoch kaum möglich, die Aussagen der Häftlinge zu verkraften. Besonders nachdenklich machte mich Willemsens Bemerkung, daß wir uns zur Zeit auf der einen Seite zwar sehr stark mit Vergangenheitsbewältigung beschäftigen und in absehbarer Zeit wahrscheinlich auch noch Hitlers Poesiealbum verfilmt wird, während sich zur gleichen Zeit direkt vor unseren Augen Bush das Recht herausnimmt, in diktatorischer Art und Weise über Recht und Unrecht zu bestimmen.

auch hart


Natürlich stelle ich mir die Frage, was ich als Einzelner eigentlich dagegen ausrichten kann. Aber vielleicht hilft es schon ein ganz klein wenig, das Buch zu kaufen und hier darüber zu berichten.

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Mittwoch, März 22, 2006

Im Schatten des zwölftsexiesten Mannes der Welt

Daniel:
Mal wieder Gloria, daher weitgehend analog zu Wollita, aber mit deutlich engerer Bestuhlung, was sich leider negativ auf die Bewertung auswirkt - allerdings ist Daggi dieses Mal nicht eingeschlafen.

bildbeschreibung

Daggi:
Mit viel britischem Humor lasen David Nicholls (englisch) und Frank Goosen (deutsch) aus Nicholls 2. Buch "The Understudy" vor, ein sehr kurzweiliger Abend mit hohem Unterhaltungswert.

Die Moderatorin, die durch die Lesung führte und Nicholls Antworten auf ihre Fragen immer ins deutsche übersetzte, hatte dabei einen eher undankbaren Job, da der Großteil des Publikums der englischen Sprache durchaus mächtig war und daher bei ihrer deutschen Übersetzung natürlich kein 2. Mal über Nicholls Witze lachte.

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Dienstag, März 21, 2006

Ich bin nicht Karl May

Daniel:
Die Veranstaltung fand am Tanzbrunnen statt. Polsterung und Lehne, aber sehr lange Stuhlreihen, so daß man jedesmal alle Nebensitzer aufscheuchen mußte, wollte man kurz aufstehen. Daggi mußte leider ein paar Anekdoten in der Zeitung nachlesen.

bequem


Daggi:
Götz Alsmann und Christian Brückner lasen Geschichten von und über Karl May. Roger Willemsen begleitete die Lesung mit Gedichten aus seinem neuen Buch, in dem er zu jedem Karl May Band ein Gedicht verfaßt hatte.

Obwohl ich schon das eine oder andere Mal gehört habe, daß Karl May ein ziemlicher Aufschneider gewesen sein muß, gab die Lesung durchaus noch einige nette Details preis und dabei der markanten Synchronstimme von Robert de Niro, Christian Brückner, zu lauschen ist natürlich etwas ganz anderes, als darüber im Internet oder in der Zeitung zu lesen. Die Lesung endete mit einem mehr oder weniger gemeinsam gesungenen Lied, das Götz Alsmann auf der Ukulele begleitete.

bildbeschreibung


Karl May Fans aufgepaßt, hier gibt es noch das passende Zubehör für Eure Sammlung.

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Montag, März 20, 2006

Robert Gernhardt über Geist und Geld

Daniel:

Die Lesung fand auf der MS Rheinenergie statt, wobei naturgemäß der Saal leicht schwankte. War nicht schlimm, hab mich auch gleich daran gewöhnt. Bequeme Stühle, ausreichend Beinfreiheit (trotz zahlreicher Einkaufstüten von Daggi). Daggi nur sehr kurz eingenickt.

war ok

Daggi:
Für mich gehört Gernhardt mittlerweile fast schon zum Pflichtprogramm der Lit.Cologne. Auch wenn seine Lesungen auf den ersten Blick sicher nicht zu den spektakulärsten Auftritten gehören, bin ich immer wieder aufs Neue fasziniert, wie brilliant Gernhardt mit der Sprache umgehen kann und scheinbar völlig mühelos mit ihr spielt. Besonders fiel mir das auf, als Gernhardt zum Schluß 'Wir Weltmeister' las, ein sogenanntes Akrostichon-Sonett, ähnlich einem in der Zeit veröffentlichten Gedicht König Fußball.

