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Daggis Leben - Notizen aus der Vorstadt

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Samstag, November 10, 2007

Kampf der Sonnendecks

Wer viel arbeitet, braucht auch viel Erholung. Daher gibt es nun einen (nicht ernst gemeinten) Wettbewerb unserer "Refugien" und deren Sonnendecks.

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Während wir den diesjährigen Sommer vor einer Woche im Piemont bei Stefan und Carina verabschiedet haben und dort nochmal ausgiebig Sonne tanken konnten, haben wir (dank Angebot von Condor) uns heute kurzfristig entschieden, auch unseren zweiten "Wohlfühlort" (Daggis erster Eindruck war Paradies) noch einmal zu besuchen und einen Flug nach Goa in die Villa Rivercat gebucht. So haben wir den direkten Vergleich. Das hat auch noch zwei positive Nebeneffekte: Wir fliehen vor dem Nieselwetter und vor dem Kölner Karneval in die Sonne.

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Jetzt muss der Februar nur noch kommen....

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Mittwoch, Mai 23, 2007

Indienbilder und Zooomr

Auf die Schnelle:
Leider gehen derzeit die Bilder bei Zoomr in den Indienberichten nicht. Ich hoffe aber immer noch, dass selbst nach der Umstellung dort die Links noch gültig sind.

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Montag, April 09, 2007

Vom Paradies ins Chaos
Dienstag, 19. Dezember 2006

Da wir heute vor dem Abflug nach Mumbai noch einen Abstecher nach Panjim machen wollten, hieß das morgens früh aufstehen. Nach einem kurzen Frühstück nochmal schnell den verspielten Hund gestreichelt, die letzten Sachen gepackt und ab ging es mit dem Taxi nach Panjim. Der Fahrer war recht redselig und fuhr extra unseretwegen eine Strecke durchs Hinterland, statt über den Highway, so dass wir noch ein wenig von Goa zu sehen bekamen. Der Abschied fiel mir wirklich schwer, hier wäre ich gerne noch länger geblieben.

In Panjim versuchten wir uns an einem kleinen 1-stündigen Stadtrundgang aus unserem Reiseführer, aber die Beschreibung war so schlecht, dass wir nach der Kirche und dem portugiesischen Viertel völlig die Orientierung verloren. Den Marutitempel konnten wir leider nicht mehr finden. Aber das was ich bis dahin vom portugiesischen Viertel gesehen hatte, gefiel mir wirklich gut, insbesondere die vielen kleinen Häuser im portugiesischen Stil, die zum Teil auch noch sehr gut erhalten waren.

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Anschließend bummelt wir noch kurz die 18. Straße entlang, gewissermaßen die Haupteinkaufsstraße von Panjim, aber mir war viel zu heiß und es nervte mich unheimlich, dass ständig jemand an mir herumzog und mir immer wieder Händler irgendwelche dämlichen Trommeln oder sonstigen Kram vor die Nase hielten , den ich weder brauchte noch haben wollte. So kauften wir nur noch ein paar Cashewnüsse und ein kleines Tuk Tuk für meinen autobegeisterten Neffen und anschließend machten wir uns auf den Weg zum Flughafen.

Das Einchecken mit allem Drum und Dran dauerte diesmal tatsächlich nicht länger als eine Viertelstunde, das war Rekord! Dann flog der Flieger auch noch 10 Minuten früher los ? waren wir wirklich in Indien? Ohne irgendwelche Zwischefälle kamen wir in Mumbai an und nahmen uns am Flughafen ein Taxi zum Hotel. Die Taxifahrt war eine meiner schlimmeren Autofahrten: Die Stadt war völlig verstopft und es war viel zu heiß, da wir dachten, wir bräuchten kein Auto mit Klimaanlage, was leider ein Trugschluß war. Unterwegs sahen wir viele Kinder auf den Straßen, die Bücher, Zeitschriften und anderen Kram durchs Autofenster verkaufen wollten. Schon aus diesem Grund empfiehlt es sich, ein Taxi mit Klimaanlage zu wählen. Da bleiben die Fenster nämlich zu und man hat während der Fahrt seine Ruhe.

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Nach der ca. 1,5 stündigen Autofahrt war ich völlig fertig vor lauter Hitze. Unser Hotelzimmer war noch nicht fertig, so dass wir noch einen kleinen Stadtbummel durch Mumbai unternahmen. Ständig wurden wir von Händlern oder bettelnden Frauen angesprochen, die uns zum Teil auch anfaßten oder uns an den Händen oder Ärmeln zogen. Das hasse ich ja wie die Pest, aber hier schien das normal zu sein. Wir wohnten am Colaba Causeway, einer ziemlich chaotischen Einkaufsstraße, überall fuhren Autos kreuz und quer, Bettler waren unterwegs, Straßenhändler an jeder Ecke und alle versuchten sie, mit den Touristen ihr Geld zu machen.

Nach wenigen Minuten zu Fuß standen wir vor dem Gateway of India, einem wirklich imposanten Gemäuer, von dem man einen schönen Blick aufs Meer hat. Direkt daneben liegt das Taj, ein sehr schönes Luxushotel. Ich fragte mich, ob mir Mumbai gefiel und ob ich mir vorstellen könnte in dieser Stadt zu wohnen. Die vielen Leute gingen mir schon nach ein paar Stunden auf die Nerven.

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Im Bookstore des Taj kauften wir noch ein paar sehr günstige indische Zeitschriften. Besonders freute ich mich über die kostenlosen Toiletten, die man auch benutzen konnte, ohne Gast des Hauses zu sein. Diesen Service lernte ich in Mumbai sehr schnell zu schätzen.

Abends wollten wir ins Trishna zum Essen, einem Restaurant, das in Mumbai für seine gute Fischküche bekannt war. Als wir das Hotel verließen, kam ein Junge direkt auf uns zugestürmt und bot uns seine Hilfe bei der Suche nach einem Taxi an. Da direkt vor uns eines der schwarzen Taxis stand, sahen wir zunächst wenig Nutzen in seiner Hilfe. Allerdings sprach der Taxifahrer kein Wort englisch, so dass der Junge immerhin unser gewünschtes Ziel übersetzen konnte. Noch bevor wir überhaupt auf die Idee kamen, ihm dafür ein Trinkgeld zu geben, streckte der Junge schon erwartungsvoll die Hand aus. Der Taxifahrer war nicht nur des Englischen nicht mächtig, er kannte auch das Restaurant Trishna nicht, so dass er eine vorbeilaufende Passantin nach dem Weg fragen musste. Der war das Trishna sehr wohl bekannt und bereitwillig erklärte sie dem Taxifahrer den Weg. Leider hatte dieser die Beschreibung aber nach zwei Straßenkreuzungen schon wieder vergessen und musste erneut fragen. Das ging insgesamt viermal so. Das Restaurant schien in Mumbai wirklich nicht unbekannt zu sein, denn jeder wusste sofort, wo es ist. Eine Passantin machte uns sofort darauf aufmerksam, dass es im Trishna sehr guten Fisch und tolle Meeresfrüche gäbe und wünschte uns einen schönen Abend. Jeder wußte, wohin wir wollten, nur unser Taxifahrer hatte keinen Plan. Zu Beginn der Fahrt dachten wir noch, wie clever es war, einen Festpreis von 100 Rupien mit dem Taxifahrer auszumachen. Zwei Euro schienen uns sehr günstig. Erst als wir auf dem umwegfreien Rückweg mit einem anderen Taxifahrer nur 50 Rupien bezahlen mussten (was wahrscheinlich auch noch Touristenpreis war), wurde uns klar, dass dieser unfähige Taxifahrer auf dem Hinweg auch noch ein richtiges Schnäppchen mit uns gemacht hatte.

