Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:

 

Daggis Leben - Notizen aus der Vorstadt

daggi


Aktuell
Archiv
Dagmars Homepage
E-Mail
Impressum

RSS Feed RSS-Feed
Atom-Feed Atom-Feed


Links


Urlaubstipp fürs Piemont


Urlaubstipp für die Provence



Zuletzt gelesen:

Rincewind
Verblendung

Theos Reise
Verdammnis

Amazon Wunschzettel



Creative Commons Lizenzvertrag

Powered By Blogger TM
DAS Blog
GeoURL




Tags
Ameisen
art.fair
Bali
Bangkok
Barcelona
Berlin
Bombay
Dublin
Event
Goa
Indien
Kerala
Litcologne
London
Mumbai
New York
Paris
Piemont
Prag
Reise
Rom
Summerjam
Szenen einer Beziehung

Dienstag, November 30, 2004

Wenn mich jemand nach meinem Job fragt, stoße ich mit meiner Antwort immer wieder auf Verwunderung und Unverständnis: IT-Koordinator. Wobei ich mir nicht einmal sicher bin, ob das die offizielle Berufsbezeichnung ist. Oder ob es für diesen Job überhaupt eine offizielle Berufsbezeichnung gibt, wie z. B. Lehrer, Arzt oder Journalist.

Ich persönlich beschreibe meine Tätigkeit dann immer als eine Art Dolmetscherfunktion zwischen einer Fachabteilung, die mit einer bestimmten Computeranwendung arbeitet, und der zugehörigen EDV-Abteilung, die Änderungen an dieser Anwendung programmiert. Böse Zungen behaupten auch, wir seien die, die weder von der Fachlichkeit noch von den Programmen wirklich eine Ahnung haben.

Für viele Menschen ist wahrscheinlich die Vielzahl an Berufsbildern, die es heute gibt, kaum noch nachvollziehbar. Ich vermute sogar, daß selbst in meiner eigenen Familie die meisten nicht wirklich wissen, was ich eigentlich beruflich mache. 'Was mit Computern' wird wohl am häufigsten genannt.

Die wohl ratloseste Reaktion erhielt ich allerdings von einem Bekannten in meinem Alter, einem Musiker. Als er mich fragte, was ich beruflich mache und ich ihm dann kurz meinen Job beschrieb, meinte er: 'Das stelle ich mir ja toll vor, so jeden Tag mit Computern in einem klimatisierten Raum zu arbeiten.'

In dem Moment hatte ich schon den Eindruck, ich habe einen völlig bescheuerten Job.

Hätte ich doch nur etwas Ordentliches gelernt!



Montag, November 29, 2004

Nach meinen eher destruktiven Worten zur Weihnachtszeit von gestern wollte ich heute zeigen, daß ich immerhin bei meiner Handtasche auf Weihnachtsdeko umgestellt habe.

Der Deckel läßt sich nämlich tauschen :-)

Wintertasche

Den Trend zum Taschenbloggen habe ich aber wohl leider verpaßt...



Sonntag, November 28, 2004

Erster Advent, die Weihnachtszeit startet? Sieben Fragen zu Weihnachten!

1. Auf was in der Weihnachtszeit freust Du Dich am meisten?
Ganz ehrlich, als Kind war diese Frage deutlich leichter zu beantworten. Heute fragte mich eine Freundin, ob ich schon eine Kerze angezündet hätte. Nun, wir haben dieses Jahr nicht einmal mehr einen Adventskranz, noch keinen Adventskalender und auch einen Weihnachtsbaum wird es dieses Jahr bei uns (wieder) nicht geben. Und wenn ich mich draußen so umsehe, dann frage ich mich schon, wo eigentlich diese Weihnachtsstimmung geblieben ist, wie ich sie von meiner Kinderzeit her kenne.

Auf was freue ich mich in der Weihnachtszeit am meisten? Sorry, aber bei der Frage muß ich passen!

2. Was magst Du in der Weihnachtszeit am wenigsten?
All die Hektik, die im Berufsalltag zum Jahresende immer ausbricht, auch auf den Straßen und in den Geschäften sind die meisten Menschen gestreßt und abgehetzt. Ich will jetzt nicht von der Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes sprechen, aber auch die Nikoläuse, Lebkuchenherzen und Spekulatius schon im September finde ich total ätzend.

