Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:

 

Daggis Leben - Notizen aus der Vorstadt

daggi


Aktuell
Archiv
Dagmars Homepage
E-Mail
Impressum

RSS Feed RSS-Feed
Atom-Feed Atom-Feed


Links


Urlaubstipp fürs Piemont


Urlaubstipp für die Provence



Zuletzt gelesen:

Rincewind
Verblendung

Theos Reise
Verdammnis

Amazon Wunschzettel



Creative Commons Lizenzvertrag

Powered By Blogger TM
DAS Blog
GeoURL




Tags
Ameisen
art.fair
Bali
Bangkok
Barcelona
Berlin
Bombay
Dublin
Event
Goa
Indien
Kerala
Litcologne
London
Mumbai
New York
Paris
Piemont
Prag
Reise
Rom
Summerjam
Szenen einer Beziehung

Mittwoch, Mai 23, 2007

Indienbilder und Zooomr

Auf die Schnelle:
Leider gehen derzeit die Bilder bei Zoomr in den Indienberichten nicht. Ich hoffe aber immer noch, dass selbst nach der Umstellung dort die Links noch gültig sind.

Labels: , , , , ,




Montag, Mai 07, 2007

Wieder ab nach Hause
Freitag, 22. Dezember 2006

Da unser Flug über Dubai nach Düsseldorf sehr froh ging, mußten wir schon um 0.30 Uhr mit dem Taxi zum Flughafen, hatten aber dennoch vorher ein paar Stunden im Hotel geschlafen, um einigermaßen fit zu sein.

Der ausgesprochen bizarre Taxifahrer - ein alter Mann mit sehr langem Bart in einem alten, klapprigen Taxi - wartete pünktlich vor unserem Hotel. Unser Gepäck wurde liebevoll mit einer Schnur festgebunden, da sich der Kofferraum nicht mehr schließen ließ.

Am Flughafen wartete eine unglaublich lange Schlange auf uns, in die wir uns einreihten, ohne eigentlich zu wissen, worauf wir warten mußten. Schließlich saßen wir aber doch im Flugzeug.

Der Flug zurück war unspektakulär, alles verlief reibungslos inklusive Umsteigen in Dubai, wo wir leider nur ganz wenig Zeit zum Shoppen hatten.

Und was haben wir in Düsseldorf als allererstes gemacht als wir am Flughafen ankamen?

Zeitungen und Schokoriegel gekauft :-)

Labels: , , ,




Freitag, Mai 04, 2007

Letzter Tag in Indien
Donnerstag, 21. Dezember 2006

Auch heute standen wir wieder zeitig auf und waren daher bereits um 9.00 Uhr unterwegs. Auf das wirklich kaum empfehlenswerte Frühstück im Hotel hatten wir diesmal verzichtet und uns stattdessen von einem muffeligen Kellner ein paar Muffins für unterwegs einpacken lassen.

Der Colaba Causeway wurde um diese Uhrzeit erst langsam wach, viele Geschäfte hatten noch zu, so auch das Inshalla Mashalla, wo wir mal vorbeischauen wollten. So bummelten wir gemütlich weiter zum Taj und kauften dort Tickets für Elephanta Islands. Wir kauften extra Deluxe Tickets zu einem höheren Preis, da sie eine geführte Tour beinhalten sollten. Das sollte sich später aber als falsche Aussage herausstellen, denn anschließend machte keiner mehr einen Unterschied zwischen den verschiedenen Tickets. Ich muß ehrlich sagen, dass ich noch nie so oft das Gefühl hatte, so offensichlich übers Ohr gehauen zu werden wie in Mumbai, aber auch wenn dieser unangenehme Eindruck irgendwo im Hinterkopf blieb, wollte ich mich nicht ärgern. Die Beträge sind aus unserer Sicht ja doch sehr überschaubar.

bildbeschreibung

Die ca. 1-stündige Fahrt nach Elephanta Island in einem alten Kahn bei schönem Wetter war sehr beschaulich. In meinem gesamten Indienurlaub waren mir bewusst vielleicht so 10 deutsche Touristen über den Weg gelaufen. Als wir gerade auf dem Boot Platz genommen hatten und noch einen Blick auf das Gateway of India und das Taj warfen, hörten wir uns gegenüber eine männliche Stimme in breitestem Schwäbisch: ?Hannelore, willsch Du noch a Foddo macha??