Aber egal, das Essen im Trishna war wirklich exzellent und die Portionen so üppig, dass drei Leute davon satt geworden wären, wir konnten unmöglich alles aufessen. Zunächst dachte ich noch, dass es wirklich überflüssig war zu reservieren. Bei unserer Ankunft war das Restaurant völlig leer, wir fast die einzigen Gäste und auf jeden anwesenden Gast kamen ca. drei Kellner. Aber so gegen 20.00 Uhr wurde das Restaurant auf einen Schlag rappelvoll, da waren wir doch sehr froh über unsere Reservierung.

Einige Fotos sind verlinkt, weitere Fotos zu diesem Tag gibt es bei Zooomr (auf den folgenden Seite weitere, ein Klick dort auf die Fotos vergrössert diese).

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Mittwoch, April 04, 2007

Ein fauler Tag im Siolim House
Montag, 18. Dezember 2006

Wirklich geglaubt hatte ich es vorher ja nicht, aber das Siolim House* bietet seinen Gästen tatsächlich kostenlosen Internetzugang. Und nicht nur ein schlappes Modem, sondern Breitbandinternet, so dass wir erst einmal ausgiebig mailen konnten. Ansonsten hatten wir diesen letzten Tag in Goa als Relaxtag geplant, den wir daher in erster Linie lesend am Pool verbrachten.

Vor unserer Reise nach Indien hatte ich sehr häufig den Hinweis erhalten, wir sollten bloß gut auf uns aufpassen, Indien sei gefährlich, dort gibt es wilde Tiere, exotische Krankheiten, keine Hygiene und alle hofften, dass wir wieder gesund nach Hause kommen. Nun gut, bisher hatte ich nicht das Gefühl, mir hätte auf unserer Rundreise wirklich etwas Schlimmes passieren können. Selbst der Blutegel im Treehouse war ja mehr eklig als gefährlich gewesen.

Als ich mich nun ganz gemütlich im Garten des Siolim House auf meinen Liegestuhl setzen, diesen aber vorher noch ein Stück weiter nach vorne in die Sonne schieben wollte, klemmte ich mir dabei so heftig die linke Hand ein, dass sie sich in wenigen Sekunden dunkelrot verfärbte und scheußlich wehtat. Das hätte mir in der Tat zuhause genauso passieren können.

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Aber davon mal abgesehen hatten wir einen sehr entspannten Tag am Pool, sonnten uns, lasen oder schwammen ab und zu ein paar Runden durch das kühle Wasser. Daniel vertrieb sich eine Weile die Zeit damit, den quirligen Haushund unermüdlich mit dem Ball quer durch den großen Garten zu jagen. Irgendwann war der Hund so platt, dass er sich kommentarlos zur Abkühlung in den Pool stürzte. Die Selbstverständlichkeit, mit der er das tat, sagte mir, dass das nicht sein erstes Mal gewesen war...

Abendessen gab es für uns an diesem Tag im Siolim. Dafür wurden für die anwesenden Gäste schön gedeckte Tische im Garten neben dem beleuchteten Pool aufgestellt und in dieser angenehmen Atmosphäre schmeckte uns das 3-Gänge-Menü gleich nochmal so gut.

Einige Fotos sind verlinkt, weitere Fotos zu diesem Tag gibt es bei Zooomr (ein Klick dort auf die Fotos vergrössert diese).
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* Die Inder sagen übrigens Schiolim House, wobei man das erste i fast nicht hören kann.

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Montag, April 02, 2007

Abschied von der Villa, aber noch nicht von Goa
Sonntag, 17. Dezember 2006

Heute hieß es Abschied nehmen von Rinoo und der Villa Rivercat, aber bevor wir endgültig abfuhren, wollten wir noch einmal auf der Terrasse lunchen, da es wieder Garnelen gab. Bis zum Essen lagen wir faul auf der Terrasse, während uns Rinoo noch so einiges erzählte, auch von seiner Zeit in Finnland, von seiner Firma, seiner Tochter und dass er selber 'moody and lazy' sei. Man kann also trotzdem zu Geld kommen :-)



Nach dem Essen fuhren wir mit dem Taxi nach Siolim zum Siolim House, einem liebevoll restaurierten Hotel im alten portugiesischen Stil. Unser Zimmer war ein Traum, wunderschön und sehr groß mit einem tollen Bad, in dem 6 Treppenstufen zur Toilette hinaufführten wie zu einem Thron. Gegessen wurde immer draußen im grünen Innenhof, daneben befand sich ein Swimmingpool und zwei große Hunde gab es ebenfalls. Alles war ganz anders als bei Rinoo, aber uns gefiel es auch hier wirklich ausgezeichnet.



Nachmittags unternahmen wir einen kurzen Ausflug nach Alt Goa. Daniel war im Vorjahr schon mal dort gewesen und wollte mir die Stadt bzw. ihre Sehenswürdigkeiten zeigen.

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Alt Goa war beeindruckend, der gesamte Kirchenkomplex gehört zum Weltkulturerbe. Die alten, sehr gut erhaltenen portugiesischen Kirchen muteten mit ihrem Prunk und Protz zwischen all den Palmen und dem Dschungel drumherum sehr seltsam an. So bot uns Alt Goa ein völlig anderes Bild als wir es bisher von Indien bekommen hatten.

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An allen Ecken konnten wir erkennen, was der Monsun den Sommer über mit den Gebäuden anrichtet. Die Beschriftung vor den Kirchen waren bei Daniel Besuch im Vorjahr alle noch gut lesbar gewesen, während man jetzt nur noch Rudimente erkennen konnte. Diese wurden nun in akribischer Handarbeit wieder neu aufgemalt. Auch Rinoo hatte uns erzählt, dass er sein Haus jedes Jahr aufs Neue streichen muß.

Eigentlich wollten wir anschließend noch einen Abstecher nach Panjim unternehmen, hatten dabei aber vergessen, dass ja Sonntag war und die Geschäfte nicht offen hatten. Der Taxifahrer machte uns netterweise rechtzeitig darauf aufmerksam und so vertagten wir den Ausflug nach Panjim auf unseren Abflugtag nach Mumbai.

