Leben wie Gott in Frankreich im Piemont IISogar die Tiere in Italien sind kleine Gourmets. Lotta, die Katze von Carina und Stefan, versucht mittlerweile schon, mit den Pfoten den Kühlschrank zu öffnen, um an all die dort aufbewahrten Leckereien heranzukommen (zum Glück bisher erfolglos) und Agata, die quirlige Hundedame von Paolo Mascarino in der
Käseaffinerie Arbiora, frißt ihren feinen Käse am liebsten selber.
Eigentlich war die Käserei geschlossen, als wir dort vorbeifuhren, aber Signore Mascarino, der gerade vor der Türe stand, öffnete trotzdem extra für uns nochmal seinen Keller, nachdem er erfuhr, daß wir von der
Cascina Grassi kamen. So kamen wir in den Genuß einer ausgesprochen unterhaltsamen Führung durch die kleine Käseaffinerie, gemischt auf englisch, italienisch und mit ein paar Brocken deutsch und erfuhren so einiges, wie der Käse behandelt wird und daß nicht nur Feuchtigkeit und Alter, sondern auch die Form unterschiedliche Auswirkungen auf den Geschmack haben.
Nachdem wir nun den Käsegeruch lange genug in der Nase gehabt hatten, mußten wir natürlich auch noch probieren. Dabei erzählte uns Signore Mascarino von der großen
SlowFood-Messe in Turin und freute sich, daß wir schon von
Slow Food gehört hatten. SlowFood kommt ja ursprünglich aus Italien und da Signore Mascarino sehr von Slow Food überzeugt ist hat er sich sehr viel Zeit genommen, uns mehr davon zu
erzählen.*
Heute morgen nun war ich in Dellbrück zum Einkaufen unterwegs und dachte dabei wieder daran, wie lecker im Piemont alles schmeckt und wie sehr ich die große Auswahl dort genossen habe.
Zufällig kam ich dabei an einem
kleinen italienischen Lädchen gleich bei uns um die Ecke vorbei, das ich bisher ehrlich gesagt nie so richtig beachtet hatte, da es im Schaufenster vor allem viel Zubehör und Geschirr hat. Heute stand dort ein großes Schild vor der Türe, daß es gerade frische Pasta im Angebot gibt. Das wollte ich mir doch genauer anschauen, also gleich mal rein und Pasta ausgesucht (mit Gorgonzola und Nuß). Dabei warf ich auch einen Blick auf die winzige Käseauswahl und was sehe ich da? Dieser kleine Laden bezieht seinen Käse doch tatsächlich von der Käserei Arbiora in Bubbio.
Hab ich mich gefreut :-)
Folgende Leckereien gab es an unserem zweiten Tag im
La Dogliola in Bubbio:
Antipasti:
- kleiner Vorspeisenteller mit Hasenroulade, kleiner Kohlroulade und Peperoni mit Thunfisch gefüllt
- Tomatencreme mit Wachtelei
- Eierschaum mit Zwiebeln und Kräutern
Primo:
- Kräuterrisotto
Secondo:
- Huhnroulade mit Haselnüssen und Chicoree (Daniel) bzw. Rinderbraten in Barberasoße und Krautauflauf
Dolce:
- Mousse au Chocolat (Daniel. Zur Hälfte ich, nachdem ich den ersten Bissen davon probiert hatte) bzw. Apfel Charlotta
Auf italienisch klingt das alles natürlich noch viel schöner.
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* Buchtipps:- I Sapori del Piemonte. Rezepte und kulinarische Geschichten aus piemontesischen Küchen
- Formaggi d'ItaliaLabels: Piemont, Reise
// gebloggt von Dagmar @
16:26 |