Auf Elephanta Island angekommen fielen gleich wieder alle möglichen Händler und Verkäufer über uns her: Alte Frauen, die extra zerbeulte Blechtöpfe auf dem Kopf balancierten, um von uns gegen Geld fotografiert zu werden, zahlreiche Straßenhändler, die an ihren reichbestückten Verkaufsständen jede Menge Tand und Nippes verkaufen wollten, Kinder, die sich als Guide für die Insel anboten ... nur unser eigentlich schon bezahlter Guide war nirgends zu sehen. Die Strecke bis zum Eingang der Höhlen fährt eine kleine Bahn, die dabei einen Höllenlärm macht und kaum schneller ist als zu Fuß. Den Hinweg liefen wir, da die Bahn schon voll war. Überall konnte man kleine Snacks kaufen, gegrillte Maiskolben, Nüsse oder Zuckerrübensaft, aber darauf verzichteten wir lieber. Zu den Höhlen selber ging es noch gut 100 Stufen bergauf. Dass die Touristen hier automatisch langsamer wurden, hatten findige Verkäufer wieder für ihre Zwecke ausgenutzt: Dicht an dicht standen die Verkaufsstände die gesamten Treppen hinauf, hier wurde wieder alles verkauft, was man braucht oder auch nicht.

bildbeschreibung

Oben angekommen schauten wir uns die 2500 Jahre alten Höhlen an. Leider hatten die Portugiesen einige der Skulpturen zerstört, da sie sie als Ziele für ihre Schießübungen genutzt hatten. Aber es war trotzdem noch einiges zu erkennen. Erstaunlich, was man schon vor so vielen Jahren mit einfachstem Werkzeug gebaut hatte. Um die Inseln herum tummelten sich jede Menge Affen, zahlreiche Hunde und auch viele Touristen.

Zurück fuhren wir mit der Bahn, unter anderem um all die lästigen Verkäufer und insbesondere die alten Frauen mit ihren Blechtöpfen abzuschütteln. An der Ablegestelle angekommen erwischten wir auch direkt ein Boot und konnten ohne Pause zurück nach Mumbai fahren. Die Rückfahrt habe dann nicht nur ich fast vollständig verschlafen.

Wieder auf dem Festland angekommen, schauten wir kurz im Cottage Industrie Emporium vorbei, kauften ein paar Kleinigkeiten für die Familie zuhause und staunten über das umständliche und bürokratische Verfahren, nach dem man jeden einzelnen Gegenstand bezahlen muß: Zuerst bringt man den gewählten Artikel dem zuständigen Verkäufer (und davon gab es einige, so dass man erstmal den richtigen ausfindig machen mußte). Dieser stellt den 1. Beleg aus und schickt einen an die zuständige Kasse zum Bezahlen. Dort sitzt der nächste Inder und trägt genau in ein Buch ein, was man gekauft hat und was es kostet. Der Eintrag wird ordentlich gestempelt und signiert. Um die jeweiligen Posten säuberlich voneinander zu trennen, unterstreicht er das ganze mit einem großen Lineal. Beleg Nr. 2 wird ebenfalls sehr ordentlich mit dem Lineal vom Schreibblock abgetrennt und gegen Bezahlung dem Kunden ausgehändigt. Der gekaufte und schon bezahlte Artikel wird aber noch nicht herausgegeben, da er ja noch verpackt und abgehakt werden muß. Dazu geht man an die Ausgabestelle, an der Inder Nr. 3 Päckchen sortiert und gegen Rückgabe des Belegs Nr. 2 auch aushändigt. Vorher prüft er aber genau, ob Beleg und seine Liste bzw. der Vermerk auf dem Paket auch übereinstimmen. Anschließend wird das ausgehändigte Paket von der Liste abgehakt.

