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Montag, April 30, 2007

Ein 1. Eindruck vom Mumbai
Mittwoch, 20. Dezember 2006

Das Frühstück im Ascot Hotel war ausgesprochen karg und der Tisch sehr lieblos gedeckt, so dass wir uns mit kaltem Toast begnügten. Um 10 Uhr wartete ein Fahrer auf uns für eine Fahrt durch die Stadt. Nach der gestrigen Autofahrt ohne Klimaanlage war ich heute sehr froh, in einem klimatisierten Fahrzeug zu sitzen. Die Freude war allerdings nicht von allzu langer Dauer, denn offensichtlich hatte man nur die Wahl zwischen 40 oder 15° im Auto. Selbst auf mehrmaliges Bitten gegenüber dem Fahrer, die Klimaanlage herunterzudrehen, veränderte sich die Temperatur kaum, lediglich das Gebläse lies nach. Im Auto war es die ganze Fahrt über eisig kalt, allerdings hatte ich im Vergleich zu gestern heute wenigstens nicht das Gefühl, ich müsste sterben vor Hitze. Aber jedes Mal wenn ich aus dem Auto ausstieg, beschlug mir die Brille wie sonst nur wenn ich im Winter nach einem 15minütigen Fußmarsch ins Büro komme.

Während der Fahrt kamen wir auch am Victoria Terminus vorbei, einem sehr schönen, beeindruckenden Bau aus der Kolonialzeit. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass sich dahinter ein Bahnhof verbergen sollte.

Der Fahrer fuhr auch an den Dobi Ghats vorbei, aber leider konnte ich nicht allzuviel sehen, und es gab auch keine Möglichkeit zum Halten oder Aussteigen. So sahen wir auch Haji Ali?s Tomb leider nur im Vorbeifahren. Anschließend setzte uns der Fahrer bei den Hanging Gardens ab, einem Platz für Verliebte, die hier ganz offensichtlich auch in großer Zahl unterwegs waren. Hier befanden sich die einzigen Toiletten, für die wir während unseres Indienaufenthaltes etwas bezahlen mussten, aber leider waren es gleichzeit auch die ekligsten, die mir in der Zeit begegnet waren.

Im Vorbeigehen hörte ich sehr ulkige Geräusche aus einem Baum. Wegen des lauten Pfeifens dachte ich zuerst, das sei ein Vogel, doch plötzlich sah ich ein kleines Streifenhörnchen den Baum entlangklettern. Ich war ganz begeistert, ein Streifenhörnchen hatte ich ja noch nie gesehen, das mußte ich unbedingt fotografieren. Gesagt, getan. Später auf der andernen Seite des Parks sahen wir dann jede Menge der kleinen Nager, es wimmelte geradezu davon und zu überhören waren sie auch nicht. Nun gut, das wusste ich vorher ja noch nicht.

bildbeschreibung

Auf dem Weg zu den Hanging Gardens kamen wir auch an sehr schönen Wohngegenden vorbei, in dieser Stadt wohl eher eine Ausnahme. Bisher hatte ich nicht so den Eindruck, dass es wie bei uns gute und schlechte Gegenden gibt, sondern dass alles bunt zusammengemischt und daher für Touristen relativ schlecht zu orten ist, wo die guten und wo die schlechten Gegenden sind.

Als wir am Marine Drive entlangfuhren, konnten wir sehr schön die Sonne untergehen sehen. Eigentlich wollten wir zum Courtyard, aber unser Fahrer wollte uns unbedingt zu einem der zahlreichen Artshops fahren. Obwohl wir daran überhaupt nicht interessiert waren, hatten wir kaum eine Chance, seiner Aufforderung zu entgehen, ohne unhöflich zu werden. Auch er hatte für jedes Argument eine passende Antwort, so dass wir schließlich entnervt nachgaben. Immerhin konnten wir zum Courtyard auch zu Fuß laufen.

Der Courtyard war ganz chic mit teuren Geschäften, aber nichts Geeignetes für uns zum Einkaufen. Mittlerweile war es schon dunkel und wir wollten zurück zum Marine Drive, da der abends immer sehr hübsch beleuchtet ist. Für die Fahrt hatten wir wohl das älteste Taxi von ganz Mumbai erwischt, an jedem Speedbump knirschte und knarzte das Auto bedrohlich, aber schließlich erreichten wir dennoch unser Ziel. Der Marine Drive sah im Dunkeln mit seiner Beleuchtung wirklich sehr schön aus, wie eine Perlenkette, woher auch der Spitzname rührt, und ist ganz offensichtlich ein beliebter Treffpunkt. Wie mir A. erzählt hatte, sind Inder nicht gerne alleine unterwegs und so waren richtig viele Leute unterwegs, die entweder gemeinsam am Meer entlang spazierten oder auf der kleinen Steinmauer an der Promenade saßen und sich unterhielten.

Danach wollten wir mit einem Taxi zurück ins Hotel. Erstaunlicherweise weigerten sich die meisten Fahrer, die wir ansprachen, Richtung Garden Road zu fahren. Wir waren nicht sicher, ob sie einfach nicht wussten, wo das ist oder ob sie nicht in diese Richtung fahren wollten, weil die Strecke nicht weit genug ist oder weil dort kaum Touristen aufzutreiben sind. Schließlich fanden wir einen, der aber wieder einen zu hohen Touristenpreis verlangte. Alternativ wollte er uns kostenlos fahren, wenn wir dafür in einen von ihm gewählten Artshop gingen. Ansonsten würde sich die Fahrt für ihn nicht lohnen, da er leer wieder zurück fahren müsse. Darauf hatten wir nun gar keine Lust und beschlossen daher, zu Fuß zum Restaurant zu gehen. Zu Fuß laufen ist allerdings etwas, was die Inder offensichtlich nicht so mögen. Als wir uns Richtung Colaba Causeway durchfragten, erhielten wir immer wieder den Rat, doch ein Taxi zu nehmen, aber als wir klargemacht hatten, daß wir laufen wollten, waren alle immer sehr hilfsbereit, zur Not auch unter Zuhilfenahme weiterer Passanten. Oder man erkundigte sich ungefragt, ob man uns helfen könne, da wir wohl fremd hier seien. Meistens hatten wir gleich mehrere Leute um uns herumstehen, die versuchten, uns den richtigen Weg zu erklären.

Schließlich erreichten wir den Colaba Causeway und fanden dann auch schnell das gesuchte Restaurant, das Indigo, eine Art italienisches Restaurant mit leicht indischem Einschlag. Ein wirklich sehr schönes Restaurant, das auch gut besucht war, mit feinem Essen, allerdings auch nicht ganz billig. Nach dem guten Essen liefen wir auch noch die letzten Meter zurück ins Hotel. Am Causeway selber herrschte ebenfalls noch reges Treiben und heute fiel mir auch auf, dass viele Touristen unterwegs waren, auch noch um diese Uhrzeit.

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Einige Fotos sind verlinkt, weitere Fotos zu diesem Tag gibt es bei Zooomr (ein Klick dort auf die Fotos vergrössert diese).

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