Buch

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Sonntag, März 19, 2006

Die 6. Lit.Cologne in Köln

Freitag vor einer Woche war es wieder soweit, die 6. Lit.Cologne fand in Köln statt und auch Daniel und ich hatten schon lange vorher wieder einen großen Stapel Karten gekauft. Nachfolgend unser Fazit zur Programmauswahl mit verteilten Rollen. Dabei hat sich Daniel zur Abwechslung mal einen anderen Ansatz für seine Beurteilung überlegt. Das sollte man auch nicht zu ernst nehmen...

bildbeschreibung


Wollita - vom Wollknäuel zum Superstar


Daniel:
Für das Gloriatheater mal eine lockere Bestuhlung, ausverkaufte Veranstaltung. Sitzkomfort befriedigend, es fehlten eine ordentliche Polsterung und Armlehnen. Dagmar ist dennoch immer wieder mal kurz eingenickt.


bildbeschreibung


Daggi:
Gelesen wurde natürlich auch und ich habe auch nur kleine Ausschnitte verschlafen.

Nachdem Bildzeitung und B.Z. vergeblich versucht haben, der unbekleideten nur mit Ringelsocken und einer blauen Herz-Unterhose bekleideten Häkelpuppe Wollita einen Skandal als Pornostar anzuhängen, nutzt Wollita die dadurch gewonnene Aufmerksamkeit geschickt für eine Karriere als Chansonsängerin aus. Die durchaus recht schräge Biografie der wollüstigen Wollpuppe wurde gelesen von Francoise Cactus mit herrlich französischem Akzent und Wolfgang Müller, der für meinen Geschmack nicht unbedingt hätte dabei sein müssen, allerdings auch nicht weiter störte.


bildbeschreibung


Im Anschluß an die Lesung stellte Wollita einige ihrer Songs vor, genauer gesagt spielten Stereo Total mit Wollita alias Francoise als Sängerin.

Mein Fazit: Trotz einiger kurzer Aussetzer meinerseits eine bizarre, aber durchaus vernügliche Veranstaltung, bei der mich insbesondere die Musik begeistert hat.

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Montag, März 21, 2005

Litcologne 2005 - meine Eindrücke

1. Es blühen die Neurosen mit Herbert Feuerstein

In einer etwas eigenartig Lokation, der Kantine der Central Krankenversicherung am Hansaring, moderierte Herbert Feuerstein diesen sehr kurzweiligen Abend und versah ihn mit seinen gewohnt bissig-ironischen Kommentaren. Die drei Vorleser Caroline Schreiber, Dominique Horwitz und Benno Primus lasen abwechselnd neurotische Texte von Neurotikern wie David Sedaris, Woody Allen, Franz Kafka etc., während Nessi Tausendschön, auf dem Klavier begleitet von Rolf Hammermüller, zwischen den Texten das Publikum mit ihrem eigenwilligen Gesang zum Lachen brachte.

Neurosen

2. Männer, die alles essen - Jeffrey Steingarten trifft Wolfram Siebeck

Bei dieser Lesung erfuhren Daniel und ich, daß auch Geschichten rund ums Essen durchaus lustig sein können. Die Moderatorin Tamara Trautner diskutierte mit den beiden Gourmets Steingarten und Siebeck über Literatur und Essen. Zwischendurch wurden von Heinrich Baumgartner immer wieder Texte aus Steingartens Buch Man who ate everything und Kolumnen von Siebeck (Siebeck isst im Bundestag, Artikel aus seiner Zeit-Kolummne) vorgelesen.

Während Siebeck eher bissig und amüsant schreibt, waren die gelesenen Auszüge aus Steingartens Buch, z. B. über das Wagyu-Rind nicht nur lustig, sondern auch lehrreich.

Uns lockte allerdings nicht nur die durchaus hörenswerte Lesung, sondern auch die Aussicht auf ein feines Essen: Vor der Lesung wurden im Rahmen eines Buffets allerhand asiatische Leckereien angeboten. Mein persönlicher Favorit war das Rinderfilet auf Szechuan-Pfeffer, da ich noch selten so gutes Fleisch gegessen habe. Direkt im Anschluß an die Lesung gab es noch ein Dessertbuffet, das mit Leckereien wie Tiramisu und Crème brulée auch nicht zu verachten war.