Da Daniel und ich bei zwei verschiedenen Verkäufern einkauften, durchliefen wir diese Prozedur übrigens zweimal...

Am Wellington Circle wollten wir im Restaurant Khyber ein kleines Mittagessen einnehmen, was dann aber doch deutlich größer ausfiel, da die Portionen sehr reichhaltig waren. Das Essen war ausgesprochen lecker, es gab noch ein letztes Mal PomFred für mich, diesmal die orientalische Variante mit Joghurt-Minz-Soße, für Daniel ein unglaublich zartes Hähnchen.

Anschließend schlenderten wir die Mahatma Ghandi Road entlang, nein eigentlich ist schlendern nicht der richtige Ausdruck, denn es ist doch automatisch mehr ein Hetzen und Eilen und Sich-zwischendurch-schieben, die Stadt ist doch unglaublich trubelig. Die Straßen waren gesäumt von winzigen Geschäften, Buchläden verkauften jede Menge Bücher auf engstem Raum, dazwischen sah man auch mal einen Blumen-, Friseur- oder Computerladen, dazwischen konnte man immer wieder verschiedenste kleine Snacks kaufen, auf der Straße wurden Nüsse in einem Topf mit Kohle geröstet oder Zuckerrohr zu Saft gepresst. Ich schwanke ständig, ob mir dieses Treiben wirklich gefiel oder mich doch eher nervte.

Im Strand Bookstore stöberten wir ausgiebig nach günstigen Büchern und nahmen einiges an englischer Reiselektüre mit, einige Zeit verbrachten wir außerdem in The Bombay Store, einem schönen Laden, der alle möglichen Souvenirs verkauft, aber auch nicht mehr wirklich billig ist.

Und weiter ging es Richtung Norden zum Victoria Terminus, da wir uns den schönen Bahnhof mal von der Nähe ansehen wollten. Hier waren wirklich Massen von Menschen unterwegs, die hier rein- und rauswuselten, es war kaum durchzukommen. Da wir uns von außen gar nicht richtig vorstellen konnten, dass hier wirklich ein Bahnhof ist, warfen wir auch einen kurzen Blick in den Bahnhof hinein. An und für sich ist Victoria Terminus ähnlich aufgebaut wie jeder andere Bahnhof, ein Kopfbahnhof, an dessen Ende sich einige kleine Läden befinden, die Snacks und andere Dinge verkaufen, die man möglicherweise für die Reise braucht. Aber das Treiben war wirklich atemberaubend und die unglaublich alten Züge sahen nicht gerade vertrauenerweckend aus.

bildbeschreibung

Gleich neben dem Bahnhof befindet sich das prächtige Rathaus. Das ganze Viertel besteht noch aus sehr schönen, alten Gebäuden im viktorianischen Stil, die zum Großteil auch noch wirklich gut erhalten sind.

Auf dem Rückweg zum Hotel schauten wir noch kurz im Inshalla Mashalla vorbei, aber dieser Laden mit seinen tausend verschiedenen Düften raubte mir bereits beim Betreten komplett den Atem. Wie soll man bei diesem betäubenden Duft noch irgendeinen Geruch erkennen geschweige denn den passenden für sich selbst herausfinden? Ich hatte das Gefühl, meine Nase sei schlimmer verstopft als bei der ärgsten Erkältung und daher verließen wir den Laden nach wenigen Minuten wieder, ohne etwas zu kaufen.

Danach merkte ich doch, dass mir Hitze, Gedränge und Lärm ziemlich zu schaffen machten, ich war ehrlich ziemlich genervt und wollte eigentlich zurück ins Hotel, aber irgendwie doch nicht, da es ja unser letzter Tag in Indien war. Aber wahrscheinlich ist es genau dieses Gefühl, was für Mumbai so typisch ist: Es macht einen fertig, aber irgendwie lässt einen die Stadt doch nicht ganz unberührt. Mit diesem Gefühl machte ich mich mit Daniel zum Koffer packen auf den Weg zurück ins Hotel.

