Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:

 

Daggis Leben - Notizen aus der Vorstadt

daggi


Aktuell
Archiv
Dagmars Homepage
E-Mail
Impressum

RSS Feed RSS-Feed
Atom-Feed Atom-Feed


Links


Urlaubstipp fürs Piemont


Urlaubstipp für die Provence



Zuletzt gelesen:

Rincewind
Verblendung

Theos Reise
Verdammnis

Amazon Wunschzettel



Creative Commons Lizenzvertrag

Powered By Blogger TM
DAS Blog
GeoURL




Tags
Ameisen
art.fair
Bali
Bangkok
Barcelona
Berlin
Bombay
Dublin
Event
Goa
Indien
Kerala
Litcologne
London
Mumbai
New York
Paris
Piemont
Prag
Reise
Rom
Summerjam
Szenen einer Beziehung

Sonntag, Juli 13, 2008

Daggis s.o.m.a 2008 oder wie leicht man aneinander vorbeireden kann

Daniels Eindrücke zum s.o.m.a. 2008 haben wir ja bereits gelesen. Meine Eindrücke waren ein wenig anders, vielleicht auch nur getrübt durch ein paar unerwartete Randerscheinungen.

Dass das s.o.m.a nicht mehr im Jugendpark stattfinden sollte, war mir schon bekannt, nicht bekannt war mir der neue Veranstaltungsort.

Daher fragte ich Daniel am Vortag, was ich anziehen soll. Sein Tipp: Etwas Schickes.

Ich war nicht wirklich überzeugt, daher fragte ich ihn am nächsten Morgen nochmal. Er riet mir wieder zu etwas Schickem. Immer noch skeptisch entschied ich mich letztendlich für halbelegant mit Sneakers und trug eine meiner teuersten Hosen.

Schon der Weg zum Odonien irriterte mich. In Nippes angekommen, bogen wir nicht etwa Richtung Nippes-Zentrum ab, sondern Richtung Pascha. Und dahinter war eigentlich nichts mehr. Kein Haus, kein Gebäude.

Wie sich herausstellte, ist das Odonien ein ehemaliger Schrottplatz.

bildbeschreibung

Ich hätte kaum unpassender gekleidet sein können für ein ungeteertes, nach dem Dauerregen der letzten Tage mit Schlammlöchern übersätes Gelände, wo man die Wahl hatte zwischen stinkenden Dixieklos oder einem Toilettenwagen, bei dem aufgrund eines Wasserrohrbruchs schon zu Beginn der Veranstaltung alle Kabinen überschwemmt waren (und man kaum erkennen konnte womit). Von einer schicken Location war das himmelweit entfernt. Und eine Jacke hatte ich auch nicht, hatte ich doch gedacht, dass es mir drinnen mit Jacke sowieso zu warm wird.

bildbeschreibung

Aber nachdem ich von Daniel afrikanische Krapfen bekommen hatte, er mir versprach, die Reinigung meiner Hose zu bezahlen, sich nach dem Dauerregen tagsüber die Sonne doch noch über Köln zeigte und Jamie Lidell mit seinem Konzert begann, fing mir die Veranstaltung trotzdem an Spaß zu machen. Mit der richtigen Kleidung war das Odonien ja auch ein ganz cooler Ort für ein solches Event.

Und offensichtlich war ich nicht die einzige, die sich bei der Wahl ihres Outfits etwas vertan hatte...

bildbeschreibung

Labels:




Samstag, Juli 12, 2008

Soma 2008 - Tag 1

Das Soma-Festival ist schon vor einiger Zeit ins Odonien gezogen - ein Veranstaltungsort, den ich zwar schon öfters vom Zug aus gesehen hatte, wir waren aber noch nie dort.

Daher war ich schon sehr gespannt und auch voll Vorfreude, denn von dem was ich wusste, ist das eine sehr passende Location für ein Festival elektonischer Musik.

bildbeschreibung

Meine Erwartung wurde nicht enttäuscht, super gemacht - Mad Max Stimmung mit alten Schrotteilen und Kunst aus diesen Teilen, so richtig alte Industriepark-Endzeitstimmung, inkl. brennenden Mülltonnen (auch wenn ich die eher in Chorweiler/Bickendorf erwarten würde).

bildbeschreibung

Musikalisch war das gestern auch sehr fein - Jamie Lidell hat mal wieder gerockt. Wenn der das gleiche Programm auch als Vorgruppe von Elton John durchzieht (inkl. der elektronischen/Beatbox-Spielereien), dann ist die Halle schneller leer als Elton sein Toupet in der Garderoba aufzieht. Die Süddeutsche hatte in der Kritik zu seiner letzten Platte noch bemängelt, dass der experimentelle elektronische Anteil fehlt und die Musik zu glatt sei - das war hier nicht der Fall, Jamie hat zwar auch sehr schöne "akkustische, klassische" Soulstücke gesungen. Die Bühnenperformance hat gerockt wie beim letzten Konzert, das war ganz gross.

bildbeschreibung

Ganz gross (irgendwie) war auch Alexander Marcus. Evtl. aber auch einfach nur ganz grosse Sch%$$%&, ich bin mir da echt nicht sicher. Songs wie Papaya haben einen wirklich amtlichen Beat, aber die Texte und das Auftreten sind schon extrem grenzwertig. Er hatte allerdings eine große Fanbase mit einigen Look-a-likes am Start, welche bei "Ciao Bella" die Bühen stürmten. Das Album muss man eher nicht kaufen, als Partyspass war das aber doch nett anzusehen.

Alles in allem fand ich das Soma bisher also prima, nur Daggi war nicht ganz so begeistert - wenn ich nur wüsste, warum?

Labels:




Mittwoch, Juli 09, 2008

Summerjam 2008 - der Rückblick

Schwieriges Thema. Wir hatten den Summerjam letztes Jahr ausgelassen (auch wetterbedingt) und ich war überascht, wie er sich verändert hat - ob das letztes Jahr schon so war, weiss ich nicht.
bildbeschreibung

Erhöhte Eintrittspreise, ein Zelt weniger (das u-Club Zelt, in dem immer mächtig Partystimmung war), deutlich weniger Besucher, professionellere Essensstände, weniger Dixies auf dem Gelände, das zweite Zelt hatte weniger Eingänge - die Stimmung sprang dieses Jahr nicht so über wie die Jahre davor.

Das lag evtl. auch am Line-Up.

Am Freitag war das wirklich gut, wir haben Ziggi, Ce´cile, Lady Saw, Queen Ifrica, Colie Budz und Culcha Candela gehört, beeindruckt haben mich hier aber nur die Frauen (und Culcha hatte eine solide Bühnenshow).

Samstag war für mich der schwächste Tag, evtl. auch getrübt durch den Regen am Abend. Der "heimliche Headliner" Jah Cure war nett, aber nicht mehr, Alpha Blondy ebenso, nur Panteon Rococo haben einigermassen Stimmung aufkommen lassen, die Roots-Fraktion plätscherte so vor sich hin. Vor dem Auftritt von Patrice setzte der Regen ein, wir suchten Schutz im Zelt, in dem (erfreulicherweise) Ragga-Jungle lief, das hat mir den Samstag gerettet, auf Patrice im Regen haben wir dann verzichtet und sind nach Hause, haben also auch Shaggy verpasst (bzw. nichts verpasst, wenn ich die Berichte im Summerjam-Forum richtig deute).

bildbeschreibung

Sonntag hat dann mehr gerockt, Sowohl die Looptroop Rockers als auch Dub Inc., vor allem aber Mono und Nikitaman (waren aber schlechter als vor 2 Jahren) und Shantel (SHANTEL auf dem Summerjam und die Leute tanzten!) waren ein prima Abschluss.

Das mag alles sehr negativ klingen, aber auch mit Blick auf den hohen Eintrittspreis war dieser Summerjam unser bisher schlechtester - wobei man das in Relation sehen muss:
Er war nicht schlecht, aber einfach nicht so mitreissend wie die letzten. Trotz alledem waren es drei sehr entspannte Tage mti guter Musik  und freundlichen, friedlichen Festivalbesuchern. 

Mal sehen, was Summerjam Nr. 24 im Jahr 2009 so mit sich bringt, ich werde es mir nächstes Jahr auf jeden Fall überlegen, ob er sein Eintrittsgeld wert sein wird.