Hyatt

3. Götz Alsmann liest Drei Mann in einem Boot auf dem Rhein

Bei einer Schifffahrt auf dem Rhein mit der MS Rheinenergie las Götz Alsmann auf brilliante Art und Weise aus dem immerhin schon über 100 Jahre alten Roman 3 Männer in einem Boot von Jerome K. Jerome vor und zwar mit soviel Begeisterung und Enthusiasmus, daß auch der Vorleser selbst immer wieder mal vor Lachen ins Stocken geriet.

Ach, und übrigens: Die Lesung war die Premiere der Veröffentlichung des von Alsmann gesprochenen Hörbuchs (5 Audio-CDs). Außerdem hat das Buch nichts mit dem ebenfalls sehr bekannten Film Drei Mann in einem Boot zu tun.

Boot



Ich würde sagen, unsere Auswahl der diesjährigen Lit.Cologne war mal wieder sehr gelungen. Das nächste Jahr wird aber noch besser, denn da soll die Lit.Cologne an neun Tagen stattfinden.

Auf dem Weg zum Veranstaltungsort haben wir zufällig noch das Weltjugendtagskreuz gesehen, das an diesem Tag in Köln angekommen ist.

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Samstag, März 19, 2005

Litcologne, Part IV

2 kurze Anmerkungen zur Litcologne, Daggi wird ja sicher ausführlicher berichten:

Passend zum gestrigen Litcologne-Donaldisten-Kongress-Eintrag findet man bei ITW die Richtigstellung, der offizielle Donaldisten-Kongress findet am 16. April in Aachen statt.

Da Daggi öfters ein kleines Aufmerksamkeitsdefizit bei den Lesungen hat *hüstel* (wenigstens ohne zu Schnarchen), habe ich etwas für sie gefunden:
den Caffeine Calculator, "der fuer eine ganze Reihe dieser Lebensmittel erlaubt, zu berechnen, wieviel Koffein sie enthalten." (via abseits.de) - praktisch, da kann man sehen, dass z.B. Mountain Dew (mein bevorzugtes Getränk in New York) mehr Koffein als Cola hat.

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Litcologne - der Samstag

Heute geht es zur Litcologne zu Götz Alsmanns Lesung: "Drei Mann in einem Boot". Der Titel stimmt fast, werden eher 3-500 Mann/Frauen in einem Boot sein - die Lesung ist auf dem Rhein, auf der MS RheinEnergie.

Ich hoffe nur, dass wir nicht soviel Hochwasser haben wie dieser Kapitän in Demopolis, ich würde gerne ganz normal unter der Hohenzollernbrücke durchfahren.

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Freitag, März 18, 2005

Litcologne

Ein (Medien)-Highlight der Litcologne ist/war der Donaldisten-Kongress. Diese Veranstaltung haben wir nicht besucht, wir haben uns auf 3 Tage/Veranstaltungen beschränkt (Daggi wird sicher noch ein paar Worte dazu bloggen).

Eventuell wird das aber bei der Entzeit nachgestellt :-)

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Sonntag, Februar 06, 2005

Litcologne

Auch dieses Jahr findet wieder die Litcologne in Köln statt, inzwischen schon im 5. Jahr.

Wir haben uns für folgendes Programm entschieden:
Am Donnerstag wollten wir eigentlich zu Robert Gernhardt gehen, haben uns dann aber kurzfristig für Herbert Feuerstein und seine Neurosen entschieden.

Freitags weden wir uns dann im Hyatt (hoffentlich) nicht nur an dem Löffelmenu erfreuen, während Siebeck und Steingarten über gutes Essen diskutieren.

Das ganze wird von der Bootstour am Samstag gekrönt: Götz Alsmann liest aus "3 Mann in einem Boot" und musiziert auf einem Kleininstrument, während wir auf dem Rhein schippern.

Die Vorstellung ist ausverkauft, es gibt aber noch Karten für eine Zusatzvorstellung um 23 Uhr!

Letztes Jahr hat mir Robert Gernhardt am Besten gefallen, als er im Krankenhaus seine K-Gedichte gelesen hat. Nach all den nachdenklich machenden aber doch lustigen Gedichten, welche seine Erkrankung betrafen blieb uns doch ein K-Gedicht lange im Gedächtnis, das Käsegedicht:
"Liebste, reich die Käsereibe,/auf dass ich den Käse reibe...(mehr bei der Lyrikwelt)"

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Samstag, März 20, 2004

Leider schon wieder vorbei....