---
Einige Fotos sind verlinkt, weitere Fotos zu diesem Tag gibt es bei Zooomr (auf den folgenden Seite weitere, ein Klick dort auf die Fotos vergrössert diese).

Labels: , , ,




Montag, April 30, 2007

Ein 1. Eindruck vom Mumbai
Mittwoch, 20. Dezember 2006

Das Frühstück im Ascot Hotel war ausgesprochen karg und der Tisch sehr lieblos gedeckt, so dass wir uns mit kaltem Toast begnügten. Um 10 Uhr wartete ein Fahrer auf uns für eine Fahrt durch die Stadt. Nach der gestrigen Autofahrt ohne Klimaanlage war ich heute sehr froh, in einem klimatisierten Fahrzeug zu sitzen. Die Freude war allerdings nicht von allzu langer Dauer, denn offensichtlich hatte man nur die Wahl zwischen 40 oder 15° im Auto. Selbst auf mehrmaliges Bitten gegenüber dem Fahrer, die Klimaanlage herunterzudrehen, veränderte sich die Temperatur kaum, lediglich das Gebläse lies nach. Im Auto war es die ganze Fahrt über eisig kalt, allerdings hatte ich im Vergleich zu gestern heute wenigstens nicht das Gefühl, ich müsste sterben vor Hitze. Aber jedes Mal wenn ich aus dem Auto ausstieg, beschlug mir die Brille wie sonst nur wenn ich im Winter nach einem 15minütigen Fußmarsch ins Büro komme.

Während der Fahrt kamen wir auch am Victoria Terminus vorbei, einem sehr schönen, beeindruckenden Bau aus der Kolonialzeit. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass sich dahinter ein Bahnhof verbergen sollte.

Der Fahrer fuhr auch an den Dobi Ghats vorbei, aber leider konnte ich nicht allzuviel sehen, und es gab auch keine Möglichkeit zum Halten oder Aussteigen. So sahen wir auch Haji Ali?s Tomb leider nur im Vorbeifahren. Anschließend setzte uns der Fahrer bei den Hanging Gardens ab, einem Platz für Verliebte, die hier ganz offensichtlich auch in großer Zahl unterwegs waren. Hier befanden sich die einzigen Toiletten, für die wir während unseres Indienaufenthaltes etwas bezahlen mussten, aber leider waren es gleichzeit auch die ekligsten, die mir in der Zeit begegnet waren.

Im Vorbeigehen hörte ich sehr ulkige Geräusche aus einem Baum. Wegen des lauten Pfeifens dachte ich zuerst, das sei ein Vogel, doch plötzlich sah ich ein kleines Streifenhörnchen den Baum entlangklettern. Ich war ganz begeistert, ein Streifenhörnchen hatte ich ja noch nie gesehen, das mußte ich unbedingt fotografieren. Gesagt, getan. Später auf der andernen Seite des Parks sahen wir dann jede Menge der kleinen Nager, es wimmelte geradezu davon und zu überhören waren sie auch nicht. Nun gut, das wusste ich vorher ja noch nicht.

bildbeschreibung

Auf dem Weg zu den Hanging Gardens kamen wir auch an sehr schönen Wohngegenden vorbei, in dieser Stadt wohl eher eine Ausnahme. Bisher hatte ich nicht so den Eindruck, dass es wie bei uns gute und schlechte Gegenden gibt, sondern dass alles bunt zusammengemischt und daher für Touristen relativ schlecht zu orten ist, wo die guten und wo die schlechten Gegenden sind.

Als wir am Marine Drive entlangfuhren, konnten wir sehr schön die Sonne untergehen sehen. Eigentlich wollten wir zum Courtyard, aber unser Fahrer wollte uns unbedingt zu einem der zahlreichen Artshops fahren. Obwohl wir daran überhaupt nicht interessiert waren, hatten wir kaum eine Chance, seiner Aufforderung zu entgehen, ohne unhöflich zu werden. Auch er hatte für jedes Argument eine passende Antwort, so dass wir schließlich entnervt nachgaben. Immerhin konnten wir zum Courtyard auch zu Fuß laufen.