Labels: ,




Montag, Juli 07, 2008

Sie so, er so - ein kleiner Exkurs über männliche und weibliche Kommunikation

Summerjam 2008, entspannte Atmosphäre, wir hatten das ja schon beschrieben. Daggi und Daniel sitzen unter einem Baum und lauschen der Musik. Eine junge Frau kommt auf die beiden zu.

Sie: Excuse me?
Daggi: Jep?
Sie: Do you speak english?
Daggi: Yes.
Sie: Do you know what time it is?
Ein kurzer Blick auf die Uhr.
Daggi: Ten past four.
Sie: Thanks!

Etwas später, ähnliche Szenerie, da die Musik schneller geworden ist, stehen Daggi und Daniel mittlerweile, um zu tanzen, um sie herum jede Menge anderer tanzender Leute. Ein junger Mann vor ihnen dreht sich zu Daniel um und tippt wortlos auf sein linkes Handgelenk. Daniel hält ihm daraufhin sein linkes Handgelenk entgegen, damit der andere Mann einen Blick auf seine Uhr werfen kann. Dieser widerum hebt kurz die Hand zum Gruß und dreht sich wieder um. Wortlos. Alle tanzen weiter.

Ich kenne Daniel ja nun mittlerweile schon einige Jahre, aber von solchen Unterhaltungen Dialogen Gesprächen Szenen bin ich trotzdem immer wieder aufs Neue fasziniert. Gerade um Sprachschwierigkeiten zu vermeiden, ist diese Form der Kommunikation absolut empfehlenswert.

Labels: , ,




Sonntag, März 02, 2008

Das Schweigen des Blogs...

Es hat mehrere Gründe, warum es hier in letzter Zeit so ruhig ist - hohe Arbeitslast, Urlaub und noch ein paar Sachen/Gründe mehr.

So hat bei mir Advance Wars einen Großteil der Freizeit der letzten Wochen gefressen, die intern mitlaufende Uhr zeigt gerade über 40h Spielzeit an. Das werden sicher über 50h werden, ich hänge im Level 25 (ind mir fehlen noch ca. 10 Trainingslevel).

Erschwerend dazu fangen heute unsere Lit.Cologne Lesungen an, wie die letzten Jahre haben wir wieder einen Schwung Karten gekauft, diesmal für:
Bill Buford - Hitze in der Kulturkirche, wieder moderiert von Dennis Scheck
Neue Väter braucht das Land auf der MS Rheinenergie
Feridan Zaimoglu - Liebesbrand im Gloria
Das Simpsons-Symposion auf der MS Rheinenergie
und zu guter Letzt
Der Moscheenstreit in der Uni Köln.

Ich bin schon gespannt, wie das wird, letztes Jahr ganz ok, aber nicht herausragend.

Labels:




Montag, August 27, 2007

c/o pop

Wie gerade so vieles, so geriet auch die Berichterstattung/Nachbetrachtung der c/o pop aus Zeitgründen ins Hintertreffen, daher heute und hier ein Schnelldurchlauf durch die 4/5 Tage.

Am Mittwoch, dem ersten Tag, hatten wir die Wahl zwischen Fehlfarben und dem Eröffnungsevent im Gloria mit Apparat und Battles, zu dem wir dann schlussendlich gegangen sind. Apparat war ok, keine großen Begeisterungsstürme von meiner Seite, die technischen Probleme haben das Konzert leider beeinflusst. Battles ist danach leider zu spät für uns (alte Säcke, Job und so) gestartet, wir haben hier nur den Anfnag gesehen, die Meinungen waren hier aber ähnlich wie beim Ambientfestival gespalten - Daggi fand das eher schlecht, ich sehr beeindruckend.

Den Donnerstag haben wir dann ausgelassen, Uffie wäre es gewesen, haben also den Sturm der Bühne verpasst.

Das war aber nicht weiter schlimm, denn als wir am Freitag bei M.I.A. waren, wurde ebenfalls die Bühne (angefeuert von M.I.A. - die sich nicht wie Uffie versteckt hat) gestürmt und dort weitergefeiert. Die Menge hatte auch allen Grund zu feiern. Eingestimmt wurde die Menge von einem feinen Set der Sick-Girls - auch wenn die meisten nur zuschauten, statt sich zu bewegen. M.I.A. war super, ich kannte das neue Album noch nicht, da sind aber ein paar feine Lieder drauf, daher sollte man unbedingt mal in den Albumstream reinhören (so man Grime und Reggaeton ansatzweise mag, einiges ist sehr catchy...). Ich hab hier (sowohl bei den Sick Girls als auch bei M.I.A) festgestellt, dass Grime im Partykonzept deutlich mehr zündet als @home.

bildbeschreibung

Danach war eigentlich ein Besuch bei Digital Mystikz geplant, das haben wir aber dann nciht mehr geschafft, da wir ams Samstag noch auf die Deutschlandtour gehen wollten.

Das hat auch geklapt. Wir waren mittags zuerst auf der public affair, haben dort ein paar schöne Sachen eingekauft und sind abends erst einmal zu den Orishas (mal wieder) ins Gloria gegangen. Nachdem das der dritte Besuch im Gloria in vier Tagen war, hat der Türsteher mich wiedererkannt - besser gesagt meinen Rucksack, den er mit dem "ach, der mit den vielen Zeitungen" kommentierte. Das Konzert fand ich jetzt ganz ok - Daggi hat es besser gefallen, für mich war das aber irgendwie zu glatt, professionell und MOR.

Ganz spannend war es übrigens, das Publikum zu betrachten. Während bei Apparat/Battles New Rave vorherrschend war, fand man bei M.I.A. eher "unsere Zielgruppe", während bei Oshiras ein erstaunlich gemischtes Publikum anwesend war.

NAch den Oshiras ging es dann auf die "Deutschlandreise". Zuerst schauten wir im Rheintriadem vorbei, aber sowohl die Black Compost-Nacht als auch bei "WARE vs. MOBILEE" war nichts los, daher zog es und in den Bogen 2 zu "BASSWERK vs. TATORT vs. QUAKE INC. vs. PATHFINDER", wo uns schon vor dem Gebäude der Subbass begrüßte. Drinnen war es auch schon voll und die sehr feine Party konnte beginnen.

Das einzige, was uns an der c/o pop wirklich störte, war das unglaublich geschmacklose silberne Festivalbändchen - da finde ich das Sumerjam-Bändchen um Welten besser...

bildbeschreibung

Labels:




Freitag, Mai 11, 2007

Heute ein paar Zitate

Im Rahmen der letzten LitCologne:

  • Erst mein Fehler gibt Euch das Gefühl, mir überlegen zu sein.
    Zitat von Daniel Richter
  • Kölner wissen das seit seinem historischen Tod ... äh ... seit seinem historischen Roman 'Tod und Teufel'...
    Bei der Vorstellung des Autors Frank Schätzing
  • Er sitzt ja nicht umsonst hier - umsonst sowieso nicht...
    Aussage über Dennis Scheck

Labels: ,




Sonntag, März 25, 2007

Wieder LitCologne

Letzten Sonntag ging die 7. LitCologne zu Ende und wir waren auch diesmal bei zahlreichen Veranstaltungen dabei. Insgesamt hat mir das Programm in diesem Jahr allerdings nur teilweise gefallen, vielleicht war auch unsere Auswahl nicht so geglückt, manches war mir doch zu seicht und brachte mich höchstens mal zum Schmunzeln, gelegentlich aber auch zum Nachdenken.



Gut gefallen hat mir der erste Abend im Museum Ludwig mit Daniel Richter und Diethmar Dath, deren intelligente und mit viel Witz geführte Diskussion mich sehr beeindruckte - wenn ich auch gestehen muß, dass ich nicht immer ganz folgen konnte, das Niveau des Gesprächs empfand ich schon als sehr anspruchsvoll. Ein schönes Zitat von Diethmar Dath ist mir aber hängengeblieben:
Ich möchte das nicht als Witz verstanden wissen, sondern als politisches Apercu.
Seitdem überlege ich, wie ich ähnliche Aussagen in meinem Wortschatz unterbringen kann.

Die Lesung aus dem Tagebuch von Anna Politkovskaja und die Diskussionsbeiträge dazu regten mich zum Nachdenken an und die Kulturkirche bot dazu das passende Ambiente.