3. Backst Du selbst Weihnachtsplätzchen? Welche am liebsten?
Auch das habe ich seit meiner Kinderzeit nicht mehr gemacht, freue mich aber trotzdem immer über eine kleine Keksdose mit leckeren Schokoplätzchen. Damit wäre auch schon fast die Frage beantwortet, welche Plätzchen ich am liebsten mag. Schokolade muß drauf sein! Oder wenigstens Marmelade dazwischen.

Und Sieglindes Weihnachts-Carepaket ist bald unterwegs :-)

4. Gibt es einen festen Brauch an Heilig Abend in Deiner Familie?
Seit meine drei Geschwister und ich aus dem Elternhaus ausgezogen sind, nicht mehr so richtig, früher schon: Meine Schwester und ich spielten vierhändig auf dem Klavier einmal das Buch mit den Weihnachtsliedern durch (dadurch waren wir vom Singen befreit), anschließend wurden die Geschenke verteilt, in der Regel von den Kindern, immer eins nach dem anderen, bis das gerade verteilende Kind selber ein Geschenk haben wollte, dann wurde gewechselt, anschließend gab es Kartoffelsalat und Wiener Würstchen und nach dem Essen wurde mit den Geschenken gespielt. Und gegen später spielten meine Eltern mit meinem Bruder Risiko bis mitten in die Nacht, während wir Mädels längst im Bett waren. Tradition war auch, daß sich mindestens einmal irgendeiner von uns wegen einer Kleinigkeit angepißt fühlte :-)

Aber heute? Wird jedes Jahr neu über den Verlauf der Weihnachtstage diskutiert. Wie soll das Essen stattfindet, gibt es ein gemeinsames Essen mit der ganzen Familie, wo verbringt wer den Hl. Abend etc. Bei einer mittlerweile 16-köpfigen Familie, von der ein kleiner Teil auch noch einige hundert Kilometer entfernt wohnt, ist es nicht mehr ganz so einfach, alle unter einen Hut zu bringen, weil jeder seine eigene Familie hat und auch die Familie des jeweiligen Partners nicht vergessen werden darf.

5. Hast Du schon alle Geschenke für dieses Jahr zusammen?
Fast. Da wir recht viel unterwegs sind und die zu beschenkende Verwandtschaft immer größer wird, greifen wir schon immer im Laufe des Jahres zu, wenn uns ein möglicherweise passendes Geschenk für irgendjemanden über den Weg läuft. Da hat sich mittlerweile schon recht viel angesammelt. Und zu Weihnachten wird es nur noch hübsch eingepackt. Das erspart den Streß mit den Weihnachtseinkäufen. Und die Kölner Innenstadt sollte man die letzten Wochen vor Weihnachten ohne automatische Waffen oder Kampfsporterfahrung sowieso weiträumig meiden. Immer wieder soll es hier an den Adventssamstagen sogar zu Staus in der Fußgängerzone gekommen sein!

6. Wie richtest Du Deine Wohnung für Weihnachten ein?
Wir haben einen Kerzenständer auf dem Eßtisch. Aber der steht da schon das ganze Jahr...

7. Welche CD darf in der Weihnachtszeit in Deinem CD-Spieler nicht fehlen?
CD? Ist doch völlig antiquiert :-) Aber immerhin fand sich passend zum Adventssonntag Weihnachtsjazz und Weihnachtsloungemusik in unserer Playlist.

Mein Fazit: Für mich hat Weihnachten in den letzten Jahren ziemlich seinen Reiz verloren und richtig darauf freuen wie früher als Kind kann ich mich heute auch nicht mehr. In der Regel sind gerade die Weihnachtstage mit die anstrengensten im Jahr. Aber wenn ich dann an Hl. Abend unter einem Weihnachtsbaum sitze, alle Kerzen angezündet sind, die ersten Geschenke ausgepackt werden...dann packt sie mich für einen kleinen Moment letztendlich doch wieder, diese andächtige, besinnliche Weihnachtsstimmung!

Weihnachtsdaggi

(Fragen gefunden bei Cult7)



Samstag, November 27, 2004

Lessons Learned (aka "Reisen bildet" Teil II):

1. Wenn man auf dem Dienstreisebestellformular "unternehmensnahes Hotel" anklickt, bekommt man auch ein Hotel in der Nähe des Unternehmens. Ist praktisch. Ist aber genau dann nicht mehr praktisch, wenn sich mehr als eine Lokation des Unternehmens in der Stadt befindet, wenn sich "unternehmensnah" prompt auf die falsche bezog und man letztendlich 10 Meilen ausserhalb der Stadt wohnt.

