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Montag, April 09, 2007

Vom Paradies ins Chaos
Dienstag, 19. Dezember 2006

Da wir heute vor dem Abflug nach Mumbai noch einen Abstecher nach Panjim machen wollten, hieß das morgens früh aufstehen. Nach einem kurzen Frühstück nochmal schnell den verspielten Hund gestreichelt, die letzten Sachen gepackt und ab ging es mit dem Taxi nach Panjim. Der Fahrer war recht redselig und fuhr extra unseretwegen eine Strecke durchs Hinterland, statt über den Highway, so dass wir noch ein wenig von Goa zu sehen bekamen. Der Abschied fiel mir wirklich schwer, hier wäre ich gerne noch länger geblieben.

In Panjim versuchten wir uns an einem kleinen 1-stündigen Stadtrundgang aus unserem Reiseführer, aber die Beschreibung war so schlecht, dass wir nach der Kirche und dem portugiesischen Viertel völlig die Orientierung verloren. Den Marutitempel konnten wir leider nicht mehr finden. Aber das was ich bis dahin vom portugiesischen Viertel gesehen hatte, gefiel mir wirklich gut, insbesondere die vielen kleinen Häuser im portugiesischen Stil, die zum Teil auch noch sehr gut erhalten waren.

bildbeschreibung

Anschließend bummelt wir noch kurz die 18. Straße entlang, gewissermaßen die Haupteinkaufsstraße von Panjim, aber mir war viel zu heiß und es nervte mich unheimlich, dass ständig jemand an mir herumzog und mir immer wieder Händler irgendwelche dämlichen Trommeln oder sonstigen Kram vor die Nase hielten , den ich weder brauchte noch haben wollte. So kauften wir nur noch ein paar Cashewnüsse und ein kleines Tuk Tuk für meinen autobegeisterten Neffen und anschließend machten wir uns auf den Weg zum Flughafen.

Das Einchecken mit allem Drum und Dran dauerte diesmal tatsächlich nicht länger als eine Viertelstunde, das war Rekord! Dann flog der Flieger auch noch 10 Minuten früher los ? waren wir wirklich in Indien? Ohne irgendwelche Zwischefälle kamen wir in Mumbai an und nahmen uns am Flughafen ein Taxi zum Hotel. Die Taxifahrt war eine meiner schlimmeren Autofahrten: Die Stadt war völlig verstopft und es war viel zu heiß, da wir dachten, wir bräuchten kein Auto mit Klimaanlage, was leider ein Trugschluß war. Unterwegs sahen wir viele Kinder auf den Straßen, die Bücher, Zeitschriften und anderen Kram durchs Autofenster verkaufen wollten. Schon aus diesem Grund empfiehlt es sich, ein Taxi mit Klimaanlage zu wählen. Da bleiben die Fenster nämlich zu und man hat während der Fahrt seine Ruhe.

bildbeschreibung

Nach der ca. 1,5 stündigen Autofahrt war ich völlig fertig vor lauter Hitze. Unser Hotelzimmer war noch nicht fertig, so dass wir noch einen kleinen Stadtbummel durch Mumbai unternahmen. Ständig wurden wir von Händlern oder bettelnden Frauen angesprochen, die uns zum Teil auch anfaßten oder uns an den Händen oder Ärmeln zogen. Das hasse ich ja wie die Pest, aber hier schien das normal zu sein. Wir wohnten am Colaba Causeway, einer ziemlich chaotischen Einkaufsstraße, überall fuhren Autos kreuz und quer, Bettler waren unterwegs, Straßenhändler an jeder Ecke und alle versuchten sie, mit den Touristen ihr Geld zu machen.

Nach wenigen Minuten zu Fuß standen wir vor dem Gateway of India, einem wirklich imposanten Gemäuer, von dem man einen schönen Blick aufs Meer hat. Direkt daneben liegt das Taj, ein sehr schönes Luxushotel. Ich fragte mich, ob mir Mumbai gefiel und ob ich mir vorstellen könnte in dieser Stadt zu wohnen. Die vielen Leute gingen mir schon nach ein paar Stunden auf die Nerven.

bildbeschreibung

Im Bookstore des Taj kauften wir noch ein paar sehr günstige indische Zeitschriften. Besonders freute ich mich über die kostenlosen Toiletten, die man auch benutzen konnte, ohne Gast des Hauses zu sein. Diesen Service lernte ich in Mumbai sehr schnell zu schätzen.

Abends wollten wir ins Trishna zum Essen, einem Restaurant, das in Mumbai für seine gute Fischküche bekannt war. Als wir das Hotel verließen, kam ein Junge direkt auf uns zugestürmt und bot uns seine Hilfe bei der Suche nach einem Taxi an. Da direkt vor uns eines der schwarzen Taxis stand, sahen wir zunächst wenig Nutzen in seiner Hilfe. Allerdings sprach der Taxifahrer kein Wort englisch, so dass der Junge immerhin unser gewünschtes Ziel übersetzen konnte. Noch bevor wir überhaupt auf die Idee kamen, ihm dafür ein Trinkgeld zu geben, streckte der Junge schon erwartungsvoll die Hand aus. Der Taxifahrer war nicht nur des Englischen nicht mächtig, er kannte auch das Restaurant Trishna nicht, so dass er eine vorbeilaufende Passantin nach dem Weg fragen musste. Der war das Trishna sehr wohl bekannt und bereitwillig erklärte sie dem Taxifahrer den Weg. Leider hatte dieser die Beschreibung aber nach zwei Straßenkreuzungen schon wieder vergessen und musste erneut fragen. Das ging insgesamt viermal so. Das Restaurant schien in Mumbai wirklich nicht unbekannt zu sein, denn jeder wusste sofort, wo es ist. Eine Passantin machte uns sofort darauf aufmerksam, dass es im Trishna sehr guten Fisch und tolle Meeresfrüche gäbe und wünschte uns einen schönen Abend. Jeder wußte, wohin wir wollten, nur unser Taxifahrer hatte keinen Plan. Zu Beginn der Fahrt dachten wir noch, wie clever es war, einen Festpreis von 100 Rupien mit dem Taxifahrer auszumachen. Zwei Euro schienen uns sehr günstig. Erst als wir auf dem umwegfreien Rückweg mit einem anderen Taxifahrer nur 50 Rupien bezahlen mussten (was wahrscheinlich auch noch Touristenpreis war), wurde uns klar, dass dieser unfähige Taxifahrer auf dem Hinweg auch noch ein richtiges Schnäppchen mit uns gemacht hatte.

Aber egal, das Essen im Trishna war wirklich exzellent und die Portionen so üppig, dass drei Leute davon satt geworden wären, wir konnten unmöglich alles aufessen. Zunächst dachte ich noch, dass es wirklich überflüssig war zu reservieren. Bei unserer Ankunft war das Restaurant völlig leer, wir fast die einzigen Gäste und auf jeden anwesenden Gast kamen ca. drei Kellner. Aber so gegen 20.00 Uhr wurde das Restaurant auf einen Schlag rappelvoll, da waren wir doch sehr froh über unsere Reservierung.

Einige Fotos sind verlinkt, weitere Fotos zu diesem Tag gibt es bei Zooomr (auf den folgenden Seite weitere, ein Klick dort auf die Fotos vergrössert diese).

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