Faulenzen nonstopDonnerstag, 14. Dezember 2006Früh bei Tagesanbruch wachte ich auf, ich hatte mich immer noch nicht der Zeitverschiebung angepaßt. Die indischen Gäste waren schon deutlich zu hören, ich hatte überhaupt keine Vorstellung, wie viele es überhaupt waren. Das Haus schien plötzlich voll mit Indern zu sein. Als wir uns zum Frühstück unten auf die kühle Terrasse setzten, meinte Rinoo:
'One more day indian family...'
Am Vortag war ich leider während der Abenddämmerung ziemlich von Mücken zerstochen worden, aber wenn man sich in dieser Zeit im Haus aufhält, halten sich auch die Mückenstiche in Grenzen.
Den Tag über lasen Daniel und ich wieder ausgiebig, während wir gemütlich in der Sonne saßen. Erst
auf der Terrasse, danach im Garten, nachdem wir uns für einen der zahlreichen Liegeplätze entscheiden konnten. Der Tag war etwas windiger und zunächst nicht ganz so heiß, aber im Laufe des Tages legte die Sonne ordentlich zu. Zum Lunch gab es wieder frische Pancakes und Lemonpie und im Anschluß
marschierten wir ca. 2,5 Stunden bei strahlendem Sonnenschein am Strand entlang nach Arambol.
Bei unserem ausgiebigen Spaziergang beobachteten wir auch die zahlreichen kleinen und teilweise auch größeren Krebse, die sich am Strand tummelten. Einmal erspähten wir einen richtig großen Krebs, der reglos am Rand seines Sandlochs verharrte, solange wir ihn beobachteten. Ich war neugierig und wollte sehen, ob er in seinem Loch verschwindet oder davonläuft, wenn ich auf ihn zugehe. Daher machte ich einen forschen Schritt auf sein Loch zu. Blitzartig zückte der Krebs eine seiner zwei scharfen Scheren, was sehr beeindruckend aussah. Ich zog es vor, ihm lieber aus dem Weg zu gehen.

Richtung Norden wurde der Strand immer belebter. Während bei uns vor dem Hotel praktisch kaum Leute am Strand unterwegs sind, tummelten sich im Norden jede Menge Touristen und damit auch aufdringliche Händler, die uns permanent etwas verkaufen wollten. Arambol fand ich furchtbar: Zu laut und zu voll, aber mir war es mittlerweile auch zu heiß, um mich durch die engen Straßen zwischen den dichtgedrängten Verkaufsständen hindurchzuzwängen. Trotzdem war es mir ein Rätsel, warum die Leute lieber hierher kamen als weiter nach Süden, wo der Strand viel leerer war. Nach den ruhigen, entspannten Tagen, die wir hinter uns hatten, waren mir das hier viel zu viele Leute.
Nach dem Strandspaziergang stürzten wir uns das erste Mal ins Meer. Es war wirklich herrlich, kaum eine Menschenseele lief bzw. schwamm uns über den Weg, die Wellen waren perfekt und das Wasser flach, angenehm warm, aber doch sehr erfrischend bei der Hitze.
Zum Abendessen hatte Rinoo frische Garnelen mitgebracht, so unglaublich lecker und geschmackvoll, wie ich sie noch kaum gegessen hatte. Hinterher bekamen wir noch etwas Gemüse extra, das Rinoo für die indischen Gäste hatte zubereiten lassen. Entsprechend scharf war es dann auch. Die Garnelen schmeckten nicht nur ausgezeichnet, sondern rochen auch sehr gut, was insbesondere bei den zahlreichen Katzen auf großes Interesse stieß. Nur mit Mühe und mehreren Bücherbarrieren konnten wir die verfressenen Tiere davon abhalten, während des Essens auf unseren Tisch zu klettern.
Einige Fotos sind verlinkt, weitere Fotos zu diesem Tag gibt es bei
Zooomr (auf der folgenden Seite
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Labels: Goa, Indien, Reise
// gebloggt von Dagmar @
20:36 |