2. Eine Playstation im Zimmer ist prinzipiell eine tolle Sache ... wenn sie nicht 7 Pfund am Tag kosten würde.

3. Englisches Frühstück ist ... speziell.

4. Ebenso englisches Essen.

5. Das beste englische Essen wird von Indern zubereitet.

6. Handball als Sportart ist Engländern nur schwer zu erklären. Sätze wie 'it's like basketball without rules and with goals' reichen zur Erklärung nicht wirklich aus.

7. Ein 'Metroid Prime'-Bildschirmhintergrund erleichtert die cross-cultural-communication :-)

8. Wenn man für den Stoppover in Amsterdam 2 Stunden Zeit hat, ist das nur dann viel Zeit, um vom Ankunftsgate zum Abflug zu schlendern, wenn
a) das erste Flugzeug nicht wegen techn. Probleme durch eine langsamere Fokker ersetzt wird, dadurch das Flugzeug erst 45 Minuten später abhebt und eine halbe Stunde länger als geplant für die Strecke benötigt und
b) keiner in der Passkontrolle ein Visaproblem hat.

Wenn man dann völlig abgehetzt punktgenau zum Beginnn der Abfertigung am Gate eintriff ist es allerdings beruhigend, dass das Anschlußflugzeug bzw. dessen Toilette ebenfalls ein technisches Problem hat (Toilette war defekt/verstopft), so daß man sich anschliessend eine Stunde von der Rennerei über den Flughafen ganz in Ruhe erholen kann.

Labels:




Reisen bildet

Reisen erweitert nicht nur den Horizont, sondern füllt auch den Kulturbeutel. Nachfolgend habe ich mal die Highlights unserer letzten Hotelaufenthalte aufgezählt:

Badesalz - Hilton Bristol, Carlo IV Prag
Duschgel - SAS Radisson Helsinki, Hilton Bristol, Carlo IV Prag, Ritz Berlin
Conditioner - SAS Radisson Helsinki, Hilton Bristol, Carlo IV Prag, Ritz Berlin
Haarshampoo - SAS Radisson Helsinki, Hilton Bristol, Carlo IV Prag, Ritz Berlin
Seife - Hilton Bristol, Carlo IV Prag (pure vegetable soap!)
Bodylotion - Hilton Bristol (mit Seidenproteinen), Carlo IV Prag, Ritz Berlin
Mundwasser - Ritz Berlin
Relaxing water - Hilton Bristol
Parfümiertes Wasser - Carlo IV Prag
Alpecin Hair Energizer (für Männer)- Sorat Berlin
Vanity Set - Carlo IV Prag (dahinter verbergen sich Q-Tipps, Reinigungspads und eine kleine Nagelfeile)

ausbeute....

Weit verbreitet sind ja heutzutage immer diese unattraktiven Seifen- und Shampoospender (Sorat, Holiday Inn), mag ich gar nicht, kann man auch nicht mitnehmen (der eine oder andere tut's allerdings trotzdem). Sehr üppig, aber nicht unbedingt originell, waren die Toilettenartikel im Hilton. Fruchtig und stylish fielen dagegen Seife, Shampoo und Conditioner im SAS Radisson aus. Leider neigen die Behälter dazu, im Koffer auszulaufen und sind daher nur bedingt zum Mitnehmen geeignet. Am edelsten war zweifellos das Angebot im Ritz, z. B. war die Bodylotion von la prairie. Offen blieb allerdings, ob das Badezimmer am 2. Tag wieder neu bestückt worden wären. Da wir nur eine Nacht blieben, konnten wir das leider nicht in Erfahrung bringen. Am ausgefallensten war die Ausstattung definitiv im Carlo IV, da gab es sogar einen kleinen Massageschwamm zum Mitnehmen und eine Flasche Wein als Präsent des Hauses sowie Kerzen, um es sich in der Badewanne gemütlich zu machen. Mein absoluter Favorit sind ja die kleinen Flaschen mit Intimlotion :-)

Um aber irgendwelchen Mißverständnissen vorzubeugen: Anders als in diesem ZEIT-Artikel beschrieben, klauen wir keine Bademäntel und Schuhputzautomaten und plündern auch nicht die Minibar!