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Nun brauchten wir aber einen neuen Plan fürs Abendessen. Uns fiel wieder ein, was Rinoo zu Daniel gesagt hatte: 'Show your darling the Nilaya House' und genau das tat Daniel dann auch. Übernachten kann man im Nilaya als Normalverdiener leider wirklich nicht, die Zimmer kosten ca. 400 $ pro Nacht, aber ein Pineapple Juice und ein Abendessen bei schönem Sonnenuntergang war drin, also beschlossen wir, den Abend im Nilaya zu essen. Ein Taxi brachte uns den Berg hinauf zu diesem außergewöhnlichen Hotel mit seiner grandiosen Aussicht auf die Stadt und das Meer. Daniel hatte letztes Jahr schon einen Nachmittag hier verbracht. Diesmal kamen wir gerade noch rechtzeitig an, um einen wunderschönen Sonnenuntergang von oben zu betrachten. Die Atmosphäre war atemberaubend: Man hörte nur leise die Geräusche der Stadt, alles schien ganz weit weg zu sein, in der Ferne leuchtete das Meer, auf dem noch ein paar große Schiffe unterwegs waren und währenddessen ging am Horizont langsam die glutrote Sonne unter. Postkartenkitsch, aber trotzdem wunderschön. Ich freute mich schon unheimlich auf das Abendessen, zumal der Kellner bereits die Gänge angekündigt hatte: Blue Cheese Tortellini, Prawns with Couscous und icecream with strawberries. Obwohl ich das indische Essen wirklich jeden Tag genossen hatte und wirklich nur einmal etwas serviert bekam, was mir nur mäßig schmeckte, bin ich einfach ein absoluter Pastafan und freute mich daher nach der langen Abstinenz ganz besonders über die Tortellini. Das Essen war sehr, sehr lecker und mir gefiel dieses schöne Hotel ausgesprochen gut. Es war keineswegs protzig, sondern alles sehr geschmackvoll und ich konnte mir gut vorstellen, dass man hier mit dem nötigen Kleingeld ein paar erholsame Tage verbringen kann. Die Bungalows der Gäste waren gar nicht zu sehen, sondern völlig im Dschungel versteckt. Auch hier gab es Tiere, die sich aber ganz anders verhielten als Rinoos Zoo. Die Katze bettelte zwar auch, aber auf eine sehr vornehme, zurückhaltende Art und die beiden Rottweiler waren definitiv nicht zum Streicheln aufgelegt. Zum Essen hatte ich einen Rotwein, den ich zunächst geschmacklich überhaupt nicht einordnen konnte. Er schmeckte völlig anders als jeder Rotwein, den ich bisher getrunken hatte, deutlich herber und überhaupt nicht beerig. Auf meine Frage, was für ein Wein das sei, antwortete der Kellner nur 'Goawine'.

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Sonntag, April 01, 2007

Die Villa Rivercat

Normalerweise ist es Daggis Aufgabe, Reiseberichte zu bloggen - dieser Beitrag wurde mir überlassen/aufgetragen - obwohl ich schon einen Bericht über die Villa gebloggt habe. De facto soll nun eine ultimative Lobhudelei auf die Villa Rivercat kommen, einer von 2 Plätzen (neben der Cascina Grassi im Piemont), wo wir uns sofort "heimisch" fühlten.



Leckeres Essen, ein entspanter Gastgeber und vor allem ein sehr schönes, preiswertes, günstiges (!= billiges) Hotel in einer (noch nicht) überlaufenen Gegend Goas.

DSCF3152


Die Zimmer sind wie das ganze Haus wirklich geschmackvoll eingerichtet, das Essen imer lecker und frisch, mit tollen Rückzugs/Sitzmöglichkeiten im Garten, einer schönen Veranda und der Strand ist auch sehr nah.




Bitte vergesst den obigen Text. Der hat doch nur zur Folge, dass das Hotel überlaufen wird und wir da keinen Platz mehr bekommen, sollten wir nochmals nach Goa wollen. Also, sucht euch lieber eine Hütte am Strand, ohne Strom und mit Kakerlaken :-)

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Samstag, März 31, 2007

Mit dem Scooter durch Goa
Samstag, 16. Dezember 2006

Für den heutigen Tag hatte uns Rinoo einen Scooter organisiert, damit wir noch etwas vom Hinterland von Goa sehen konnten. Meine letzte Fahrt mit einem Scooter war in der Tat schon 16 Jahre her, ich hatte auch nicht unbedingt viel Übung im Fahren und schon gar nicht mit zusätzlichem Ballast in Form von Daniel hinter mir.



Aber immerhin war es ein Scooter mit Automatikschaltung, dass machte die Sache etwas einfacher. Trotzdem bewegten wir uns anfangs kaum schneller als ein Fußgänger, aber mit der Zeit bekam ich etwas mehr Übung und dann klappte es auch super. Es war ein Heidenspaß so querfeldein durch Goa zu fahren, völlig fernab von den Touristenzentren. Wir wollten zuerst nach Fort Terakol und anschließend zum Paradise Beach, Rinoo hatte uns die Strecke genau erklärt. Irgendwann trafen wir auf dem Weg dorthin überhaupt keine anderen Touristen mehr, sondern nur noch die einheimische Bevölkerung. Viele Leute, an denen wir vorbeifuhren, riefen hello und winkten uns zu, insbesondere die Kinder. Manche von ihnen liefen sogar ein Stückchen mit uns mit, riefen uns hinterher und lachten, wenn wir sie letztendlich doch abhängten. Es war ein völlig anderes Gefühl, hier auf diesen Straßen mit dem Scooter zu fahren als mit dem Auto.

Trotz Rinoos Wegbeschreibung mußten wir unterwegs öfter nach dem Weg fragen, was aber kein Problem war. Die meisten Inder verstanden uns und zeigten uns direkt die Richtung, in die wir fahren sollten. Nur Frauen ließen sich nicht ansprechen, sondern gingen einfach weiter. Ich fragte mich, ob sie uns nicht verstanden oder ob es ihnen unangenehm war, von Fremden angesprochen zu werden. Vielleicht gehörte es sich auch einfach nicht, daher hielten wir uns lieber wieder an die männliche Bevölkerung.

Das Hinterland von Goa ist wirklich bezaubernd und sieht ganz anders aus als alles, was wir bisher gesehen hatten. Die Landschaft ist sehr urtümlich, man sieht viele winzige Hütten und dazwischen immer wieder Seen und ab und zu im Vergleich zu Kerala sehr kleine Reisfelder. Manche Straßen waren in einem unglaublich schlechten Zustand, nicht nur unaspaltiert, sondern auch mit riesigen Schlaglöchern versehen. Hier war das Fahren mit dem Scooter wirklich kein Spaß und mit meinen Kontaktlinsen machte mir auch der Staub sehr zu schaffen. Aber die meiste Zeit empfand ich das Fahren unheimlich unbeschwert, was sicher auch daran lag, dass wir weder Helm noch Schutzkleidung trugen und es für uns auch keine wirklich erkennbaren Verkehrsregeln gab. Kein Vergleich zum Fahren in Deutschland.



Mit der Fähre setzten wir nach Fort Terekol über. Fort Terekol liegt ganz oben auf einem Berg, von dem man eine grandiose Aussicht auf das Meer hat. In dem Fort befindet sich auch ein schönes Hotel und laut Rinoo servieren sie dort tollen Icetea. Den haben wir allerdings nicht ausprobiert, wir wollten lieber zum Paradise Beach weiterfahren.

Nach mehrmaligem Nachfragen kamen wir auch endlich dort an, fast hatten wir schon nicht mehr damit gerechnet, den Strand wirklich zu finden. Im Nachhinein stellten wir fest, dass wir schon viel früher zum Meer hätten abbiegen können - offensichtlich hatten wir die Wegbeschreibungen der Inder nicht immer richtig verstanden. Der Strand ist unheimlich lang und völlig touristenfrei. Insgesamt war kaum eine Menschenseele an diesem Strand unterwegs, lediglich in der Ferne sahen wir ein paar Inderinnen mit ihren Kindern. Ich musste unwillkürlich an Maspalamos auf Gran Canaria denken. Was für ein Unterschied.