Das kulinarische Quartett in der Flora diskutierte auch ohne Vincent Klink kurzweilig und amüsant über die besten und die schlechtesten Kochbücher und auch wenn mir die in kleinen Bechern ausgeteilte Kuttelnsuppe nicht gerade ausgezeichnet schmeckte, fühlte ich mich an diesem Abend doch sehr gut unterhalten.*

Aber schon die nächste Veranstaltung in der Kulturkirche - ein Diaabend mit den Rattelschneck-Zeichnern Marcus Weimer und Olav Westphalen - fand ich wirklich enttäuschend. Die Technik funktionierte nur mäßig, so dass die Dias vielfach zu hell oder zu dunkel angezeigt wurden, und die Idee, Comics vorzulesen, erwies sich aus meiner Sicht nur bedingt als umsetzbar. In der Regel hatte ich die Bilder mit den zugehörigen Texten schneller erfaßt, als die beiden Zeichner sie vorlesen konnten. So verpuffte die Pointe regelmäßig und erzeugte daher bei mir meistens nur ein schwaches Lächeln. Das 'Live-Zeichnen' machte das aber wieder ein wenig wett.

Die Lesung von Philipp Tingler im Theaterhaus fand ich ganz nett. Mehr aber auch nicht.

Interessant war dagegen die Diskussion mit dem dm-Gründer Götz W. Werner im Gürzenich, der 'Grundeinkommen für alle' forderte. Ob das Modell wirklich praxistauglich ist ... ich kann es nicht einschätzen, aber seine Thesen fand ich interessant und sie zeigen meines Erachtens, dass vieles davon abhängt, ob man ein positives oder negatives Menschenbild hat. Geht man davon aus, dass der Mensch von Grund auf faul ist, kann das Modell nicht funktionieren. Geht man davon aus, dass der Mensch grundsätzlich arbeiten will - vielleicht?

Auch hier ist mir ein schöner Ausspruch des Autors hängengeblieben:
Wenn man will, findet man Wege. Wenn man nicht will, findet man Gründe.
Über unseren letzten Abend kann ich nicht mehr viel erzählen. Ich glaube ich hatte genug Veranstaltungen für diese Woche, ich war hundemüde und begeistern konnten mich die Witze von Eckhard Henscheid und Gerhard Polt in diesem Zustand leider überhaupt nicht mehr, so dass wir uns nach der Pause auf den Heimweg machten.

---
* Und in der Mayerschen wunderte sich die Verkäuferin am nächsten Tag, wieso plötzlich so viele Kunden nach Harrys Bar Kochbuch fragten...

Labels: ,




Dienstag, Februar 20, 2007

Litcologne

Alle Jahre wieder findet die lit.cologne in Köln statt, so auch dieses Jahr. Wie auch die letzten Jahre haben wir uns wieder reichlich mit Karten eingedeckt und besuchen:

Labels: ,




Montag, November 06, 2006

Mein Name ist Häberle, Martha Häberle...

Wir haben Nachwuchs bekommen! Unsere neue Mitbewohnerin ist uns auf der art.fair 2006 über den Weg gelaufen.

Fiand

Zwar haben wir von unserem ersten Kunstkauf gelernt und nicht wieder zu lange gewartet, aber leider doch wieder so lange, dass die ursprüngliche Favoritin uns vor der Nase weggekauft wurde (die Frau in Gelb, drittes Bild, ganz rechts)...

Fiand

Daraufhin haben wir uns für die Frau mit dem Trolley entschieden, ihr seht unten das Bild mit den Finalistinnen, die Frau in Blau wurde knapp Zweite (aber nicht gekauft).

Fiand

Samstag abend nach dem Kauf wurde dann noch eine Namensfindung gestartet und seit Sonntag abend lebt nun Frau Martha Häberle bei uns...

Fiand

Die Künstlerin ist übrigens Kristina Fiand bei der Galerie Wagner + Marks, Frankfurt.

Labels: ,




Mittwoch, November 01, 2006

artfair 2007

Heute beginnt wieder die artfair und auch dieses Jahr haben wir netterweise zwei Eintrittskarten erhalten.

Ich werde in Kürze berichten!

Labels: ,




Dienstag, September 05, 2006

Art-Fair 2006 bzw art.fair

Ich bin mir nie sicher, wie die sich jetzt schreibt, ist aber auch egel, wichtig ist:
Die Art.Fair kommt wieder nach Köln. Meines Wissens das letzte Mal, bevor es dann nach Düsseldorf geht. Die letzten Male hat uns die Art.Fair sehr gut gefallen, unserem Geldbeutel weniger. Ob wir wohl wieder eine Einladung bekommen?


Wer wil, kann auf den folgenden Seiten unsere letzten Besuche nachlesen:
Art Fair 2005, Tag 1, Tag 2, Tag 3, Tag 4
Art Fair 2003, daraus resultierend der erste Kunstkauf...

Labels: ,




Dienstag, Juli 25, 2006

bildbeschreibung

Schon eine Weile her, aber immer noch Zeit für einen kurzen Rückblick: Wie war der Summerjam 2006?

* Heiss war es (inkl. zusammenbrechender Wasser-/Toilettenversorgung)
-> dadurch auch staubig:

bildbeschreibung

Wobei ich mir nicht sicher bin, ob das wirklich Staub war und ich es doch merkwürdig fand, dass Saian eine Nebelmaschine auf der Bühne nutzte - den anderen Bands reichte der Nebel aus dem Publikum.

* Entspannt war es - ich finde die Atmosphäre dort immer sehr relaxed (Nebel...), von den Einbrüchen haben wir nichts mitbekommen.

Es gab auch einiges zu sehen, besonders das kleine Mädchen mit der coolen Frisur hat uns gefallen - sie konnte ja auch beobachten, wie die Frisur in 20 Jahren aussehen wird.

bildbeschreibung bildbeschreibung


* Lehrreich war es: Mir war bisher nicht bewusst, dass die heutige Jugend (Alter-Sack Modus) beim Ruf Lighters statt Feuerzeugen die Mobiltelefone schwenkt.

* Lustig war es: Besonders als Nikitamann gegen die Multinationals sang (mit Blick auf das Sponsor Zelt einer global agierenden Zigarettenmarke) und unten der Lagnesemann einen Riesenumsatz erzielte...

* Highlights:

Freitag:
The Galdiators
Tiken Jah Fakoly

Samstag:
Damian Marley

Sonntag:
Apache Indian
Saian Supa Crew (Beatbox galore!)

Summerjam 2007, wir kommen wieder...

Labels: ,




Samstag, März 25, 2006

Curse/Judith Holofernes

Daniel:
Die Lesung im Einslive-Studio am Mediapark hätten wir jetzt fast vergessen. Kleine, kuschelige, enge Location, in der Regel immer proppenvoll. Keine Möglichkeit zum Schlafen für Daggi, dafür aber ein Platz ganz vorne.

bildbeschreibung


Dagmar:
Eine Lesung, die etwas aus dem Rahmen fiel, da diesmal keine Buchtexte im Vordergrund standen. Stattdessen lasen Judith Holofernes und Curse eigene Songtexte aus ihren Alben vor. Auch wenn beider Musik nicht unbedingt meinem Geschmack entspricht, fand ich die Idee sehr originell und auch die Auswahl sehr abwechslungsreich, da der Text eines HipHop-Songs ganz anderen Regeln folgt als der eines Gitarrenstücks. Curse kann durch die wesentlich längeren Liedzeilen sehr viel Inhalt in seine Texte packen und ihm ist deutlich mehr Raum gegeben, um seine Gedanken auszudrücken, da die Sprache sehr im Vordergrund steht. Dagegen bleiben 'Wir sind Helden' für ihre Texte nur sehr wenige Zeilen. Alles, was gesagt werden soll, ist nur mit ein paar Worten auszudrücken, was mich gerade an Judiths Texten sehr faszinierte.

Sehr sympathisch fand ich die offenkundige Nervosität der beiden Gäste, die sie auch gar nicht leugnen wollten, da es für sie eine völlig andere Situation war, ihre Texte direkt vor einem kleinen Publikum zu lesen, als sie vor größerem Publikum zu singen bzw. zu rappen. Für mich ein sehr angenehmer Abend mit überzeugenden Gästen!

bildbeschreibung

Labels: ,




Freitag, März 24, 2006

Im Land der dichten Denker

Daniel:
Zu guter Letzt gingen wir noch in die gute Stube Kölns, den Gürzenich. Bestuhlung ähnlich der MS Rheinergie, lediglich ohne schwankenden Boden. Obwohl wir sehr zeitig da waren, war der Gürzenich schon fast voll.

ok


Das gilt allerdings nicht für das anabwesende Publikum. Liebe ZahnärzteWelt-Leser: Ist ja schön, daß Euch die Kolumnen von Zippert so gefallen, daß Ihr beschließt, einmal eine Lesung zu besuchen. Eventuell hat Euch das noch keiner gesagt, aber für diejenigen, die mehr als nur einen Künstler hören/sehen möchten, ist es unglaublich störend, wenn Ihr mitten in der Veranstaltung mit lautem Gepolter den Saal verlaßt. Wo bleiben hier die Sekundärtugenden, die ich eigentlich in Eurer Zielgruppe vermute? Oder bringt Ihr diese lediglich Euren Kindern bei, ignoriert sie aber selbst? Gesamtnote für Euch: 6. Kauft Euch das nächste Mal besser ein Hörbuch. Da stört es auch niemanden, wenn Ihr Euch zwischendurch ein Kölsch in der Küche holt.