Die sogenannten Amenities mitzunehmen ist ja zum Glück erlaubt. Wir haben diese Sachen lediglich für UNSERE Gäste mitgenommen und die dürfen die Sachen auch gerne mit nach Hause nehmen. Solange sie bei uns nur keine Handtücher klauen :-)

Labels:




Mittwoch, November 24, 2004

Auf dem Weg von der Straßenbahnhaltestelle nach Hause mußte ich an der Bahnschranke warten. Als ich da so stand, rannte plötzlich ein junger Vater mit seinen zwei kleinen Kindern zwischen den geschlossenen Bahnschranken hindurch, um auf der anderen Seite noch die Bahn zu erreichen. Die Bahnfahrerin wartete auch, bis der Vater mit den beiden Kleinen am ersten Wagen ankam. Bevor er jedoch einsteigen konnte, schloß sie die Türen und verkündete in strengem Ton durch den Lautsprecher: 'Sie müssen warten, solange die Bahnschranke heruntergelassen ist.'

Das erinnerte mich doch stark an Muxmäuschenstill....



Dienstag, November 23, 2004

Anruf von Daggi im Hilton, in dem Daniel während seines Aufenthalts in Bristol übernachtet.

Daggi (freundlich): Hello, my name is Dagmar Tischer. May I talk to Mr Bott, please?
Servant (höflich): Is he a guest in our house?

Daggi (denkt genervt): Nein, eigentlich wohnt er im Ritz in London, aber da war gerade besetzt.



Montag, November 22, 2004

Okay, ein Stück Hefezopf, zwei Maultaschen und eine halbe Tafel Lindt-Schokolade heben nicht die Stimmung, es wird einem nur schlecht davon. Das weiß ich jetzt auch.

Ob es etwas besser wird, wenn ich noch die 2. Hälfte der Schokolade esse?



Sonntag, November 21, 2004

hab gerade gesehen, dass mein hotel in bristol eine playstation in jedem zimmer hat. eine neuere konsole wäre zwar noch cooler gewesen, aber wie kann man unter diesen bedingungen von mir erwarten, dass ich auch noch arbeite?
im ernst, wirklich gute idee. ich kenne sonst nur die variante (von bekannten), dass die sich die konsole immer auf dienstreisen mitnehmen und dann am hotelfernseher rumschrauben, um diese anschliessen zu können. bleibt mir erspart :-)



Samstag, November 20, 2004

Straßenbahndialogmonolog

Als wir noch in Sülz wohnten und zweimal täglich mit der Straßenbahn quer durch ganz Köln fuhren, hatte ich häufiger skurrile Geschichten aus dem öffentlichen Nahverkehr zu berichten. Seit wir in Dellbrück wohnen, hat sich das deutlich reduziert, da die Strecke Dellbrück-Holweide leider zu wenig Stoff für Anekdoten bietet. Aber heute ist es wieder mal soweit....

In Holweide steigt ein junges Mädel in die Straßenbahn ein, alles sehr rosa, Pulli, Schal, Handtasche, alles im Barbypuppenlook, lange blonde Locken, zu viel Mascara auf den Wimpern, Buffalotragetasche in der Hand, telefoniert mit ihrem Handy, das an einem rosafarbenen Band befestigt ist.

... hier in Köln ist mir alles viel zu assi und zu groß, da findet man sich ja gar nicht zurecht. Ich bleib jetzt noch ca. ein Jahr hier bis zum Examen, dann geh ich wieder zurück nach...

NA?

... DÜSSELDORF.

- Pause -

Ich wohne jetzt in Holweide ...

- Pause -

Ja, ich weiß. Aber die Wege, die ich hier zum Einkaufen zu beschreiten habe, sind alle okay und nicht so assi. Zuerst hatte mich mein Vater ins Studentenwohnheim gesteckt, damit ich was für's Leben lerne. Aber daran wäre ich ZERBROCHEN!

Was für eine Formulierung!

Als ich einer Freundin davon erzählte, hat das meine Mama mitbekommen, die hat mir dann Geld für eine Wohnung bezahlt, wofür ich ihr sehr dankbar bin. Im Wohnheim hatte ich ein Zimmer mit 12,95 qm. Das sagt ja schon alles, wenn die Quadratmeterzahl mit Nachkommazahlen angegeben wird. Da war ja mein Badezimmer früher größer.

- Pause -

Nein, mein Badezimmer ZUHAUSE...

Leider konnte ich den Rest des Gesprächs nicht mehr weiterverfolgen, da wir am Wiener Platz aussteigen mußten. Wir wollten im Scampino essen gehen. Mehr dazu kann ich morgen berichten.



Donnerstag, November 18, 2004

Zur Feier des Tages...

