Soma 2008 - Tag 1
Das
Soma-Festival ist schon vor einiger Zeit ins
Odonien gezogen - ein Veranstaltungsort, den ich zwar schon öfters vom Zug aus gesehen hatte, wir waren aber noch nie dort.
Daher war ich schon
sehr gespannt und auch voll Vorfreude, denn von dem was ich wusste, ist das eine sehr passende Location für ein Festival elektonischer Musik.
Meine Erwartung wurde nicht enttäuscht, super gemacht - Mad Max Stimmung mit alten Schrotteilen und Kunst aus diesen Teilen, so richtig alte Industriepark-Endzeitstimmung, inkl. brennenden Mülltonnen (auch wenn ich die eher in Chorweiler/Bickendorf erwarten würde).
Musikalisch war das gestern auch sehr fein - Jamie Lidell hat mal wieder gerockt. Wenn der das gleiche Programm auch als Vorgruppe von Elton John durchzieht (inkl. der elektronischen/Beatbox-Spielereien), dann ist die Halle schneller leer als Elton sein Toupet in der Garderoba aufzieht. Die Süddeutsche hatte in der Kritik zu seiner letzten Platte noch bemängelt, dass der experimentelle elektronische Anteil fehlt und die Musik zu glatt sei - das war hier nicht der Fall, Jamie hat zwar auch sehr schöne "akkustische, klassische" Soulstücke gesungen. Die Bühnenperformance hat gerockt wie beim letzten Konzert, das war ganz gross.

Ganz gross (irgendwie) war auch Alexander Marcus. Evtl. aber auch einfach nur ganz grosse Sch%$$%&, ich bin mir da echt nicht sicher. Songs wie Papaya haben einen wirklich amtlichen Beat, aber die Texte und das Auftreten sind schon extrem grenzwertig. Er hatte allerdings eine große Fanbase mit einigen Look-a-likes am Start, welche bei "Ciao Bella" die Bühen stürmten. Das Album muss man eher nicht kaufen, als Partyspass war das aber doch nett anzusehen.
Alles in allem fand ich das Soma bisher also prima, nur Daggi war nicht ganz so begeistert - wenn ich nur wüsste, warum?
Labels: Event
// gebloggt von Daniel @
09:53 |