Daggi:
Ich hatte ehrlich gesagt bis auf Strunk keine rechte Ahnung, was mich bei dieser Lesung erwartet, rechnete aber ganz fest mit einer schrägen Veranstaltung und wurde nicht enttäuscht. Zum Thema Heimat und Deutschland führte Rainer Pause auf fast schon karnevalistische Art durch den Abend. Zuerst hielt Hans Zippert einen bissigen Lichtbildvortrag (So funktioniert Deutschland), der sämtliche deutsche Klischees zusammenfaßte. Thomas Kapielski forderte meine ganze Aufmerksamkeit, belohnte dies aber anschließend mit einem fulminanten Konzert, bei dem er mit dem Oberkreuzberger Nasenflötenorchester ein buntes Potpourri verschiedenster Musikstücke darbot und das, melodischer als von mir erwartet, das Publikum rockte (hier ein Live-Mitschnitt).

Instrumente


Nach einer kurzen Pause las Hans Strunk aus Fleisch ist mein Gemüse vor, wodurch der Text im Vergleich zum Buch noch deutlich lebendiger wurde, insbesondere durch seine Saxophon-Einlage. Da wollte auch das Nasenflötenorchester nicht nachstehen und legte sich zum Schluß nochmal richtig ins Zeug, wobei ich an dem Song Dream a little Dream of me am meisten Spaß hatte. Im Gegensatz zu dem Teil des Publikums, der schon nach Zipperts/Strunks Lesung den Saal verlassen hatte. Abgesehen davon, daß dadurch diejenigen im Publikum gestört werden, die wegen der gesamten Veranstaltung gekommen waren, finde ich es auch den übrigen Künstlern gegenüber ausgesprochen respektlos. Den Spaß an dem Abend habe ich mir dennoch nicht vermiesen lassen.

Party

Labels: ,




Donnerstag, März 23, 2006

Hier spricht Guantanamo

Daniel:
Die Veranstaltung fand in der Kulturkirche in Nippes statt. Konnte Daggi nur mühsam davon abhalten, ihren Kopf auf die Kirchenbank zu legen. Andere Zuhörer hatten damit bei ihren Partner weniger Erfolg. Harte Kirchenbänke, aber ein Veranstaltungsort mit viel Flair.

hart


Daggi:
In der Kulturkirche in Nippes las Roger Willemsen aus seinem Buch Hier spricht Guantánamo Auszüge der Interviews vor, die er mit ehemaligen Guantánamo-Häftlingen geführt hat. Im Gegensatz zu all den eher lustigen Lesungen, die wir bisher im Rahmen der Lit.Cologne besucht haben, war dies mit Abstand die ernsteste Lesung, die ich anschließend auch sehr ratlos und bedrückt verlassen habe. Obwohl man eigentlich fast täglich mit neuen Nachrichten über irgendwelche unvorstellbaren Gräueltaten aus der ganzen Welt konfrontiert wird, ist es dennoch kaum möglich, die Aussagen der Häftlinge zu verkraften. Besonders nachdenklich machte mich Willemsens Bemerkung, daß wir uns zur Zeit auf der einen Seite zwar sehr stark mit Vergangenheitsbewältigung beschäftigen und in absehbarer Zeit wahrscheinlich auch noch Hitlers Poesiealbum verfilmt wird, während sich zur gleichen Zeit direkt vor unseren Augen Bush das Recht herausnimmt, in diktatorischer Art und Weise über Recht und Unrecht zu bestimmen.

auch hart


Natürlich stelle ich mir die Frage, was ich als Einzelner eigentlich dagegen ausrichten kann. Aber vielleicht hilft es schon ein ganz klein wenig, das Buch zu kaufen und hier darüber zu berichten.

Labels: ,




Mittwoch, März 22, 2006

Im Schatten des zwölftsexiesten Mannes der Welt

Daniel:
Mal wieder Gloria, daher weitgehend analog zu Wollita, aber mit deutlich engerer Bestuhlung, was sich leider negativ auf die Bewertung auswirkt - allerdings ist Daggi dieses Mal nicht eingeschlafen.

bildbeschreibung

Daggi:
Mit viel britischem Humor lasen David Nicholls (englisch) und Frank Goosen (deutsch) aus Nicholls 2. Buch "The Understudy" vor, ein sehr kurzweiliger Abend mit hohem Unterhaltungswert.

Die Moderatorin, die durch die Lesung führte und Nicholls Antworten auf ihre Fragen immer ins deutsche übersetzte, hatte dabei einen eher undankbaren Job, da der Großteil des Publikums der englischen Sprache durchaus mächtig war und daher bei ihrer deutschen Übersetzung natürlich kein 2. Mal über Nicholls Witze lachte.

Labels: ,




Dienstag, März 21, 2006

Ich bin nicht Karl May

Daniel:
Die Veranstaltung fand am Tanzbrunnen statt. Polsterung und Lehne, aber sehr lange Stuhlreihen, so daß man jedesmal alle Nebensitzer aufscheuchen mußte, wollte man kurz aufstehen. Daggi mußte leider ein paar Anekdoten in der Zeitung nachlesen.

bequem


Daggi:
Götz Alsmann und Christian Brückner lasen Geschichten von und über Karl May. Roger Willemsen begleitete die Lesung mit Gedichten aus seinem neuen Buch, in dem er zu jedem Karl May Band ein Gedicht verfaßt hatte.

Obwohl ich schon das eine oder andere Mal gehört habe, daß Karl May ein ziemlicher Aufschneider gewesen sein muß, gab die Lesung durchaus noch einige nette Details preis und dabei der markanten Synchronstimme von Robert de Niro, Christian Brückner, zu lauschen ist natürlich etwas ganz anderes, als darüber im Internet oder in der Zeitung zu lesen. Die Lesung endete mit einem mehr oder weniger gemeinsam gesungenen Lied, das Götz Alsmann auf der Ukulele begleitete.

bildbeschreibung


Karl May Fans aufgepaßt, hier gibt es noch das passende Zubehör für Eure Sammlung.

Labels: ,




Montag, März 20, 2006

Robert Gernhardt über Geist und Geld

Daniel:

Die Lesung fand auf der MS Rheinenergie statt, wobei naturgemäß der Saal leicht schwankte. War nicht schlimm, hab mich auch gleich daran gewöhnt. Bequeme Stühle, ausreichend Beinfreiheit (trotz zahlreicher Einkaufstüten von Daggi). Daggi nur sehr kurz eingenickt.

war ok

Daggi:
Für mich gehört Gernhardt mittlerweile fast schon zum Pflichtprogramm der Lit.Cologne. Auch wenn seine Lesungen auf den ersten Blick sicher nicht zu den spektakulärsten Auftritten gehören, bin ich immer wieder aufs Neue fasziniert, wie brilliant Gernhardt mit der Sprache umgehen kann und scheinbar völlig mühelos mit ihr spielt. Besonders fiel mir das auf, als Gernhardt zum Schluß 'Wir Weltmeister' las, ein sogenanntes Akrostichon-Sonett, ähnlich einem in der Zeit veröffentlichten Gedicht König Fußball.

Buch

Labels: ,




Sonntag, März 19, 2006

Die 6. Lit.Cologne in Köln

Freitag vor einer Woche war es wieder soweit, die 6. Lit.Cologne fand in Köln statt und auch Daniel und ich hatten schon lange vorher wieder einen großen Stapel Karten gekauft. Nachfolgend unser Fazit zur Programmauswahl mit verteilten Rollen. Dabei hat sich Daniel zur Abwechslung mal einen anderen Ansatz für seine Beurteilung überlegt. Das sollte man auch nicht zu ernst nehmen...

bildbeschreibung


Wollita - vom Wollknäuel zum Superstar


Daniel:
Für das Gloriatheater mal eine lockere Bestuhlung, ausverkaufte Veranstaltung. Sitzkomfort befriedigend, es fehlten eine ordentliche Polsterung und Armlehnen. Dagmar ist dennoch immer wieder mal kurz eingenickt.


bildbeschreibung


Daggi:
Gelesen wurde natürlich auch und ich habe auch nur kleine Ausschnitte verschlafen.