Seit gestern sind Daniel und ich vier Jahre zusammen. Allerdings haftet mir auch nach vier Jahren noch der Makel an, daß ich damals genau einen Tag lang zweigleisig gefahren bin. Tja, aus der Geschichte komme ich natürlich kaum raus, aber ich bin mir sicher, ich hätte es meinem damaligen Freund sofort erzählt, wäre er an dem Abend nur auch bei mir gewesen. Er wohnte jedoch nicht (wie ich damals) in Stuttgart, sondern ca. 100 km entfernt.

Am Tag nach diesem Abend war frühmorgens ein Termin mit meinen Geschwistern für ein gemeinsames Fotoshooting. Zu ihrem 60. Geburtstag sollten meine Eltern ein Foto von allen Kindern mit Partner und Enkeln geschenkt bekommen. Mein damaliger (bzw. zu dem Zeitpunkt schon Ex-) Freund hatte offensichtlich in weiser Voraussicht bereits vorher abgelehnt, sich als einziger Nichteingeheirateter daran zu beteiligen.

Es schien mir an diesem Morgen noch etwas verfrüht, Daniel zum Fotografieren mitzunehmen, also fuhr ich nach genau einer Stunde Schlaf mit dicken Augenringen alleine zu meinen Geschwistern. Im Nachbarort war Skinheadtreffen, was ich zu dem Zeitpunkt allerdings noch nicht wußte. Prompt geriet ich in eine Polizeikontrolle. Vermutlich wurde ich aufgrund meiner rotgeränderten Augen gebeten, meinen Mazdakombi auf dem Parkplatz abzustellen, damit die Polizisten meinen Kofferraum nach Waffen und Drogen durchsuchen konnten. Als wenn ich sonst keine Sorgen gehabt hätte, ehrlich.

Es gelang mir aber, äußerlich gelassen zu bleiben.

Am vereinbarten Treffpunkt angekommen, war der erste Kommentar meiner Schwester: 'Ich glaube, der Pulli macht Dich blaß!' - Ich weiß jetzt nicht, wie sie in einem roten Pulli aussieht, wenn sie ca. 90 % der Nacht damit verbracht hat, mit einem Mann darüber zu diskutieren, wer nun der bessere Partner ist. Für eine Diskussion schien mir der Zeitpunkt jedoch nicht geeignet.

Das Foto ist damals trotzdem ganz gut geworden, aber nachdem ich jetzt vier Jahre mit Daniel zusammen bin, ist es höchste Zeit für ein neues Bild. Dieses Mal aber bitte mit ihm!

Den gestrigen Abend haben wir bei feinem Essen im Selini in Sülz verbracht; ein Tipp von K & V Weine, deren Geschäftsführer ich damals bei der Hummer-Nummer kennengelernt hatte. Und wie er mir versprochen hatte, war das Essen wirklich ein Genuß!

Labels:




Samstag, November 13, 2004

Der wievielte Beziehungsdialog ist das eigentlich?

Daggi steht grübelnd vor ihrem Kleiderschrank mit einem Pullover in der Hand.

Daniel (hilfsbereit): Dazu würde Deine Jeans gut passen.
Daggi (ablehnend): Och nee, da habe ich so einen dicken Hintern drin.
Daniel (ratlos): Ist das denn nicht in allen Hosen der gleiche?

Labels:




Vor dem Delikatessengeschäft

Hund vor dem Delikatessengeschäft

Schade, daß man auf diesem Bild nicht auch noch hören kann, wie furchtbar dieser arme Hund winselte und heulte, während sein Herrchen in aller Seelenruhe Leckereien für's Abendessen einkaufte :-)



Freitag, November 12, 2004

Zielgruppenorientiertes Marketing

Bestattungsinstitut Herweg

(entdeckt in der Nähe des Dellbrücker Altenheims)



Donnerstag, November 11, 2004

Nochmal Altstadt - aber diesmal zu zweit

Okay, ich gebe ja zu, in letzter Zeit waren meine Blogeinträge etwas rar, dafür die wenigen aber doch ziemlich lang *rausred*

Weiter geht's mit ein paar Worten zu Prag, denn noch haben wir ja erst den 2. Tag hinter uns.

An unserem ersten gemeinsamen Urlaubstag wurde erst einmal richtig lange ausgeschlafen und anschließend die nähere Umgebung unseres neuen Hotels erkundet, was allerdings nicht allzuviel Zeit in Anspruch nahm: Direkt daneben das Kongreßzentrum mit Diskothek Hany Bany davor, einem kleinen Supermarkt, der gerade so das Nötigste anbot und bei dem offensichtlich eher selten neue Ware bestellt wurde: Die Schokolade, die wir kauften, lag ganz eindeutig schon länger dort im Regal. Eine Metrostation ganz in der Nähe, das war auch schon alles, aber da das Hotel auf einer Anhöhe lag, hatte man einen schönen Blick auf den Hradschin und die Prager Burg.

