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Montag, Januar 29, 2007

Im Baumhaus oder Wie hoch sind eigentlich 20 Meter?
Sonntag, 10. Dezember 2007

Als wir mit dem ausgetauschten Jeep endlich im Green Magic Resort in Vythiri ankamen, verschlug es mir beim Anblick des Baumhauses erst einmal die Sprache. Aus der Nähe sah es doch deutlich zusammengeschusterter aus als ich gedacht hatte. Davon mal abgesehen wurde mir erst jetzt richtig bewusst, wie hoch 20 Meter wirklich sind. Der kleine Lift zum Baumhaus schaukelte friedlich im Abendlicht und ich fühlte mich zum ersten Mal an diesem Tag wirklich unbehaglich.

bildbeschreibung

Ein Seitenblick auf Daniel zeigte mir, dass es ihm nicht anders ging.

Zwei Mann zogen uns die 20 Meter nach oben, mit einer zweiten Fuhre folgte unser Gepäck. Oben angekommen, schauten wir uns ein wenig ratlos an und begannen dann sehr vorsichtig, das Baumhaus genauer zu erkunden. Ich habe wirklich noch nie unter Höhenangst gelitten und mir wird auch normalerweise nicht schwindelig, wenn ich aus großer Höhe nach unten schaue. Aber dieses Baumhaus war doch noch ganz anders. Es gab insgesamt drei Stockwerke. Unten befand sich auf einer großzügigen Plattform in der Mitte ein Schlafraum, an den das Badezimmer grenzte. Drumherum gab es eine Art Veranda mit Sitzgelegenheit. Alles war offen, lediglich das Schlafzimmer war mit Wänden abgetrennt und hatte eine Tür. Die Dusche befand sich quasi direkt im Freien, was ja eigentlich auch gar nicht schlimm gewesen wäre, wenn es dahinter nicht 20 Meter abwärts gegangen wäre. Im 2. Stock befand sich ein weiteres Schlafzimmer mit Badezimmer und darüber noch eine winzige Sitzecke. Daniel ging gar nicht erst nach oben. Ich schaute mir noch das zweite Zimmer an und warf einen Blick in den 3. Stock, danach war es beschlossene Sache, dass wir dort auf keinen Fall schlafen würden. Die winzige Wendeltreppe war abenteuerlich und bei jedem Schritt bogen sich die Bodenplatten bedenklich durch. Außerdem hatte sich Daniel schon an der deutlich größeren Wendeltreppe auf dem Hausboot den Kopf blutig geschlagen.

bildbeschreibung

Im Baumhaus gab es elektrisches Licht, allerdings wurde der Generator dafür erst um 18.00 Uhr an- und gegen später wieder abgestellt. Für die Zeit dazwischen gab es entweder Tageslicht oder Kerzen. Um 20.00 Uhr wollte man uns wieder zum Essen herunterholen. Auf meine Frage, wie wir uns denn bemerkbar machen könnten, erklärte uns der Hotelmanager, wir sollten einfach laut rufen.

Mit sehr mulmigem Gefühl saßen Daniel und ich nun da oben in unserem Baumhaus und überlegten, was wir tun sollten. Wir waren uns beide nicht sicher, ob uns das alles so richtig gefiel. Um uns herum war es stockfinster, lediglich die Terrasse mit der Küche 20 Meter unter uns war spärlich beleuchtet. Langsam begannen sich auch immer mehr Insekten für uns zu interessieren, dazu wurde es richtig kalt, so dass ich sehr froh war über meine Winterjacke, die ich auf der Fahrt zum Düsseldorfer Flughafen getragen hatte.

Nach zwei sehr langen Stunden war Essenszeit, allerdings schien sich unten nichts zu rühren. Aber lautes Rufen sollte ja ausreichen. Also rief ich. Erst laut. Dann lauter. Ich war müde, kaputt, ich hatte ein ausgesprochen flaues Gefühl im Magen, dazu all die Insekten um mich herum . Ich wollte einfach nur noch festen Boden unter den Füßen haben. Auf meine ersten Rufe konnte ich überhaupt keine Reaktion auf der Veranda erkennen. Vermutlich wurde jedes Geräusch vom lauten Rauschen des Baches geschluckt. Nach immer lauterem Rufen - ich klang schon deutlich gereizter - antwortete mir unten jemand, allerdings konnte ich praktisch nichts verstehen. Und erst recht konnte ich nicht erkennen, ob sich jemand in Richtung Lift bewegte.

bildbeschreibung

Richtig Panik bekamen Daniel und ich, als wir nun vor dem wenig vertrauenerweckenden Lift standen und beide nicht wußten, ob da unten wirklich jemand war, der uns herunterlassen bzw. den Lift halten würde. Spätestens in dem Moment war uns wohl klar, dass wir nicht im Baumhaus übernachten konnten. Selbst als ich ein Rucken an dem Liftseil bemerkte, war ich nicht hundertprozentig sicher, ob da jemand an dem Seil zog, um auf sich aufmerksam zu machen, oder ob es lediglich der Wind war, der das Seil in Bewegung versetzte. Ein wirklich unangenehmes Gefühl und der Gedanke an die 20 Meter abwärts machte es nicht besser.

Als wir endlich unten waren, fragten wir den Manager, ob wir das Treehouse gegen ein normales Zimmer eintauschen könnten. Zum Glück war das kein Problem und insgeheim vermutete ich, dass wir nicht die ersten Gäste waren, die sich ein wenig überschätzt hatten. Auf jeden Fall waren wir beide wirklich sehr erleichtert. Richtig aufatmen konnten wir aber erst, als wir nach dem sehr leckeren Essen auf der Veranda mit unserem Gepäck das neue Appartment betraten.

Einige Fotos sind verlinkt, weitere Fotos zu diesem Tag gibt es bei Zoomr (auf der folgenden Seite weitere, ein Klick dort auf die Fotos vergrössert diese).

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