Nachdem Bildzeitung und B.Z. vergeblich versucht haben, der unbekleideten nur mit Ringelsocken und einer blauen Herz-Unterhose bekleideten Häkelpuppe Wollita einen Skandal als Pornostar anzuhängen, nutzt Wollita die dadurch gewonnene Aufmerksamkeit geschickt für eine Karriere als Chansonsängerin aus. Die durchaus recht schräge Biografie der wollüstigen Wollpuppe wurde gelesen von Francoise Cactus mit herrlich französischem Akzent und Wolfgang Müller, der für meinen Geschmack nicht unbedingt hätte dabei sein müssen, allerdings auch nicht weiter störte.


bildbeschreibung


Im Anschluß an die Lesung stellte Wollita einige ihrer Songs vor, genauer gesagt spielten Stereo Total mit Wollita alias Francoise als Sängerin.

Mein Fazit: Trotz einiger kurzer Aussetzer meinerseits eine bizarre, aber durchaus vernügliche Veranstaltung, bei der mich insbesondere die Musik begeistert hat.

Labels: ,




Dienstag, November 01, 2005

Art.Fair - zu guter Letzt

Als letzten Beitrag zur diesjährigen Art.Fair möchte ich noch unsere neuesten Errungenschaften präsentieren...

Wurst

Fell

Zwerg

Nächstes Jahr sind wir wieder dabei - unsere Wohnung bietet noch genügend Platz für weitere Kunstwerke!

Labels: ,




Montag, Oktober 31, 2005

ArtFair 2005 Tag 3

Nachdem mein erster Eintrag über die Art.Fair den Bildern gewidmet war, steht der heutige ganz im Zeichen der Installationen und Skulpturen- unsere heimlichen Favoriten der diesjährigen Art.Fair.

Daniel Wagenblast

Die ausgefallenen Schnitzereien von Daniel Wagenblast hatten es mir sehr angetan; durch ihre Größe und Schlichtheit boten sie einen sehr schönen Blickfang.

Besen

Otmar Hörl fiel mir nicht nur durch seine gewaltige Besenkonstruktion mit interessanten Farbschattierungen auf, sondern auch durch seine liebevoll gestalteten Gartenzwerge.

unser Zwerg

Schlicht und schön waren neben weiteren sehenswerten Objekten auch die kleinen Pinguine von Nele Waldert/Galerie Jansen aus Köln

Pinguine

und die Holzkonstruktionen von Cristof Knapp.

Knapp

Diese kleinen Kerle von Sun-Rae Kim, die zwar von weitem ausgesprochen flauschig aussahen, bei näherem Betrachten aber aus Plastikstrohhalmen oder Stoffteilen bestanden, haben mich wirklich begeistert (nur ihr Preis leider nicht).

Sun-Rae Kim

Insgesamt große Freude erzeugte die Lounge - nicht nur durch ihr schickes Ambiente, sondern durch die auf den Boden direkt am Eingang projizierten Fische, die in alle Richtungen ausschwärmten, sobald man sich ihnen näherte. Ganz so als wären sie echt.

bildbeschreibung

Und zum Schluß entdeckten wir noch zufällig diese Installation in einer Ecke der Messehalle - kostet nächstes Mal sicherlich das Doppelte :-)

Die eine oder andere Skulptur hätte sich ausgesprochen gut in unserem Wohnzimmer gemacht. Nachdem ich nun gestern eine Dekoflasche in der Wohnzimmerecke runtergeworfen habe (die mir auch schon länger ein Dorn im Auge war) hätten wir zwar ein Plätzchen zum Stellen frei, aber alles auf einmal geht leider auch nicht.

Nächstes Jahr ist ja wieder Art.Fair!

Labels: ,




Sonntag, Oktober 30, 2005

ArtFair Rahmenprogramm/Tag 2

Das Rahmenprogramm der art.fair 2005 hat mich (positiv) überascht:

Am Tag der Eröffnung lief Nik Nowak mit seinem mobile Booster,einem fahrbaren Ghettoblaster, durch die Ausstellung und beschallte die Besucher mit Breakbeats - der fleischgewordene Alptraum aller "Pimp my Gartenzaun" Fans.

bildbeschreibung

Der "elegant Slave" von Masahiro Fukuyama ist uns ebenfalls begegnet - anschliessend haben wir eine schöne Videoprojektion in einem der Gewölbe gesehen.

Am zweiten Tag war die offizielle art.fair Party unser Ziel. Am Anfang waren wir wieder im Videobereich, danach zog es uns zur Musik, mit Egoexpress und Karaoke Mitte (live).

Mal sehen, was uns heute dort erwartet...

[Update]
Wir hatten Glück und haben heute unter anderem nochmals die Performance von Nik und Masahiro gesehen:

Musicperformance

Labels: ,




Samstag, Oktober 29, 2005

ArtFair 2005 - die Eröffnung


Ich beginne meine Geschichte über die Art.Fair 2005 mit einem Lob. Zum Beispiel über die Vielfalt der Exponate. Schrilles, Schräges, Schönes und Schlichtes - auf der Art.Fair sind wieder sämtliche Variationen vertreten. Die Begrüßung der Messebesucher hat neben Guido Westerwelle (der dafür eigentlich kein Mikrofon benötigt hätte) wieder das Kunstkaufhaus Ost übernommen, der erste Stand am Messeeingang, an dem wir gleich ausgiebig stöbern mußten und auch ohne Zögern zugeschlagen haben.

Kunstkaufhaus Ost

Loben möchte ich auch die neue Lokation in der Expo XXI in der Nähe des Hansarings, dem ehemaligen Postzentrum. In der Messehalle selber merkt man davon vielleicht nicht ganz soviel, aber die Lounge im Erdgeschoß war genau nach meiner Vorstellung. Im Industriedesign mit Plätzen zum Chillen, einer Bar, leckeren Bagels und Salaten und einer separaten Halle für ausgefallene Videoinstallationen.

Babak Saed und Jan M. Petersen haben wir oben schon erwähnt. Aber uns fielen noch weitere Künstler bzw. Galerien positiv auf.

Die Galerie Lumas war mit beeindruckenden Fotografien vertreten. Natürlich haben wir auch bei der Galerie U7 und Jörg Eibelshäuser vorbeigeschaut. Seine neuen Werke - statt auf Leinwand jetzt auf Alu gemalt - hatten etwas Faszinierendes für mich, da dies den Bildern eine völlig andere Wirkung verleiht.

Jörg Eibelshäuser

Sorry für die schlechte Bildqualität - ich hatte leider meine Kamera vergessen und nur mein Mobiltelefon dabei. Deswegen müssen wir heute noch einmal hin - und auch wegen der Party.

Labels: ,




Sonntag, Oktober 23, 2005

ART.FAIR - Internationale Messe für aktuelle Kunst

Es ist wieder soweit: Vom 28. Oktober bis zum 01. November 2005 findet zum 3. Mal in Köln wieder die Art.fair statt, dieses Jahr in einer neuen Lokation, der EXPO XXI am Gladbacher Wall.

Nachdem Daniel und ich letztes Jahr zu dieser Zeit gerade Urlaub in Prag machten und die Messe nicht besuchen konnten, sind wir nächstes Wochenende auf jeden Fall dabei - zumal ich aufgrund eines Blogeintrags über die Art.fair 2003 eine Einladung der Veranstalter erhalten habe. An dieser Stelle meinen herzlichen Dank!

Ich bin schon sehr gespannt, was mich am Wochenende erwartet. Von der Art.fair vor zwei Jahren war ich sehr angetan, allerdings waren wir damals noch sehr zögerlich beim Kunstkauf. Mittlerweile hat sich unsere kleine Kunstsammlung doch ein wenig vergrößert, was auch daran liegt, daß unsere jetzige Wohnung deutlich mehr Platz für Bilder bietet als die letzte.

Sehr interessant finde ich auch, wie sich der Maler Jörg Eibelshäuser von der Galerie U7, von dem wir unser erstes Bild erstanden, im Laufe der letzten zwei Jahre entwickelt hat.