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Nachdem wir eine Weile die Ruhe und Einsamkeit am Paradise Beach genossen hatten, ging es weiter. Richtig viel Benzin hatten wir nicht im Tank und auch wenn Rinoo gesagt hatte, dass uns zwei Liter locker für den ganzen Tag ausreichen, war uns doch nicht ganz wohl, mit fast leerem Tank durch so weitab gelegene Gegenden zu fahren. So machten wir uns auf die Suche nach einer Tankstelle. Irgendwie mussten ja auch die ganzen anderen Motorräder, Scooter und Tuk Tuks an Benzin kommen. Eine Tankstelle konnten wir allerdings nirgendwo entdecken. Ein Mann, den wir daraufhin ansprachen, erklärte uns, dass der eine oder andere Laden in dem Dorf um die Ecke Benzin verkaufen würde. Also fragten wir uns durch und fuhren dabei mit unserem Scooter mitten durch die engen, mit Fußgängern, Tuk Tuks und anderen Zweirädern vollgestopften Straßen. Es war schon ein ungewöhnliches Gefühl, hier mitten durch zu fahren, aber alle Leute, mit denen wir sprachen, waren ausnahmslos freundlich und hilfsbereit. Schließlich hatten wir uns bis zu besagtem Laden durchgefragt, erkannt hätten wir ihn nicht, denn er sah nicht annähernd wie eine Tankstelle aus, genau gesagt noch nicht einmal wie ein Geschäft, in dem man überhaupt etwas einkaufen kann. Aber dort bekamen wir einen Liter Benzin aus einer Plastikflasche, der Inhalt sah aus wie Lipton Icetea, den uns der Verkäufer in den Tank füllte, 50 Rupien dafür und schon konnten wir weiterfahren, wieder zurück ins Hotel.

Anschließend wollten wir mit der Fähre wieder auf die andere Seite des Flusses übersetzen. Teilweise trafen wir an der Anlegestelle wieder die gleichen Leute wie auf der Hinfahrt. Schon auf der Hinfahrt war mir ein Scooterfahrer aufgefallen, der neben seinem Beifahrer noch zwei Hunde dabei hatte. Wie sich die Hunde dabei auf dem Scooter hielten, war mir ein Rätsel. Aber als wenn das noch nicht genug wäre, transportierte er auf dem Rückweg noch zwei zusammengebundene Schweine auf dem Trittbrett. Dieser Aufzug verursachte allerdings einigen Aufruhr bei den zahlreichen Hunden, die an der Fähranlegestelle herumstreunten. Mit wütendem Gebell rannten sie den Hang hinauf, um dort den Scooterfahrer abzufangen und ihm mit anhaltend wütendem Gebell hinterherzujagen.

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Wieder in der Villa angekommen, entschieden wir uns nach einer kurzen Pause, die Fahrt mit dem Scooter noch eine Weile fortzusetzen und unser Mittagessen im Restaurant La Plage einzunehmen. Rinoo hatte uns dieses französische Fischrestaurant mehrmals ans Herz gelegt und in der Tat war das Essen auch sehr gut. In zwei Wochen in Indien hatte ich bereits soviel Fisch gegessen wie in all den letzten Jahren nicht. Aber langsam gewöhnte ich mich daran, denn der Fisch war immer frisch und sehr lecker.

Nach einer kurzen Lesepause im Hotel packten wir schweren Herzens unsere Sachen zusammen. Abends wollten wir uns Ingos Nightmarket ansehen, der mich allerdings nicht sehr beeindruckt hat: Sehr viel touristischer Nepp mit deutlich überhöhten Preisen und sehr aufdringlichen Händlern.

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Am Eingang bot einer der Händler Daniel ein Holzsspiel an, das Daniel aber nicht brauchte. Nach mehrmaligem erfolglosen Anbieten hatte das auch der Händler verstanden und schwenkte daher kommentarlos auf seine Briefmarkensammlung um. Aber auch dafür zeigte Daniel kein Interesse, so dass der Händler letztendlich noch ein kleines Kamasutra hervorzog.

Diese Verkaufsstrategie hat mich schon fast wieder amüsiert.

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Mittwoch, März 21, 2007

Neue Gäste in der Villa Rivercat
Freitag, 15. Dezember 2006

Obwohl ich eigentlich kein Frühaufsteher bin, fand ich es immer ausgesprochen schön, von den ersten Sonnenstrahlen geweckt zu werden, die schon früh morgens durch die Fenster fielen.

Nach einem kurzen Strandspaziergang und einem kleinen Frühstück gingen wir zum Einkaufen in 'die Stadt' mit anschließendem Besuch des winzigen Internetcafés. Dort lernte ich DSL mal wieder ganz neu zu schätzen: Ist das Surfen im Internet sowieso schon ausgesprochen mühsam und zeitaufwändig, wenn insgesamt vier Rechner an einem Modem hängen, wurde die Geschwindigkeit nochmal drastisch gedrosselt durch einen döseligen Touristen, der unbedingt eine 5 MB-Datei herunterladen mußte, während noch zwei weitere Rechner belegt waren.

Einmal Mailabrufen und Mailschreiben dauerte so ganze 50 Minuten, aber immerhin konnten wir noch ein paar Mumbaitipps ausdrucken, die mir ein indischer Kollege zugeschickt hatte. Der angeschlossene Drucker erweckte zwar zunächst nicht unbedingt den Anschein, als wenn er zwei Seiten am Stück drucken könnte, aber schließlich klappte es doch.

Danach hielten wir wieder Siesta im Garten, die aber plötzlich durch penetrantes Fiepen gestört wurde. Während wir uns noch über die Herkunft dieses Fiepsens wunderten, tauchten neben uns auf einmal zwei winzige schwarze Hundeköpfe auf. Nach einigem Hin und Her hatten es die beiden Welpen auch geschafft, über eine niedrige Stelle des Gartenzauns zu klettern und begannen sofort, fröhlich durch den Garten zu tollen und alles in Beschlag zu nehmen.


Rinoo meinte, dass sicher jemand diese Welpen absichtlich direkt neben seinem Garten ausgesetzt hätte, da bekannt sei, dass es Tieren bei ihm gut geht. Auf unsere Frage, was denn nun mit den Welpen passieren würde, meinte er nur schlicht:
'Well, we`ll keep them.'
Als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt. Und Mary war schon mit Futterschälchen und Flohpulver unterwegs.


Am Abend kam noch ein Bekannter von Rinoo aus Dänemark mit seinem kleinen Sohn vorbei, der gerade eine 1 ½-jährige Weltreise mit seiner vierköpfigen Familie (Frau und 6-jährige Tochter) machte. Das fand ich schon sehr beeindruckend, meines Erachtens gehört dazu viel Mut. Aber insbesondere für die Kinder finde ich es eine großartige Erfahrung und fremde Nationen sind für sie damit nicht mehr fremd. Es war interessant, sich mit ihm zu unterhalten und der Abend war sehr kurzweilig, lediglich immer wieder mal von einem Powercut unterbrochen, so dass wir schließlich ganz gemütlich bei Kerzenlicht auf der Terrasse saßen und plauderten.