Mittags kehrten wir in der Neustadt in ein uriges Restaurant ein, dem Beograd in der Vodickova 5/12 oberhalb des Wenzelsplatzes. Hier in Köln würde man wohl Brauhaus dazu sagen, das Essen war auf jeden Fall deftig und lecker, die Einrichtung rustikal und die Preise im Gegensatz zu einem Kölner Brauhaus ausgesprochen günstig.

Nachdem ich mir am ersten Tag die Prager Altstadt alleine angesehen hatte, sollte nun auch Daniel in den Genuß all der Sehenswürdigkeiten kommen, die ich schon am Vortag gesehen hatte. Endlich konnte ich auch mal ein bißchen mit meinem Wissen rumstrunzen und doch das eine oder andere Mal meinen Lieblingsklugscheißer belehren :-)

Altstädter Ring

Am späten Nachmittag, es war schon dämmrig, bekamen wir beide einen ersten Eindruck von der berühmten Karlsbrücke, dem Hradschin und dem wunderschönen Moldaupanorama. Durch Unmengen von Touristen bahnten wir uns einen Weg über die Karlsbrücke und wieder zurück und bummelten anschließend im Licht der Straßenlaternen an der Moldau entlang bis zum Tanzenden Haus (entworfen von dem kanadischen Architekten Frank Owen Gehry), einem der wenigen modernen Gebäude in Prag. Von dem Zusammenspiel alter und neuer Fassaden war ich sehr fasziniert.

Tanzendes Haus

Auf dem Rückweg ins Hotel fiel mir auf verschiedenen Werbeplakaten in den Straßenbahnunterführungen auf, daß in der tschechischen Sprache auch ausländische Frauennamen eine andere Endung erhalten als die Namen der zugehörigen Männer: Hillary Clintonova, Bridget Jonova, Jane Austonova....

Mal ehrlich, was klingt besser: Tischerova oder Bottova?

Labels: ,




Sonntag, November 07, 2004

Von der Altstadt nach Vysehrad

Die Sirenen der Polizei- und Krankenfahrzeuge, die man im Carlo IV nachts permanent durch die Prager Innenstadt heulen hörte, hatten fast schon etwas New-York-mäßiges. Ein breites Bett ohne Ritze in der Mitte ist eine ganz feine Sache, eine große Decke dazu steigert noch die Behaglichkeit. Wenn allerdings beide Personen, die in diesem Bett schlafen, die Angewohnheit haben, sich im Laufe der Nacht Richtung Bettkante zu drehen (und zwar der eine nach rechts, der andere nach links), spannt irgendwann die Decke in der Mitte und dann zieht's am Rücken.

Nichtsdestotrotz hatte ich wie ein Stein geschlafen und war am nächsten Morgen nicht gewillt, freiwillig dieses herrlich bequeme Bett so ohne weiteres wieder zu verlassen. Daher brauchte ich in der Tat mehrere Stunden, um mich anzuziehen und unsere Sachen einzupacken, was allerdings auch damit zusammenhing, daß man in einer 50 qm großen Suite einfach viel zu viel Platz hat, um all seinen Krempel ordentlich auf die gesamte Fläche zu verteilen. So war ich dann gerade noch rechtzeitig kurz vor 12.00 Uhr fertig zum Auschecken.

Daniel hatte an diesem Tag noch eine Tagung, daher machte ich mich mit Reiseführer und Proviant alleine auf den Weg in die Prager Altstadt, anfangs wohl noch ein wenig übervorsichtig, man hatte ja viel Schlimmes gehört von Taschendieben, die so fix sind, daß sie einem das Geld aus dem Portemonnaie stehlen, bevor man es überhaupt geöffnet hat. Schon bald stellte ich allerdings fest, daß das Einhalten weniger Grundregeln durchaus ausreicht, ansonsten schien mir Prag nicht gefährlicher als Köln. Anders sieht es wohl beim Autoklau aus. Lt. Reiseführer werden nicht täglich, sondern stündlich Autos gestohlen, vor allem teure Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen. Einem Tagungsteilnehmer, der mit seinem Audi Cabrio vor dem Hotel parkte, wurde auch prompt nachts die Autotüre aufgebrochen.