Wer sich für Jörg Eibelshäuser interessiert, kann sich am kommenden Mittwoch den Lauschangriff auf Eins Live anhören. Hier wird ein Interview mit dem jungen Maler gesendet - Von der Spraydose zum Pinsel.

Labels: ,




Dienstag, Juli 12, 2005

Summerjam 2005 - Tag 3

bildbeschreibung

Kurzes Fazit des letzten Tages: Am Sonntag haben wir haben 3 definitive CD-Kauftipps gehört/gesehen.

Zuerst Noiseshaper, die am Sonntag mittag einen sehr schönen Auftritt (vor leider zu wenig Publikum) abgeliefert haben, wirklich gut gemachter Dub. In die Platte Rough Out There sollte man zumindest mal reinhören.

Zoe folgte danach, zog das Tempo etwas an, trotzdem relaxte Musik, die man gut hören kann, die Platte Zoeciety wird bei uns bald öfters laufen.

Überaschung des diesjährigen Festivals war für mich Nosliw, den ich davor nicht kannte. Bildungslücke. Zusammen mit Maxim von Rootdown Records hat er mit den besten Auftritt hingelegt, mein persönlicher Favorit (neben Yellowman). Dies nicht nur, weil er Fler/Sido/Bushido gedisst hat, im Duett mit Maxim hat alles gepasst, perfekter Sound mit intelligenten Texten.

Sein Album Mittendrin und seine EP Musik sollte man definitv im Schrank haben.

Fazit:
Nosliw und Yellowman waren meine Highlights des Summerjams 2005.

Labels: ,




Sonntag, Juli 10, 2005

Summerjam - Tag 2

Gestern war ein nahezu perfekter Summerjam-Tag, das Wetter hat mitgespielt, die Bands/Artists waren alle gut.

Für mich waren gestern Yellowman und Barrington Levy die Highlights.

Barrington Levy ist klar, "under mi sensi" ist mir, ebenso wie Dawn Penn gestern, als Ragga Jungle Hymne ab '94 immer wieder über den Weg gelaufen.

Summerjam

Yellowman hat die bisher beste Show abgeliefert. Eine unglaubliche Bühnenpräsenz - irgendetwas zwischen Hochleistungssport und dem Ministry of silly walks, ganz groß!

Die Headliner (gestern Gentleman) haben mich aber nicht so sehr begeistert, evtl. schon zu oft gesehen/gehört. Wir sind gestern dafür ins U-Club-Tent gegangen, war die bessere Wahl.

U-Club

Wer noch mehr über den Summerjam lesen will, findet bei SpOn einen Artikel (via Tobi).

Labels: ,




Samstag, Juli 09, 2005

Summerjam 2005 - Tag 1

Echte Summerjam-Stimmung mochte am Freitag mittag nicht aufkommen, bei der Heimfahrt mit dem Fahrrad hat uns ein Regenschauer erwischt. Das konnte uns aber nicht von der Fahrt an den Fühlinger See abhalten, das Programm war viel zu verlockend und der Regen auch schon wieder abgeflaut.

Überascht waren wir dann vor Ort, so problemlos und schnell sind wir noch nie durch die Kontrollen am Eingang gekommen, mal sehen, ob das heute auch so sein wird.

Dieses Jahr ist mir besonders aufgefallen, dass das Programm einen vor schwere Entscheidungen stellt - gestern war die Wahl z.B. zwischen Dawn Penn und Asian Dub Foundation zu treffen. Klar, das der Veranstalter das machen muss, damit die Menge sich zwischen den Bühnen aufteilt, aber für uns macht es die Planung nicht einfacher.

Am Anfang haben wir uns für Culcha Candela entschieden. War gut, hat mich an die Auftritte von Seeed vor ein paar Jahren erinnert, die haben sich richtig Mühe gegeben, die Stimmung anzuheizen und hatten ein paar Specials zum 20. Summerjam-Geburtstag vorbereitet.

Danach kam der oben angesprochene Konflikt auf uns zu: lieber zu Asian Dub Foundation (ADF), die mich mit ihrem Breakbeats begeistern oder die Dawn Penn, große alte Dame, die mit (No, no, no), you don´t love me einen Klassiker produziert hat, der mir vor ca 12 Jahren schon als Ragga-Jungle-Version (Hörprobe bei Amazon, Lied 4) auf allen Parties begegnet ist. Wir haben das dann salomonisch gelöst, zuerst eine Stunde ADF, danach eine Stunde Dawn Penn, die auf der kleinen Bühne mehr Zuhörer hatte als ADF auf der großen.

Beide waren sehr gut, bei ADF hat es kurz geregnet, was die Stimmung aber nicht beeinträchtigte, Dawn Penn hat eine super Show hingelegt.

Danach noch eine weitere schwere Entscheidung - Seeed oder Israel Vibration. Auch hier haben wir die Zeit wieder geteilt, zuerst Seeed, danach noch kurz Israel Vibration und dann war es auch schon 24 Uhr, der erste Tag war zu Ende.

Seeed war nicht schlecht, war aber auch nix Überaschendes mehr, mich freut, dass sie inzwischen als Headliner auftreten, haben sich wirklich "hochgespielt".

Israel Vibration hat mich beeindruckt. Ich kannte zwar die Musik, aber nicht den Background (haben sich als Kinder in der Polio-Reha kennengelernt), die haben unglaublich auf der Bühne gerockt.

Idylle

Heute dann Tag 2, mit nicht weniger schweren Entscheidungen:
Sergent Garcia vs. Barrington Levy
Patrice vs. Amadou & Mariam vs. Yellowman
Black Uhuru vs. Chuck Fender vs David Rodigan/Pow Wow

Mal sehen, ich werde berichten...

Wer nicht nach Köln reisen konnte/wollte, findet auf der Summerjam-Seite ein paar Livestreams aus dem "Yellow Tent" (DSL/Modem, ab 18 Uhr)

Labels: ,




Montag, März 21, 2005

Litcologne 2005 - meine Eindrücke

1. Es blühen die Neurosen mit Herbert Feuerstein

In einer etwas eigenartig Lokation, der Kantine der Central Krankenversicherung am Hansaring, moderierte Herbert Feuerstein diesen sehr kurzweiligen Abend und versah ihn mit seinen gewohnt bissig-ironischen Kommentaren. Die drei Vorleser Caroline Schreiber, Dominique Horwitz und Benno Primus lasen abwechselnd neurotische Texte von Neurotikern wie David Sedaris, Woody Allen, Franz Kafka etc., während Nessi Tausendschön, auf dem Klavier begleitet von Rolf Hammermüller, zwischen den Texten das Publikum mit ihrem eigenwilligen Gesang zum Lachen brachte.

Neurosen

2. Männer, die alles essen - Jeffrey Steingarten trifft Wolfram Siebeck

Bei dieser Lesung erfuhren Daniel und ich, daß auch Geschichten rund ums Essen durchaus lustig sein können. Die Moderatorin Tamara Trautner diskutierte mit den beiden Gourmets Steingarten und Siebeck über Literatur und Essen. Zwischendurch wurden von Heinrich Baumgartner immer wieder Texte aus Steingartens Buch Man who ate everything und Kolumnen von Siebeck (Siebeck isst im Bundestag, Artikel aus seiner Zeit-Kolummne) vorgelesen.

Während Siebeck eher bissig und amüsant schreibt, waren die gelesenen Auszüge aus Steingartens Buch, z. B. über das Wagyu-Rind nicht nur lustig, sondern auch lehrreich.

Uns lockte allerdings nicht nur die durchaus hörenswerte Lesung, sondern auch die Aussicht auf ein feines Essen: Vor der Lesung wurden im Rahmen eines Buffets allerhand asiatische Leckereien angeboten. Mein persönlicher Favorit war das Rinderfilet auf Szechuan-Pfeffer, da ich noch selten so gutes Fleisch gegessen habe. Direkt im Anschluß an die Lesung gab es noch ein Dessertbuffet, das mit Leckereien wie Tiramisu und Crème brulée auch nicht zu verachten war.

Hyatt

3. Götz Alsmann liest Drei Mann in einem Boot auf dem Rhein

Bei einer Schifffahrt auf dem Rhein mit der MS Rheinenergie las Götz Alsmann auf brilliante Art und Weise aus dem immerhin schon über 100 Jahre alten Roman 3 Männer in einem Boot von Jerome K. Jerome vor und zwar mit soviel Begeisterung und Enthusiasmus, daß auch der Vorleser selbst immer wieder mal vor Lachen ins Stocken geriet.