Von Rinoo erhielten wir noch ein paar Tipps für die Gestaltung unseres letzten Tages in der Villa Rivercat. Nachdem wir nun drei Tage lang grenzenlos gefaulenzt hatten, wollten wir an diesem Tag doch noch etwas unternehmen, obwohl es mir wirklich schwer fiel. Ich wollte jede Minute hier auskosten, es war einfach zu schön.

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Dienstag, März 20, 2007

Faulenzen nonstop
Donnerstag, 14. Dezember 2006

Früh bei Tagesanbruch wachte ich auf, ich hatte mich immer noch nicht der Zeitverschiebung angepaßt. Die indischen Gäste waren schon deutlich zu hören, ich hatte überhaupt keine Vorstellung, wie viele es überhaupt waren. Das Haus schien plötzlich voll mit Indern zu sein. Als wir uns zum Frühstück unten auf die kühle Terrasse setzten, meinte Rinoo:
'One more day indian family...'
Am Vortag war ich leider während der Abenddämmerung ziemlich von Mücken zerstochen worden, aber wenn man sich in dieser Zeit im Haus aufhält, halten sich auch die Mückenstiche in Grenzen.

Den Tag über lasen Daniel und ich wieder ausgiebig, während wir gemütlich in der Sonne saßen. Erst auf der Terrasse, danach im Garten, nachdem wir uns für einen der zahlreichen Liegeplätze entscheiden konnten. Der Tag war etwas windiger und zunächst nicht ganz so heiß, aber im Laufe des Tages legte die Sonne ordentlich zu. Zum Lunch gab es wieder frische Pancakes und Lemonpie und im Anschluß marschierten wir ca. 2,5 Stunden bei strahlendem Sonnenschein am Strand entlang nach Arambol.

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Bei unserem ausgiebigen Spaziergang beobachteten wir auch die zahlreichen kleinen und teilweise auch größeren Krebse, die sich am Strand tummelten. Einmal erspähten wir einen richtig großen Krebs, der reglos am Rand seines Sandlochs verharrte, solange wir ihn beobachteten. Ich war neugierig und wollte sehen, ob er in seinem Loch verschwindet oder davonläuft, wenn ich auf ihn zugehe. Daher machte ich einen forschen Schritt auf sein Loch zu. Blitzartig zückte der Krebs eine seiner zwei scharfen Scheren, was sehr beeindruckend aussah. Ich zog es vor, ihm lieber aus dem Weg zu gehen.

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Richtung Norden wurde der Strand immer belebter. Während bei uns vor dem Hotel praktisch kaum Leute am Strand unterwegs sind, tummelten sich im Norden jede Menge Touristen und damit auch aufdringliche Händler, die uns permanent etwas verkaufen wollten. Arambol fand ich furchtbar: Zu laut und zu voll, aber mir war es mittlerweile auch zu heiß, um mich durch die engen Straßen zwischen den dichtgedrängten Verkaufsständen hindurchzuzwängen. Trotzdem war es mir ein Rätsel, warum die Leute lieber hierher kamen als weiter nach Süden, wo der Strand viel leerer war. Nach den ruhigen, entspannten Tagen, die wir hinter uns hatten, waren mir das hier viel zu viele Leute.

Nach dem Strandspaziergang stürzten wir uns das erste Mal ins Meer. Es war wirklich herrlich, kaum eine Menschenseele lief bzw. schwamm uns über den Weg, die Wellen waren perfekt und das Wasser flach, angenehm warm, aber doch sehr erfrischend bei der Hitze.

Zum Abendessen hatte Rinoo frische Garnelen mitgebracht, so unglaublich lecker und geschmackvoll, wie ich sie noch kaum gegessen hatte. Hinterher bekamen wir noch etwas Gemüse extra, das Rinoo für die indischen Gäste hatte zubereiten lassen. Entsprechend scharf war es dann auch. Die Garnelen schmeckten nicht nur ausgezeichnet, sondern rochen auch sehr gut, was insbesondere bei den zahlreichen Katzen auf großes Interesse stieß. Nur mit Mühe und mehreren Bücherbarrieren konnten wir die verfressenen Tiere davon abhalten, während des Essens auf unseren Tisch zu klettern.

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Mittwoch, März 07, 2007

In der Villa Rivercat
Mittwoch, 13. Dezember 2006

Am frühen Morgen wurde ich von Meeresrauschen und Vogelzwitschern aufgeweckt. Es war noch nicht richtig hell, die Sonne ging gerade erst auf. Wir hatten ein wirklich schönes Zimmer im obersten Stock der Villa Rivercat, direkt vor der Balkontüre raschelten leise die Kokospalmen.


Nach einer endlich mal wieder ausgiebigen Dusche spazierten Daniel und ich ein wenig ums Haus herum und weiter ins Dorf*, kauften in dem kleinen Supermarkt Getränke ein und verschickten im nebenan gelegenen Internetcafé ein paar Mails an die Verwandschaft zuhause. Anschließend wanderten wir lange am Meer an einem schönen Sandstrand entlang, der im Hintergrund mit Kokospalmen gesäumt war. Dort waren viele winzige Krebse unterwegs, die ganz hektisch auseinanderspritzen, wenn man ihnen zu nahe kam. Der Sand war stellenweise wirklich mit kleinen Krebslöchern übersät und teilweise konnten wir sehen, wie sich die Krebse auch dichter am Wasser blitzschnell im Sand eingruben.


Rinoo hatte uns das nahegelegene Fischrestaurant 'La Plage' empfohlen, das wollten wir uns mal ansehen. Allerdings hatten wir nicht genügend Geld dabei und wegen eines Stromausfalls waren auch nicht alle Gerichte verfügbar (vielleicht waren in dem Moment auch nicht alle zu empfehlen). Rinoo hatte uns erzählt, dass einige seiner Gäste üble Lebensmittelvergiftungen inklusive Krankenhausaufenthalt gehabt hätten, da das Essen am Strand schlechter geworden sei. Gerade die billigen Stände benutzten häufig altes, schlechtes Öl, das Eis in den Getränken wäre aus Leitungswasser gemacht und der Fisch sei teilweise verdorben und ungenießbar. So verließen wir uns lieber auf Rinoos Empfehlungen, denn auf eine Lebensmittelvergiftung waren wir wirklich nicht scharf.