Altstädter Ring mit Rathaus

So zog ich also durch die kleinen Straßen der Prager Altstadt, bewunderte die wunderschönen Fassaden der Häuser und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Obwohl mir vor meiner Reise schon mehrmals erzählt wurde, Prag sei eine schöne Stadt, war diese Pracht und Schönheit dennoch unvorstellbar und überwältigend. Vom Gemeindehaus mit dem Pulverturm zog ich durch die verwinkelten Gassen zum Altstädter Ring (der auf tschechisch auch ganz anders heißt) mit Rathaus, Hus-Denkmal, der imposanten Teinkirche, die sämtliche Gebäude auf dem Platz bei weitem überragt sowie das Haus zur Steinernen Glocke mit der kleinen Kafkabuchhandlung davor.

Haus zur Steinernen Glocke

Wie der eine oder andere wahrscheinlich weiß, lebte und schrieb Franz Kafka (1883 - 1924) in Prag. Wie wir im Reiseführer lesen konnten, ist er innerhalb Prags sehr oft umgezogen, so daß es heute einige Häuser gibt, die zu Sehenswürdigkeiten deklariert wurden, da Kafka darin irgendeins seiner Bücher geschrieben hat. Mittlerweile werden schon Stadtführungen angeboten, die nur sämtliche Wohnungen Kafkas im Programm haben und damit die Touristen stundenlang beschäftigen können. Aber Kafkas Geburtshaus am Franz-Kafka-Platz haben wir natürlich auch gesehen.

Teinkirche

Viele der hübschen, kleinen Seitengassen sind auf den ersten Blick gar nicht als solche erkennbar, da sie von vorne eher wie eine Einfahrt oder ein Weg zu einem privaten Innenhof aussehen. Ein Blick hinein lohnt sich auf jeden Fall, gerade wenn diese wie im Fall der Melantrichova von einer sehr belebten in verwinkelte, ruhigere Seitenstraßen führen, die nicht alle der zahlreichen Touristen gleich entdecken. Apropos Touristen, die gibt es in Prag zuhauf. Mir persönlich würden in der Regel genau zwei Touristen ausreichen, nämlich Daniel und ich, aber mich fragt ja keiner und vermutlich hätte der Tourismus als Wirtschaftszweig keine große Zukunft mehr.

Nach Tagungsende traf ich mich mit Daniel im Hotel, wir holten unser Gepäck und machten uns im Privattaxi zu unserem zweiten Hotel in der Nähe des Kongreßzentrums in Vysehrad, leider nicht ganz so prächtig und auch von der Lage her nicht mehr ganz so günstig, aber vier Tage im Carlo IV wären leider finanziell nicht darstellbar gewesen und nach unserer kleinen Buchungspanne hatten wir kurzfristig kein schnuckeliges Hotel mehr in der Innenstadt gefunden. Aber auch das Holiday Inn ließ es an Komfort nicht mangeln, daher will ich mich nicht beklagen.

Ein leckeres Abendessen gab es abends im Hospoda U nováka (V jirchárích 2, Tel.: 224930639, Haltestelle Národní trída), einem kleinen, eher rustikal eingerichteten Restaurant mit guter böhmischer Küche zu attraktiven Preisen, das fast nur von Einheimischen aufgesucht wird. Zum Glück gab es aber trotzdem eine englische Speisekarte :-)

Labels: ,




Donnerstag, November 04, 2004

Alter Hefezopf, künstliche Kniegelenke und ein Abendessen im Prager Gemeindehaus

Nachdem sich Daniel schon am Vortag auf den Weg nach Prag gemacht hatte, begann für mich die Reise einen Tag später am Mittwoch. Noch schnell den letzten traurigen Rest von Sieglindes leckerem Hefezopf verdrückt, Koffer geschnappt und ab mit dem Taxi zum Flughafen. Unterwegs ließ ich klaglos die Ergüsse der Taxifahrerin bzgl. künstlicher Kniegelenke, neugieriger Nachbarn und den Schönheiten Prags über mich ergehen und freute mich einfach nur auf den bevorstehenden Kurzurlaub mit Daniel.