Ach, und übrigens: Die Lesung war die Premiere der Veröffentlichung des von Alsmann gesprochenen Hörbuchs (5 Audio-CDs). Außerdem hat das Buch nichts mit dem ebenfalls sehr bekannten Film Drei Mann in einem Boot zu tun.

Boot



Ich würde sagen, unsere Auswahl der diesjährigen Lit.Cologne war mal wieder sehr gelungen. Das nächste Jahr wird aber noch besser, denn da soll die Lit.Cologne an neun Tagen stattfinden.

Auf dem Weg zum Veranstaltungsort haben wir zufällig noch das Weltjugendtagskreuz gesehen, das an diesem Tag in Köln angekommen ist.

Labels: ,




Samstag, März 19, 2005

Litcologne, Part IV

2 kurze Anmerkungen zur Litcologne, Daggi wird ja sicher ausführlicher berichten:

Passend zum gestrigen Litcologne-Donaldisten-Kongress-Eintrag findet man bei ITW die Richtigstellung, der offizielle Donaldisten-Kongress findet am 16. April in Aachen statt.

Da Daggi öfters ein kleines Aufmerksamkeitsdefizit bei den Lesungen hat *hüstel* (wenigstens ohne zu Schnarchen), habe ich etwas für sie gefunden:
den Caffeine Calculator, "der fuer eine ganze Reihe dieser Lebensmittel erlaubt, zu berechnen, wieviel Koffein sie enthalten." (via abseits.de) - praktisch, da kann man sehen, dass z.B. Mountain Dew (mein bevorzugtes Getränk in New York) mehr Koffein als Cola hat.

Labels: ,




Litcologne - der Samstag

Heute geht es zur Litcologne zu Götz Alsmanns Lesung: "Drei Mann in einem Boot". Der Titel stimmt fast, werden eher 3-500 Mann/Frauen in einem Boot sein - die Lesung ist auf dem Rhein, auf der MS RheinEnergie.

Ich hoffe nur, dass wir nicht soviel Hochwasser haben wie dieser Kapitän in Demopolis, ich würde gerne ganz normal unter der Hohenzollernbrücke durchfahren.

Labels: ,




Freitag, März 18, 2005

Litcologne

Ein (Medien)-Highlight der Litcologne ist/war der Donaldisten-Kongress. Diese Veranstaltung haben wir nicht besucht, wir haben uns auf 3 Tage/Veranstaltungen beschränkt (Daggi wird sicher noch ein paar Worte dazu bloggen).

Eventuell wird das aber bei der Entzeit nachgestellt :-)

Labels: ,




Sonntag, Februar 06, 2005

Litcologne

Auch dieses Jahr findet wieder die Litcologne in Köln statt, inzwischen schon im 5. Jahr.

Wir haben uns für folgendes Programm entschieden:
Am Donnerstag wollten wir eigentlich zu Robert Gernhardt gehen, haben uns dann aber kurzfristig für Herbert Feuerstein und seine Neurosen entschieden.

Freitags weden wir uns dann im Hyatt (hoffentlich) nicht nur an dem Löffelmenu erfreuen, während Siebeck und Steingarten über gutes Essen diskutieren.

Das ganze wird von der Bootstour am Samstag gekrönt: Götz Alsmann liest aus "3 Mann in einem Boot" und musiziert auf einem Kleininstrument, während wir auf dem Rhein schippern.

Die Vorstellung ist ausverkauft, es gibt aber noch Karten für eine Zusatzvorstellung um 23 Uhr!

Letztes Jahr hat mir Robert Gernhardt am Besten gefallen, als er im Krankenhaus seine K-Gedichte gelesen hat. Nach all den nachdenklich machenden aber doch lustigen Gedichten, welche seine Erkrankung betrafen blieb uns doch ein K-Gedicht lange im Gedächtnis, das Käsegedicht:
"Liebste, reich die Käsereibe,/auf dass ich den Käse reibe...(mehr bei der Lyrikwelt)"

Labels: ,




Samstag, März 20, 2004

Leider schon wieder vorbei....

Ein letztes Mal LitCologne dieses Jahr: Axel Hacke präsentierte sein Buch Deutschlandalbum in der Königin-Luise-Schule, schöne Geschichten über Deutschland bzw. das, was uns Deutsche ausmacht, zum Teil besinnlich, zum Teil zum Schmunzeln. Bei der anschließenden Fragerunde amüsierte er uns mit seinen schlagfertigen Antworten.

Unser Resumé: Die LitCologne bot auch dieses Jahr einem breiten Publikum ein ausgesprochen vielseitiges und anspruchsvolles Programm. Nächstes Jahr sind wir auf jeden Fall wieder dabei.

Morgen dagegen werden wir uns erst einmal den noch verbliebenen Baustellen in unserer Wohnung widmen.

Labels: ,




Freitag, März 19, 2004

Litcologne - eine Kurzfassung:

Wie Daniel schon geschrieben hat, waren wir Mittwoch bei Dominique A. (in dem Zusammenhang möchte ich unbedingt noch einmal auf meine CD-Tipps hinweisen), sehr angenehme Musik, französische Chansons, brilliante Stimme, nur ein paar Lieder waren für meinen Geschmack etwas zu rockig. Interessant fand ich vor allem die Technik, wie er Gesang, Instrument und Computer miteinander kombinierte. Störend fand ich lediglich die zwei Frauen vor uns, die sich offensichtlich schon länger nicht mehr gesehen hatten und während des Konzerts den neuesten Klatsch und Tratsch austauschen mußten. Wären sie doch besser in ein Café gegangen.

Am Donnerstag fand im Limelight eine gemeinsame Lesung von Nick Hornby und Julie Orringer statt. Während der Moderator - Charlotte Roche fiel krankheitsbedingt leider aus - denkbar schlecht war und eher wie ein spießiger Schulmeister wirkte, gefiel mir die Lesung von Julie Orringer (besonders ihre sehr angenehme Stimme), die aus ihrem Debütroman How to Breathe Underwater eine spannende, aber auch sehr beklemmende Geschichte über zwei Geschwister las, ausgesprochen gut. Und Nick Hornby? Tja, muß wohl sehr gut gewesen sein. Leider konnte ich das nur noch dem lauten Beifall entnehmen, der mich am Ende seiner Lesung aus dem Schlaf riß. Das soll aber nun nicht heißen, daß mir seine Geschichte Otherwise Pandemonium (bisher nur in einer amerikanischen Literaturzeitschrift veröffentlicht) nicht gefallen hätte, keineswegs, sondern daß ich aufgrund unseres Umzugs immer noch an akutem Schlaf- und Energiemangel leide. Sehr schade, daß ausgerechnet diese Lesung darunter leiden mußte.

Heute war nun in der Universitätsklinik eine sehr kurzweilige Lesung von Robert Gernhardt angesagt. In der Bahn schmökerte ich kurz in seinen Prosamen. Schon auf der 2. Seite kamen mir die Tränen vor Lachen, so daß ich das Buch schnell wieder zuklappte. Die Leute um mich herum fingen ja schon an, irritiert zu kucken.

Nach der Lesung konnte man sich beim Meister selber seine mitgebrachten Bücher signieren lassen. Tobi, der alte Schwabe, hatte uns leider nur die Reclamfassung der Prosamen geschenkt (ja genau, die kleinen gelben Bücher, die wir früher immer in der Schule lesen mußten). Leider hinderte das Daniel nicht daran, mich gegen meinen Willen mitten in die Schlange der Wartenden zu schieben. Lieber hätte ich mich dort mit einer leinengebundenen Fassung mit Lederrücken angestellt. Immerhin besitze ich nun ein von Robert Gernhardt persönlich signiertes Reclamheft, mal ehrlich, wer hat sowas noch im Bücherregal stehen?

Morgen abend lauschen wir noch Axel Hacke und danach ist für uns die diesjährige Litcologne leider wieder vorbei. Danach geht es weiter mit Anekdoten zu unserem Umzug.

Labels: ,




Sonntag, November 02, 2003

Daniels 3 Fettnäpfchen:
(in alle innerhalb von weniger als 12 Stunden reingetreten)

1. Teil

Daggi schaut sich auf MTV das neue P.Diddy-Video mit den vielen hübschen Schnitten an.
Daggi (seufzt): Ich sollte abnehmen...!
Etwas später ißt Daggi ein Stück Schokolade.
Daniel (ermahnend): Du wolltest doch 15 kg abnehmen!