Die Sonne schien herrlich und mir fiel auf, dass einige ausländische Touristen mit kleinen Kindern unterwegs waren. Für Kinder mußte dieser Strand das reinste Paradies sein.

bildbeschreibung

Nachdem es nun mit dem Essen im 'La Plage' diesmal nicht geklappt hatte, gab es wieder ein leckeres, frisch zubereitetes Mittagessen in der Villa. Anschließend ging es ab in den Garten zum Lesen und Relaxen. Nachdem ich einige Mühe hatte, zwischen all den zur Verfügung stehenden Liegeplätzen den mir angenehmsten herauszufinden schlief ich letztendlich in der großen Hängematte tief und fest ein und fühlte mich anschließend deutlich fitter als vorher. Am frühen Abend beschlossen wir, uns den Sonnenuntergang vom Strand aus anzuschauen - ein wirklich schönes Schauspiel und ich genoß die ausgesprochen friedliche Stimmung hier.

bildbeschreibung

In der Villa Rivercat waren mittlerweile indische Gäste eingetroffen, die meiner Meinung nach hier gar nicht so recht hinpassten. Rinoo erzählte uns später, dass offensichtlich der Sohn übers Internet die Zimmer für die Familie gebucht hätte, aber alle etwas völlig anderes erwartet hätten. Rinoo schien sich darüber sehr zu amüsieren. Die Gäste wollten unbedingt Zimmer im 5. Stock, den es in der Villa aber gar nicht gibt. Rinoo erzählte uns auch, dass es Inder immer laut und hektisch haben möchten, doch dafür war die Villa natürlich der völlig falsche Ort. Die indischen Gäste wollten natürlich auch viel schärferes Essen, aber in der Villa Rivercat ist man da eher auf europäische Touristen eingestellt und kocht nicht so scharf. Da die Gäste auch eine gehbehinderte Frau ohne Beine dabei hatten, war der nicht vorhandene Fahrstuhl allerdings wirklich ein Problem. Die Frau hatte keinen Rollstuhl, sondern bewegte sich auf dem Boden mit den Armen vorwärts. Das war in der Tat ein sehr ungewöhnlicher Anblick, mir kam sie vor wie ein Hund. Zu allem Überfluß gab es im Gegensatz zu einem großen Ressort auch keinen Pool. Rinoo meinte:
'Das ist der Nachteil des Internets - man weiß nicht, wer da bucht.'
Abends gab es frischen Pomfret zum Dinner, der ausgezeichnet schmeckte und mit einer kleinen brennenden Kerze sehr hübsch dekoriert war. Zum Nachtisch gab es eine Art frittierte Bananen, die wir in ähnlicher Form schon auf dem Hausboot gegessen hatten. Nach dem Essen gesellte sich Rinoo zu uns und unterhielt sich eine ganze Weile mit uns. Ich war sehr angetan von diesem Mann, der genauso war wie ihn mir Daniel letztes Jahr bei seinem ersten Besuch geschildert hatte.

Schließlich gingen Daniel und ich auf unser Zimmer. Auf dem Schreibtisch stand ein kleiner Elefant aus Stein und daneben saß ein Frosch, der uns beiden bisher noch gar nicht aufgefallen war. Während Daniel überlegte, ob der Frosch echt sei, war ich mir sehr sicher, dass wir ihn bisher nur noch nie beachtet hatten. Immerhin stehen in der Villa ja allerhand Steinfiguren herum. Etwas verunsichert war ich aber doch, so dass ich den Frosch eine Weile beobachtete. Als er sich schließlich doch bewegte, war die Sache klar: Eine Steinfigur war das nicht. Mit einem echten Frosch wollten wir aber nur ungern das Zimmer teilen, also bat ich daraufhin Rinoo und Mary um Rat. Beide lachten und Mary kam uns mit einer Zeitung zu Hilfe. Aus sicherer Entfernung beobachtete Daniel unsere etwas ungeschickten Versuche, den Frosch mit einer Zeitung dingfest zu machen. Doch so leicht wollte der sich nicht einfangen lassen. Stattdessen warf er sich lieber Daniel mit einem beherzten Sprung an die Brust, worauf dieser erst einmal bis auf weiteres mental außer Gefecht gesetzt war. Nach noch ein paar weiteren wilden Sprüngen durch unser Zimmer gelang es Mary und mir schließlich, den an der Gardine hängenden Frosch aus dem Fenster zu schubsen. Mit einem gewagten Hechtsprung hopste dieser über das Balkongeländer, worauf Mary mit ihrem gediegenen britischen Akzent ganz trocken meinte:
'Goodbye froggy. I think you jumped a little bit too far.'
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* Dorf ist eigentlich schon zuviel für die Ansammlung von ein paar winzigen Geschäften und ein paar Hotels.

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Montag, Februar 19, 2007

Auf dem Weg ins Paradies
Dienstag, 12. Dezember 2006

Als mitten in der Nacht unser Weg klingelte, war der Generator noch nicht eingeschalten, so dass wir uns zunächst im Schein von Taschenlampen und Kerzen ankleiden mußten. Ich war ja noch ein wenig skeptisch, ob mit dem Fahren alles so klappen würde, wie wir es am Vortag mit dem Manager abgesprochen hatten und ob Sabu wirklich unten an der Straße auf uns warten würde. Aber pünktlich um 3.30 Uhr sprang der Generator an und alle fünf Mann des Hotels waren wach. Zwei von ihnen, um unser Gepäck zum Auto zu tragen, zwei um uns ins Tal zu fahren und der Manager selber, um uns zu verabschieden. Alles klappte reibungslos. Die Fahrt im Dunkeln ins Tal war wieder spektakulär und ich überlegte, ob diesmal bergrunter statt dem Getriebe vielleicht die Bremse versagen würde. Wir erreichten aber ohne irgendwelche Zwischenfälle um 4.30 Uhr die verabredete Stelle, wo der gute Sabu bereits auf uns wartete. Er war mindestens genauso müde wie wir und auch das Fahren im Dunkeln offensichtlich nicht gewohnt, was man seinem Fahrstil anmerken konnte. Er fuhr deutlich langsamer als sonst, die Hupe kam im Dunkeln allerdings genauso oft zum Einsatz wie tagsüber.

bildbeschreibung

Ich war überrascht, wie viel hier auf dem Land um diese frühe Uhrzeit schon los war. Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass es überall noch dunkel und daher alles noch ganz ruhig ist. Aber es waren zahlreiche Busse und auch schon etliche Fußgänger unterwegs. Als wir nach langer Fahrt endlich den winzigen Flughafen von Calicut erreichten, war es bereits hell.

Am Flughafen wurde uns mitgeteilt, dass unser Gepäck nicht bis Goa durchgecheckt werden könne, sondern dass wir es in Mumbai abholen und noch mal neu einchecken müssten. Außerdem müssten wir dort vom internationalen zum nationalen Flughafen wechseln. So etwas Blödes war mir noch selten beim Fliegen passiert und dieser Umweg kostete uns natürlich deutlich mehr Zeit als geplant.

Einigermaßen pünktlich erreichten wir den internationalen Flughafen von Mumbai. Der Flughafen war aus meiner Sicht eine Katastrophe: Völlig unübersichtlich, es gab kaum vernünftige Wegbeschreibungen und die, die wir fanden, waren auch noch falsch. Zwar standen überall Securityleute herum, die die Passagiere weiterleiteten, aber das trug eher zum allgemeinen Durcheinander bei als das es half und daher wußten wir schließlich überhaupt nicht mehr, wo wir eigentlich hinsollten. So standen wir schließlich am entgegengesetzten Ende des Flughafens am völlig verkehrten Gepäckband und lediglich ein sehr wütend schimpfender Inder* machte uns mit seinem Gezeter gegenüber einem Flughafenmitarbeiter darauf aufmerksam, dass auch wir hier völlig falsch waren. Während uns langsam die Zeit davonlief, machten wir uns also eiligst auf zum entgegengesetzten Ende des Flughafens. Unser Gepäck stand bereits da, an dem kostenlosen Bustransfer zum nationalen Flughafen hatte sich allerdings schon eine lange Schlange gebildet.