Auch im Flugzeug mußte ich feststellen, daß man als alleinreisende Frau deutlich ungehemmter von fremden Leuten angesprochen wird. So lehnte ich den angebotenen Schokoriegel meines Sitznachbarn zwar dankend ab, konnte aber nicht verhindern, daß er mich detailliert über meine Pläne in Prag ausfragte und mich mit Informationen über die Stadt versorgte, während ich mich krampfhaft an meiner Zeitung festhielt, immer wieder einen verzweifelten Blick hineinwarf und zum ersten Mal wirklich nachempfinden konnte, wie es Daniel oftmals beim Zeitunglesen ergeht.

Vom Prager Flughafen aus ging es mit dem Minibus-Shuttleservice direkt zum Hotel, was mir gleich einen ersten Eindruck von Prag vermittelte. Wohlwollend nahm ich das leise Tuscheln der anderen Mitreisenden beim Anblick meines schönen 5-Sterne-Hotels zur Kenntnis. Bloß nicht anmerken lassen, daß ich nicht regelmäßig in solchen Edelschuppen absteige.

In unserem Zimmer angekommen, verbrachte ich dann selber erst einmal ca. eine Stunde mit Staunen, Schränke aufreißen, Auf-das-herrlich-breite-Bett fallenlassen, Badutensilien auspacken und was man sonst eben so alles macht, wenn man das allererste Mal in einer Juniorsuite nächtigen darf.

Unser Zimmer und die ganze Einrichtung waren zwar nicht so pompös wie im Ritz in Berlin, aber wesentlich stilvoller und mit deutlich mehr Flair: Hohe Decken, edler Parkettboden, große Flügeltüren, ein herrlich weiches Kingsizebed, große Fenster mit einem Vorhang wie in einem kleinen Theater, dazu ein elegantes Marmorbad und ein kleines Ankleidezimmer mit einem großen Spiegel und mehreren beleuchteten Kleiderschränken.

boscolo carlo IV
bett
tuer

Irgendwann trudelte schließlich auch Daniel ein. Den Abend verbrachten wir bei einem feinen Vier-Gänge-Menü im Prager Gemeindehaus Obecní dum, dem Repräsentationsgebäude der Stadt, einem wunderschönen Jugendstilbau mit einem Restaurant, einem Kaffeehaus, einer Kneipe und mehreren Sälen.

In diesem Zusammenhang noch eine kleine Anmerkung zur tschechischen Sprache bzw. den Ausspracheregeln. Grundsätzlich bin ich ja der Meinung, daß man in einem fremden Land wenigstens ein paar Worte in der Landessprache parat haben sollte, weshalb ich mir auch in unserem empfehlenswerten Prag-Reiseführer das Kapitel 'Kleine Sprachschule' aufmerksam durchgelesen hatte. Leider kam ich zu dem Ergebnis, daß ich, obwohl ansonsten sprachlich nicht völlig untalentiert, der tschechischen Sprache nicht gewachsen bin und mir die Namen der ganzen Sehenswürdigkeiten in der Stadt einfach nicht merken konnte. Da es Daniel ähnlich ging, beschränkte sich unsere Unterhaltung meist auf ein schlichtes: "Wir gehen jetzt zum namestidingens und schauen uns dort das Obetskisonstwas an." In meiner Reisebeschreibung spare ich mir daher die komplizierten Sonderzeichen und nenne jeweils nur die deutsche Bezeichnung der gesehenen Sehenswürdigkeiten.

Bei meinem Studium der Sprachregeln habe ich allerdings festgestellt, daß ich mit den tschechischen Sonderzeichen ganze zwei Buchstaben in meinem Namen einsparen könnte, indem ich das sch einfach durch das passende S-Zeichen ersetze. Leider gibt das aber meine Computertastatur nicht her und der Browser könnte es wahrscheinlich auch nicht richtig anzeigen, also lassen wir das.

Das einzige tschechische Wort, das ich in den sechs Tagen gelernt und behalten habe, war übrigens Výstup, was auf deutsch 'Ausgang' heißt. Mal sehen, ob mir diese Information mal irgendwann nützlich sein wird.

Labels: ,




Dienstag, November 02, 2004

Städteraten

Um die Zeit zu überbrücken, bis ich mal ein paar sinnvolle Sätze über unseren Pragaufenthalt zusammenkriege, die über ein enthusiastisches 'So herrlich' hinausgehen, habe ich hier einen Link, mit dem Ihr Eure Geografiekenntnisse ein wenig testen könnt. Ein kleiner Trost vorweg, falls Ihr nicht besonders erfolgreich sein solltet: Mein Ergebnis war eine traurige 5, Daniel war noch schlechter.

Und noch ein Tipp: Prag findet Ihr auf dieser Karte nicht :-)





 

Aktuell
Impressum