Ein letztes Mal LitCologne dieses Jahr: Axel Hacke präsentierte sein Buch Deutschlandalbum in der Königin-Luise-Schule, schöne Geschichten über Deutschland bzw. das, was uns Deutsche ausmacht, zum Teil besinnlich, zum Teil zum Schmunzeln. Bei der anschließenden Fragerunde amüsierte er uns mit seinen schlagfertigen Antworten.

Unser Resumé: Die LitCologne bot auch dieses Jahr einem breiten Publikum ein ausgesprochen vielseitiges und anspruchsvolles Programm. Nächstes Jahr sind wir auf jeden Fall wieder dabei.

Morgen dagegen werden wir uns erst einmal den noch verbliebenen Baustellen in unserer Wohnung widmen.

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Freitag, März 19, 2004

Litcologne - eine Kurzfassung:

Wie Daniel schon geschrieben hat, waren wir Mittwoch bei Dominique A. (in dem Zusammenhang möchte ich unbedingt noch einmal auf meine CD-Tipps hinweisen), sehr angenehme Musik, französische Chansons, brilliante Stimme, nur ein paar Lieder waren für meinen Geschmack etwas zu rockig. Interessant fand ich vor allem die Technik, wie er Gesang, Instrument und Computer miteinander kombinierte. Störend fand ich lediglich die zwei Frauen vor uns, die sich offensichtlich schon länger nicht mehr gesehen hatten und während des Konzerts den neuesten Klatsch und Tratsch austauschen mußten. Wären sie doch besser in ein Café gegangen.

Am Donnerstag fand im Limelight eine gemeinsame Lesung von Nick Hornby und Julie Orringer statt. Während der Moderator - Charlotte Roche fiel krankheitsbedingt leider aus - denkbar schlecht war und eher wie ein spießiger Schulmeister wirkte, gefiel mir die Lesung von Julie Orringer (besonders ihre sehr angenehme Stimme), die aus ihrem Debütroman How to Breathe Underwater eine spannende, aber auch sehr beklemmende Geschichte über zwei Geschwister las, ausgesprochen gut. Und Nick Hornby? Tja, muß wohl sehr gut gewesen sein. Leider konnte ich das nur noch dem lauten Beifall entnehmen, der mich am Ende seiner Lesung aus dem Schlaf riß. Das soll aber nun nicht heißen, daß mir seine Geschichte Otherwise Pandemonium (bisher nur in einer amerikanischen Literaturzeitschrift veröffentlicht) nicht gefallen hätte, keineswegs, sondern daß ich aufgrund unseres Umzugs immer noch an akutem Schlaf- und Energiemangel leide. Sehr schade, daß ausgerechnet diese Lesung darunter leiden mußte.

Heute war nun in der Universitätsklinik eine sehr kurzweilige Lesung von Robert Gernhardt angesagt. In der Bahn schmökerte ich kurz in seinen Prosamen. Schon auf der 2. Seite kamen mir die Tränen vor Lachen, so daß ich das Buch schnell wieder zuklappte. Die Leute um mich herum fingen ja schon an, irritiert zu kucken.

Nach der Lesung konnte man sich beim Meister selber seine mitgebrachten Bücher signieren lassen. Tobi, der alte Schwabe, hatte uns leider nur die Reclamfassung der Prosamen geschenkt (ja genau, die kleinen gelben Bücher, die wir früher immer in der Schule lesen mußten). Leider hinderte das Daniel nicht daran, mich gegen meinen Willen mitten in die Schlange der Wartenden zu schieben. Lieber hätte ich mich dort mit einer leinengebundenen Fassung mit Lederrücken angestellt. Immerhin besitze ich nun ein von Robert Gernhardt persönlich signiertes Reclamheft, mal ehrlich, wer hat sowas noch im Bücherregal stehen?

Morgen abend lauschen wir noch Axel Hacke und danach ist für uns die diesjährige Litcologne leider wieder vorbei. Danach geht es weiter mit Anekdoten zu unserem Umzug.

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