Als der nächste Shuttle endlich eintraf, war der Bus voll bevor wir überhaupt einsteigen konnten, so dass wir weiter warten mussten. Als wir nach langem Warten doch noch endlich am richtigen Flughafen ankamen, flitzten wir sofort los, um Gepäckabgabe und Securitycheck zu erledigen, bis uns der Mann bei der Gepäckabgabe sagte, dass unser Flug sowieso eine Stunde Verspätung hätte. Aus der einen Stunde wurden schließlich vier, die wir somit auf dem Mumbaier Flughafen verbrachten. Aufgrund starken Nebels über Delhi hatten sämtliche Maschinen von und nach Delhi starke Verspätung bzw. konnten nicht starten oder landen.

bildbeschreibung

Die vier Stunden am Mumbaier Flughafen waren so ziemlich das Nervigste, was uns in diesem Urlaub passiert ist. Es war unglaublich laut, ein Geschrei und Gedränge, überall klingelten Mobiltelefone, die anderen Passagiere riefen durch die Gegend, fuchtelten und gestikulierten wild mit den Händen, Kinder schrien ohrenbetäubend, so dass ich mich kaum auf mein Buch konzentrieren konnte. Immerhin hatten wir zwei der knappen Sitzplätze im Wartesaal ergattert und mußten wenigstens nicht stehen oder auf dem schmutzigen Boden sitzen. Zwischendurch fiel immer wieder der Strom aus und die Anzeigetafel mit den Flugzeiten war für eine ganze Weile überhaupt nicht mehr funktionsfähig.

Richtig los ging das Gedränge, als gleichzeitig mit unserer Maschine der Securitycheck für zwei weitere Maschinen begann. Beim Securitycheck waren Frauen und Männer immer hübsch gedrängt und ich konnte es kaum fassen, wie rücksichtslos sich die indischen Frauen vordrängelten. Ich hatte schon Sorge, mir könnte mein Rucksack abhanden kommen, der den Securitycheck deutlich schneller passierte als ich.

Aber endlich saßen wir im Flugzeug nach Goa und konnten erleichtert aufatmen. Als wir in Goa ankamen, hatte ich den Eindruck, eine völlig andere Welt zu betreten. Auf dem Flughafen waren diesmal die nichtindischen Touristen deutlich in der Überzahl. Der Flughafen war klein und übersichtlich und während ich mit unserem Gepäck auf Daniel wartete, der ein Taxi organisieren wollte, erschien mir das Treiben um mich herum wie ein wildgewordener Hühnerhaufen. Der kleine Flughafenshuttle hatte vorne auf der Ablage eine Art Hausaltar liebevoll dekoriert mit Ganesha und Jesus in friedlicher Koexistenz neben einem glimmenden Räucherstäbchen, das das gesamte Taxi in eine esoterische Rauchwolke einhüllte.

Schon auf der etwa 1 ½ stündigen Fahrt zu unserem Hotel fiel mir auf, dass hier in Goa alles völlig anders war als Kerala. Auf den Straßen ging es deutlich trubeliger zu. Trotz der Dunkelheit herrschte überall noch lebhaftes Treiben und zahlreiche junge Leute waren noch mit Motorrädern oder -rollern unterwegs. In Kerala dagegen war es in der Regel mit Einbruch der Dunkelheit überall sehr still geworden. Landleben eben.

Nach der langen Reise war ich sehr froh, als wir endlich die Villa Rivercat erreichten, in der Daniel schon im Vorjahr ein paar schöne Tage verbracht hatte. Als ich das mit Lampions und Kerzen beleuchtete Haus inmitten lauter Kokospalmen betrat, kam ich mir vor wie in einem Märchen aus 1001 Nacht. Der Anblick war bezaubernd und die Villa erschien mir wie eine Oase der Ruhe und Entspannung. Von Rinoo, dem Hotelbesitzer, und seiner Lebensgefährtin Mary wurden wir sehr freundlich begrüßt.

Den Rest des Abends verbrachten wir auf der wunderschönen Terrasse bei Kerzenlicht, es gab noch ein leckeres Abendessen mit Apfel- und Zitronenquarkkuchen zum Nachtisch. Eine von Rinoos zahlreichen kleinen Katze war direkt neben uns nach einer ausgiebigen Katzenwäsche tief und fest eingeschlafen. Rinoo selber setzte sich später noch für einen Moment zu uns und erzählte von der dänischen Hochzeit, die er im Vorjahr in der Villa ausgerichtet hatte. Während wir uns unterhielten, streunten seine Hunde und Katzen zum ersten Kennenlernen an uns vorbei. Alles wirkte unheimlich friedlich und ruhig.

Erst spät gingen wir zu Bett. In der Nacht konnten wir das Meer hinter der Villa rauschen hören. Ab und zu bellte leise ein Hund.

Ich hatte das Gefühl, ich war im Paradies angekommen.

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* Übrigens der erste und einzige, den ich während unseres Urlaubs zu Gesicht bekam.

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Montag, Dezember 18, 2006

Grüße aus Siolim

Nur noch 5 Tage Urlaub übrig, heute ist der letzte Tag vor dem Transfer nach Mumbai und wir sind im Siolim House eingetroffen. Sehr schön hier, ein ganz anderes Flair als in der Villa Rivercat, aber auch sehr ruhig (obwohl wir diesmal in der "Ortsmitte" wohnen...).

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Samstag, Dezember 09, 2006

Kurzes Lebenszeichen aus der Ferne

Uns geht es gut, wir erholen uns prächtig!

Rest der Stachelpalme

Ein ausführlicher Bericht folgt...

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Sonntag, März 19, 2006

Goa und die Renter

Anscheinend habe ich bei meiner Beschreibung der Goa-Zielgruppen eine neue, aufstrebende Zielgruppe vergessen:

Die Rentner.

Danke an Tobi für den Hinweis, ich hoffe, das war keine Anspielung auf unser Alter/unsere Urlaubspläne.

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Mittwoch, Februar 08, 2006

Indien - Panjim oder wie ich wieder lernte, nein zu sagen

Goa

Goa war super, Mandrem Beach, ein Platz an dem man sich in Ruhe vom Stress der letzten Tage, der Hektik der Weihnachtszeit und dem des Jahresendes erholen konnte.

Goa

Super Idee, jedem anzuraten, hält aber nur solange vor, wie man nicht auf die Idee konmt, auf der Rückfahrt die Fahrt zum Flughafen mit einer kleinen Rundfahrt durch Goa zu kombinieren (Schwabenansatz: spart Zeit und Geld, wenn man sowieso schon zurückfährt, dann kann man auch gleich den ganzen Tag dafür nutzen und sich die Gegend ansehen).

Alt-Goa

Alt Goa war beeindruckend, die alten Kirchen und Anlagen, man konnte sich richtig vorstellen, wie das alles zur Zeit der Portugiesen mit Leben erfüllt war.

Alt-Goa

Panjim war, wie soll ich es nur sagen, "special". Der Taxifahrer hat mich, wir hatten nur noch eine Stunde, nach Panjim in die Nähe der Kirche gefahren. Die Kirche ist beeindruckend, am Berg gelegen, 1000000 Stufen, die ich bei 30 Grad nicht erklimmen wollte. Daher war Shopping angesagt, Geschenke für die Familie, Tobi den gewünschten Buddah; dann noch den nicht gewünschten, als Überaschung geplanten indischen Rum (Old Monk).