Der Courtyard war ganz chic mit teuren Geschäften, aber nichts Geeignetes für uns zum Einkaufen. Mittlerweile war es schon dunkel und wir wollten zurück zum Marine Drive, da der abends immer sehr hübsch beleuchtet ist. Für die Fahrt hatten wir wohl das älteste Taxi von ganz Mumbai erwischt, an jedem Speedbump knirschte und knarzte das Auto bedrohlich, aber schließlich erreichten wir dennoch unser Ziel. Der Marine Drive sah im Dunkeln mit seiner Beleuchtung wirklich sehr schön aus, wie eine Perlenkette, woher auch der Spitzname rührt, und ist ganz offensichtlich ein beliebter Treffpunkt. Wie mir A. erzählt hatte, sind Inder nicht gerne alleine unterwegs und so waren richtig viele Leute unterwegs, die entweder gemeinsam am Meer entlang spazierten oder auf der kleinen Steinmauer an der Promenade saßen und sich unterhielten.

Danach wollten wir mit einem Taxi zurück ins Hotel. Erstaunlicherweise weigerten sich die meisten Fahrer, die wir ansprachen, Richtung Garden Road zu fahren. Wir waren nicht sicher, ob sie einfach nicht wussten, wo das ist oder ob sie nicht in diese Richtung fahren wollten, weil die Strecke nicht weit genug ist oder weil dort kaum Touristen aufzutreiben sind. Schließlich fanden wir einen, der aber wieder einen zu hohen Touristenpreis verlangte. Alternativ wollte er uns kostenlos fahren, wenn wir dafür in einen von ihm gewählten Artshop gingen. Ansonsten würde sich die Fahrt für ihn nicht lohnen, da er leer wieder zurück fahren müsse. Darauf hatten wir nun gar keine Lust und beschlossen daher, zu Fuß zum Restaurant zu gehen. Zu Fuß laufen ist allerdings etwas, was die Inder offensichtlich nicht so mögen. Als wir uns Richtung Colaba Causeway durchfragten, erhielten wir immer wieder den Rat, doch ein Taxi zu nehmen, aber als wir klargemacht hatten, daß wir laufen wollten, waren alle immer sehr hilfsbereit, zur Not auch unter Zuhilfenahme weiterer Passanten. Oder man erkundigte sich ungefragt, ob man uns helfen könne, da wir wohl fremd hier seien. Meistens hatten wir gleich mehrere Leute um uns herumstehen, die versuchten, uns den richtigen Weg zu erklären.

Schließlich erreichten wir den Colaba Causeway und fanden dann auch schnell das gesuchte Restaurant, das Indigo, eine Art italienisches Restaurant mit leicht indischem Einschlag. Ein wirklich sehr schönes Restaurant, das auch gut besucht war, mit feinem Essen, allerdings auch nicht ganz billig. Nach dem guten Essen liefen wir auch noch die letzten Meter zurück ins Hotel. Am Causeway selber herrschte ebenfalls noch reges Treiben und heute fiel mir auch auf, dass viele Touristen unterwegs waren, auch noch um diese Uhrzeit.

---
Einige Fotos sind verlinkt, weitere Fotos zu diesem Tag gibt es bei Zooomr (ein Klick dort auf die Fotos vergrössert diese).

Labels: , , ,




Montag, April 09, 2007

Vom Paradies ins Chaos
Dienstag, 19. Dezember 2006

Da wir heute vor dem Abflug nach Mumbai noch einen Abstecher nach Panjim machen wollten, hieß das morgens früh aufstehen. Nach einem kurzen Frühstück nochmal schnell den verspielten Hund gestreichelt, die letzten Sachen gepackt und ab ging es mit dem Taxi nach Panjim. Der Fahrer war recht redselig und fuhr extra unseretwegen eine Strecke durchs Hinterland, statt über den Highway, so dass wir noch ein wenig von Goa zu sehen bekamen. Der Abschied fiel mir wirklich schwer, hier wäre ich gerne noch länger geblieben.