Wie kam er nur auf die 15 kg? Da war wohl der Wunsch der Vater des Gedankens!

2. Teil

Daniel und Daggi auf der art-fair. Auf einer gelben Couch mit Bananen drauf kann man ein Digitalfoto von sich machen lassen.
Daniel: Willst Du?
Daggi: Nee, meine Frisur sieht heute Scheiße aus.
Daniel: Okay, dann gehen wir.

Meiner Meinung nach hätte er hier heftig dementieren müssen!

3. Teil

Daniel telefoniert mit Tobi. Daggi steht in der Küche und kocht. Tobi erzählt, was es bei ihm gestern Leckeres zu essen gab.
Daniel (gedankenlos): Uns kocht nie jemand etwas Leckeres.

Labels: , ,




Stolze Kunstbesitzer: Nun haben wir doch noch auf der art-fair zugeschlagen und ein Bild von Jörg Eibelshäuser gekauft, einem jungen Studenten der Städelschule, der von der Galerie U7 aus Frankfurt vertreten wird. Das Bild, das uns am besten gefiel, war zwar leider schon weg, aber dafür gab es auf die anderen 10% Rabatt, weil heute letzter Messetag war. Aber ganz einfach war es nicht, uns zwischen den anderen Bildern zu entscheiden, denn irgendwie sprachen uns doch alle an. Na ja, nächstes Jahr ist ja wieder art-fair.

Kunst

Der junge Mann war im Preis allerdings nicht mit drin. Und weil das Bild in unserer jetzigen Wohnung eigentlich nirgends richtig Platz hat, werden wir uns nun eine neue suchen :-)

Labels: ,




Mittwoch, Oktober 29, 2003

Sehr interessant, heute hat der SPD-Parteivorstand in meinem Blog gestoebert. Aber obwohl mich das schon ein bisschen amuesiert hat, bin ich heute zum Bloggen trotzdem zu schlecht gelaunt.

Auf der Vernissage der art-fair haben wir ein wunderschoenes Bild entdeckt, von einem noch ganz jungen Kuenstler, Joerg Eibelshaeuser, noch nicht so bekannt, waere daher sogar noch bezahlbar gewesen. Aber eine gewisse Bedenkzeit brauchten wir dennoch. Als wir beim 2. Rundgang wieder an der Galerie vorbeikamen, war das Bild bereits verkauft *heul*

Labels: ,




Montag, Juli 07, 2003

So, heute die versprochenen Zeilen zum diesjaehrigen Summerjam ......

Freitagabend machten wir uns mit Bus und Bahn auf den Weg zum Fuehlinger See. Da war Gorg, unser Besuch aus Stuttgart, noch dabei, der an diesem Abend zum ersten Mal Summerjam-Luft schnuppern konnte (haha, im wahrsten Sinne des Wortes, wo waren eigentlich die aeusserst zahlreichen Polizisten *g*). Auch wenn sie gelegentlich als Kommerzkacke und aehnliches bezeichnet werden, waren doch unter anderem Seeed meine Favouriten. Die Stimmung war ausgelassen und .... ehem.... sehr entspannt. Wenn ich da an das Eminem-Konzert denke, da ging es hier schon voellig anders zu. Warum das Koelner Ordnungsamt so einen Wind macht, ist mir nicht ganz klar. Bei jedem Dorffest haette ich mehr Angst, in eine Schlaegerei mit Betrunkenen zu geraten. Beim Summerjam war es weitgehend friedlich. Interessante Leute, exotisches Essen, tolle Musik, allerdings auch stolze Preise, aber ehrlich, wer hat da etwas anderes erwartet? Selber etwas mitzubringen war zwar erlaubt, vielen aber wahrscheinlich viel zu uncool.

Leider wurde Gorg ueber Nacht krank und musste kurzfristig wieder abreisen. Heike erklaerte sich dann spontan bereit, den Samstag mitzukommen. Sie hatte das Vergnuegen, Sean Paul life auf der Buehne zu .....hoeren *g* Zum Sehen war es wieder viel zu voll und ich leider viel zu klein. Aber die Stimmung vorne in der Menge war genial, da blieb kaum einer ruhig stehen. Mal abgesehen von dem graumelierten ca. 40-jaehrigen, der anfangs eine ganze Weile stocksteif neben uns stand, bis er seinen ersten Joint geraucht hatte. Danach fing er voellig hemmungslos und sehr albern an herumzuhuepfen. Hmm...solche Typen finde ich immer ausgesprochen deprimierend. Er hat sicherlich hinterher in seinem Bekanntenkreis erzaehlt, was fuer ein geniales Event er erlebt haette und dass er voellig aus sich herausgegangen sei. Traurige Gestalt.

Am Sonntag merkte man dann schon, dass die Stimmung etwas ruhiger wurde und sich der Summerjam dem Ende zuneigte. Aber als erwarteter Ueberraschungsgast brachte Gentleman trotzdem noch alle zum Mitsingen, Mitgrooven und Jumpen. Ehrlich, fuer mich ist das nix, da kriegt man nur einen roten Kopf, die Frisur wird strubbelig, man faengt an zu schwitzen und die Klamotten verrutschen :-) Aber toll fand ich es trotzdem! Danach hingen wir noch eine Weile vor der green stage herum, assen afrikanische Gerichte, lagen faul in der Sonne (ja wirklich, die kam am Sonntag auch noch heraus) und beobachteten die Leute um uns herum. Faszinierend fand ich die gerade die kleinen Kinder (jedem Mitarbeiter des Jugendamtes wuerde bei dem Gedanken wahrscheinlich das Herz stehen bleiben), die einen Heidenspass hatten, zu der Musik zu tanzen und in die Haende zu klatschen. Die hatten ihren Spass.

Geraucht wurde natuerlich auch auf diesem Summerjam, die meisten Leute liess die ueberwaeltigende Polizeipraesenz voellig kalt. Aber nach den chaotischen Zustaenden am ersten Tag hatte wohl keiner mehr wirklich Lust auf strenge Kontrollen. Ein Glueck, dass wenigstens Passivrauchen nicht strafbar ist *G*





Labels: ,




Sonntag, Juli 06, 2003

So. Summerjam ist fuer dieses Jahr leider wieder vorbei. Ob er naechstes Jahr ueberhaupt wieder am Fuehlinger See stattfindet? Die Stadt Koeln waere ohne auf jeden Fall ein bisschen weniger attraktiv. Hab wieder viele Eindruecke gesammelt, faszinierende Leute, tolle Musik, buntes Treiben....bin heute leider nur viel zu muede, um alles zu erzaehlen, hole ich morgen in Ruhe nach. Fuer heute gilt: Gemuetlich ausstrecken, die laedierten Fuesse massieren lassen und morgen ganz lang ausschlafen *gaehn*

Labels: ,




Samstag, Juli 05, 2003

Heute erster Summerjam-Tag. Seeed war klasse, hat mir super gefallen. Wie ich festgestellt habe, bin ich gar nicht konzertuntauglich, mir fehlt es nur an der noetigen Groesse. Als wieder mal so ein Schrank vor mir stand, musste ich mit stiller Wehmut an meine Kindergartenzeit denken, als es immer hiess: Die Kleinen nach vorne!

Meine schweren Lowa-Stiefel - eigentlich ziemlich uncool - hatte ich ja heute nur wegen des schlechten Wetters an. So wie es in Suelz den ganzen Tag geregnet hatte, rechneten wir damit, dass am Fuehlinger See alles ziemlich matschig sein wuerde. Das war zum Glueck nicht der Fall, aber die Stiefel waren trotzdem aeusserst hilfreich beim Kampf gegen all die Draengler und Schubser. Ich zaehlte so ca. 23 gut platzierte Fusstritte, 2 fehlgeleitete (einmal Daniel gestreift, einmal ein kleines Maedchen getroffen - das war nicht mit Absicht) und einen vorzeitig gestoppten, da ich dachte, es sei Gorg. Die Stiefel zieh ich jedenfalls morgen wieder an. Das ganze Gehopse gibt mir ja nicht allzuviel. Entweder bin ich zu alt oder zu schwer. Oder beides. Und jetzt tun mir scheusslich die Fuesse weh vom langen Stehen *heul*

Aber es hat nicht geregnet, was quengel ich eigentlich rum?

Labels: ,






 

Aktuell
Impressum