Panjim

Also die Einkaufstrasse hoch und runtergelaufen, um mal zu sehen, was die Läden so im Angebot haben. Der eigentliche Einkauf hätte dann auch schnell durchgeführt werden können, hätte ich nicht alle 5 Meter einen fliegenden Händler mit n+1 "NO" vergraulen müssen. Jeden Händler mindestens 4 mal, jeweils beim Erkunden der Läden, dann auch beim eigentlichen Einkauf.

Glück im Unglück: Meine Kollegen können sich freuen, mein Vorrat an no habe ich jetzt schon an die Goaner Verkäufer verbraucht, das heisst, die bekommen jetzt eine Weile nur noch ein ja, aber :-)

Nachtrag: Auch hier gilt wieder: Nachts um 3 am weltbesten Flughafen geschrieben (wie auch die anderen Beiträge), daher evtl. etwas verzerrt, wenn man mehr Zeit in Panjim verbringt (z.b. wie das Wortschnittchen) bekommt man sicher einen besseren/anderen Eindruck von Panjim...

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Montag, Februar 06, 2006

Indien - Goa, Teil 2

Hotel Rivercat

Die Villa Rivercat hatte anfangs bei der Auwahl einen schweren Stand bei mir. Die Bilder sahen fantastisch aus, aber der Preis passte irgendwie nicht dazu. Dagmars erste Vermutung (Jugendherberge) erwies sich allerdings als falsch, dazu gleich mehr. Darüberhinaus wurde auch noch eine Vorauszahlung via Western Union verlangt, dass roch doch arg nach 419 Scam. Habe dann aber doch kurzentschlossen gebucht, laut Wikipedia sollte das Hotel auch an einem sehr ruhigen Strand liegen. Wie schon gestern angedeutet, war das Hotel perfekt für mich.

Villa Rivercat

Nach einer 90 minütigen Fahrt vom Flughafen erwartete mich eine Oase der Ruhe, mit zahlreichen Hunden und Katzen, idyllisch an einem Fluss gelegen.

Villa Rivercat

Da der Flug schon um 5:30 startete (Begründung der Organisatoren: damit ich noch was vom Tag hätte) und ich daher schon um 3:30 aufstehen musste, setzte ich mich erst mal in den am Fluss gelegenen Garten und schlief eine Runde. Dann Auspacken, Lesestoff raus, in die Hängematte rein, Lesen, von der Hängematte in den Hängestuhl, danach in den Liegesessel, wieder in den Hängestuhl, oh, schon dunkel?

Villa Rivercat

Na gut, dann sich vom sehr freundlichen und extrem entspannten Chef beraten lassen (Chicken Tikka, this time) und zusammen mit ihm essen.

Lecker

Dabei habe ich erfahren, dass er das Hotel als Steckenpferd betreibt und eigentlich eine Firma mit Export von indischem Kram und 500 (roundabout) Filialen in 3 Kontinenten besitzt. Die Firma läuft jetzt ohne ihn und er kann sich ganz seiner Muse hingeben: seinem Hotel. Eigentlich seinen Hotels, denn er arbeitet schon an einem zweiten, ganz in der Nähe.

Villa Rivercat

Das Haus ist wirklich cool, Hängematten überall, die Zimmer schlicht eingerichtet, aber liebevoll gestaltet, wie auch der ganze Eingang. Der Garten ist allerdings der Blickfang, direkt am Fluss, mit diversen Liegemöglichkeiten. Der Strand erwies sich ebenso als perfekt, keine Trödler wie ein paar Kilometer weiter nördlich, die einem irgendwas andrehen wollen, keine Trance-Beats und Hütten sondern Sand und Meer, ganz für dich mich alleine.

So stellte sich schnell ein Tagesrhythmus ein. Aufwachen, in den Garten legen, etwas Lesen, Mittags an den Strand, Spaziergang zur weissen Pyramide (3 km Strandspaziergang), da eine Flasche Wasser und ein Sandwich und lesen, wieder am Strand entlang, auch mal die andere Richtung, zurück zum Hotel, ab in die Hängematte und schwupps ist es schon wieder abends 8 Uhr, die Kellner kommen, Qual der Wahl, was will ich zum Abendessen?

Strand

Alles in allem, sehr enstpannte 3 Tage, die ich gerne etwas ausdehnen würde, muss nur noch Daggi dazu überreden.

Strand


Nachtrag: Auch dieser Text ist wie die anderen Nachts um 3 Uhr am armseligen Flughafen von Bombay geschrieben, das "Daggi-überzeugen" scheint nach der Präsentation der Bilder erfolgreich verlaufen zu sein.

Daggi: "Da will ich auch hin!"


Villa Rivercat

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Sonntag, Februar 05, 2006

Indien - Goa

Goa

Goa hat zur Zeit anscheinend zwei Zielgruppen. Die immer verstrahlten Alt-Hippies und Neu-Hardtrance Fans, die alles Geld für Pilze, Pappen, Pillen, und Seelenheil verbraten und daher auch für 3$ die wackelige Bambushütte am Strand mieten. Toilette braucht es da keine, der liebe Gott hat es gegeben und wird es auch wieder nehmen, ein Busch/eine Palme findet sich immer. Rastas sind dann auch ein "must", oder eine schicke wilde Frisur/Haarfarbe und Tattoos - ganz wichtig, man ist ja anders, ausgeflippt, unangepasst in seiner Uniformität, irgendwie muss ja die Peer Group dann doch passen. Dann noch ein paar Jonglierbälle, Feuerkram und Fahnen und man ist der König der Welt Bambushüte.

Hütten


Oder man hat viel Geld durch Drogen (bei Zielgruppe 1), Öl oder andere dubiose Geschäfte verdient und kann sich die 200+ Dollar/Tag Beach Ressorts leisten, abgeschirmt von all dem Elend (nicht nur Zielgruppe 1, vor allem den Einheimischen selbst) abgeschottet in seinem Strandabschnitt, eigenem Pool (den man ja auch braucht, weil das Meer 200 Meter von der Liege enfernt ist) und Vollpension. Nur nicht rausgehen, reality bites, ob DomRep, Malle oder Gran Canaria, Hauptsache die Sonne scheint und die Peer Group stimmt (hier unterscheiden sie sich wenigstens nicht von der anderen Zielgruppe).

Goa


Dummerweise höre ich kein Trance oder Hendrix und habe auch keine Ölfirma in Rußland, wollte aber trotzdem nach Goa, wenn auch nur für 3 Tage. Zielgruppe Spiesser, der einfach mal ohne Zwangsparty (sei es Goa-Trance oder Clubanimation) in Ruhe etwas entspannen wollte. Beachressort war kein Thema, Strandhütte auch nicht, die Studentenzeiten sind vorbei, man ist alt und bequem geworden. Also die übliche Vorgehensweise, Internet anwerfen (=googlen) und kleine Hotels suchen. Vier waren in der engeren Auswahl und guess what, Haupttreffer. Mehr dazu allerdings morgen im nächsten Teil.

Goa


Anmerkung: Evtl. beeinträchtigte das erschreckende Erlebnis am Flughafen Mumbai die Objektivität der Berichterstattung, da ich den Text (mangels Zeitung) dort nachts am Flughafen getippt habe...

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Freitag, Dezember 16, 2005

Goa, 32 Grad, Sonne, leerer Strand.
:-)

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