In Panjim versuchten wir uns an einem kleinen 1-stündigen Stadtrundgang aus unserem Reiseführer, aber die Beschreibung war so schlecht, dass wir nach der Kirche und dem portugiesischen Viertel völlig die Orientierung verloren. Den Marutitempel konnten wir leider nicht mehr finden. Aber das was ich bis dahin vom portugiesischen Viertel gesehen hatte, gefiel mir wirklich gut, insbesondere die vielen kleinen Häuser im portugiesischen Stil, die zum Teil auch noch sehr gut erhalten waren.

bildbeschreibung

Anschließend bummelt wir noch kurz die 18. Straße entlang, gewissermaßen die Haupteinkaufsstraße von Panjim, aber mir war viel zu heiß und es nervte mich unheimlich, dass ständig jemand an mir herumzog und mir immer wieder Händler irgendwelche dämlichen Trommeln oder sonstigen Kram vor die Nase hielten , den ich weder brauchte noch haben wollte. So kauften wir nur noch ein paar Cashewnüsse und ein kleines Tuk Tuk für meinen autobegeisterten Neffen und anschließend machten wir uns auf den Weg zum Flughafen.

Das Einchecken mit allem Drum und Dran dauerte diesmal tatsächlich nicht länger als eine Viertelstunde, das war Rekord! Dann flog der Flieger auch noch 10 Minuten früher los ? waren wir wirklich in Indien? Ohne irgendwelche Zwischefälle kamen wir in Mumbai an und nahmen uns am Flughafen ein Taxi zum Hotel. Die Taxifahrt war eine meiner schlimmeren Autofahrten: Die Stadt war völlig verstopft und es war viel zu heiß, da wir dachten, wir bräuchten kein Auto mit Klimaanlage, was leider ein Trugschluß war. Unterwegs sahen wir viele Kinder auf den Straßen, die Bücher, Zeitschriften und anderen Kram durchs Autofenster verkaufen wollten. Schon aus diesem Grund empfiehlt es sich, ein Taxi mit Klimaanlage zu wählen. Da bleiben die Fenster nämlich zu und man hat während der Fahrt seine Ruhe.

bildbeschreibung

Nach der ca. 1,5 stündigen Autofahrt war ich völlig fertig vor lauter Hitze. Unser Hotelzimmer war noch nicht fertig, so dass wir noch einen kleinen Stadtbummel durch Mumbai unternahmen. Ständig wurden wir von Händlern oder bettelnden Frauen angesprochen, die uns zum Teil auch anfaßten oder uns an den Händen oder Ärmeln zogen. Das hasse ich ja wie die Pest, aber hier schien das normal zu sein. Wir wohnten am Colaba Causeway, einer ziemlich chaotischen Einkaufsstraße, überall fuhren Autos kreuz und quer, Bettler waren unterwegs, Straßenhändler an jeder Ecke und alle versuchten sie, mit den Touristen ihr Geld zu machen.

Nach wenigen Minuten zu Fuß standen wir vor dem Gateway of India, einem wirklich imposanten Gemäuer, von dem man einen schönen Blick aufs Meer hat. Direkt daneben liegt das Taj, ein sehr schönes Luxushotel. Ich fragte mich, ob mir Mumbai gefiel und ob ich mir vorstellen könnte in dieser Stadt zu wohnen. Die vielen Leute gingen mir schon nach ein paar Stunden auf die Nerven.

bildbeschreibung

Im Bookstore des Taj kauften wir noch ein paar sehr günstige indische Zeitschriften. Besonders freute ich mich über die kostenlosen Toiletten, die man auch benutzen konnte, ohne Gast des Hauses zu sein. Diesen Service lernte ich in Mumbai sehr schnell zu schätzen.

Abends wollten wir ins Trishna zum Essen, einem Restaurant, das in Mumbai für seine gute Fischküche bekannt war. Als wir das Hotel verließen, kam ein Junge direkt auf uns zugestürmt und bot uns seine Hilfe bei der Suche nach einem Taxi an. Da direkt vor uns eines der schwarzen Taxis stand, sahen wir zunächst wenig Nutzen in seiner Hilfe. Allerdings sprach der Taxifahrer kein Wort englisch, so dass der Junge immerhin unser gewünschtes Ziel übersetzen konnte. Noch bevor wir überhaupt auf die Idee kamen, ihm dafür ein Trinkgeld zu geben, streckte der Junge schon erwartungsvoll die Hand aus. Der Taxifahrer war nicht nur des Englischen nicht mächtig, er kannte auch das Restaurant Trishna nicht, so dass er eine vorbeilaufende Passantin nach dem Weg fragen musste. Der war das Trishna sehr wohl bekannt und bereitwillig erklärte sie dem Taxifahrer den Weg. Leider hatte dieser die Beschreibung aber nach zwei Straßenkreuzungen schon wieder vergessen und musste erneut fragen. Das ging insgesamt viermal so. Das Restaurant schien in Mumbai wirklich nicht unbekannt zu sein, denn jeder wusste sofort, wo es ist. Eine Passantin machte uns sofort darauf aufmerksam, dass es im Trishna sehr guten Fisch und tolle Meeresfrüche gäbe und wünschte uns einen schönen Abend. Jeder wußte, wohin wir wollten, nur unser Taxifahrer hatte keinen Plan. Zu Beginn der Fahrt dachten wir noch, wie clever es war, einen Festpreis von 100 Rupien mit dem Taxifahrer auszumachen. Zwei Euro schienen uns sehr günstig. Erst als wir auf dem umwegfreien Rückweg mit einem anderen Taxifahrer nur 50 Rupien bezahlen mussten (was wahrscheinlich auch noch Touristenpreis war), wurde uns klar, dass dieser unfähige Taxifahrer auf dem Hinweg auch noch ein richtiges Schnäppchen mit uns gemacht hatte.

Aber egal, das Essen im Trishna war wirklich exzellent und die Portionen so üppig, dass drei Leute davon satt geworden wären, wir konnten unmöglich alles aufessen. Zunächst dachte ich noch, dass es wirklich überflüssig war zu reservieren. Bei unserer Ankunft war das Restaurant völlig leer, wir fast die einzigen Gäste und auf jeden anwesenden Gast kamen ca. drei Kellner. Aber so gegen 20.00 Uhr wurde das Restaurant auf einen Schlag rappelvoll, da waren wir doch sehr froh über unsere Reservierung.

Einige Fotos sind verlinkt, weitere Fotos zu diesem Tag gibt es bei Zooomr (auf den folgenden Seite weitere, ein Klick dort auf die Fotos vergrössert diese).

Labels: , , , ,




Montag, Januar 09, 2006

BombayMumbai - Indien, Teil I

(geschrieben um 2 Uhr nachts, vor Ort)....
Stadt der 16 millionen einwohner, Weltstadt, die neben einer grossen Zahl an 5+Sterne Hotels auch 2 Flughäfen besitzt, einen nationalen und eine internationalen ist:
Ein Dreckloch.
Ein kleines, mieses Vorstadtnest.
Provinz.
Utterly, utterly Frankfurt Hahn.
Nein, nicht nur, weil der Weltstadtflughafen die Atmosphäre einer Bahnhofskneipe versprüht (hier wurde ich schon vorgewarnt), vielmehr wegen eines entscheidenden Umstands:
Der gesamte Flughafen hat KEINEN Zeitungsladen.
KEINEN
EINZIGEN
Zeitungsladen
.
Keinen.

Ich dache zuerst, der Oberaufseher der Immigrations-Behörde wollte mich auf den Arm nehmen, musste ihm dann aber nach einer kurzen Suche Recht geben.
Zum Glück hatte ich noch eine eiserne Notreserve im Rucksack.

Labels: , , ,






 

Aktuell
Impressum