Barcelona - was an den beiden letzten Tagen geschahUnser letzter Tag in Barcelona war nochmal einem ausgiebigen Stadtbummel gewidmet. Wie schon erwähnt, kann man Barcelona sehr gut zu Fuß erkunden, allerdings empfiehlt es sich, bequeme Schuhe einzupacken.
So ganz ohne Stärkung wollten wir dieses Mal doch nicht mehr losziehen, daher gab es für jeden in einer der zahlreichen Bäckereien eine kleine Leckerei.
Ensaimadas hatte ich seit meinem letzten Besuch in Spanien vor knapp 15 Jahren nicht mehr gegessen und hatte schon fast vergessen, wie gerne ich die süßen Dinger damals mochte. Das zumindest hat sich nicht geändert.
Laut unserem Reiseführer hat das Viertel El Raval westlich der Ramblas auch heute noch keinen besonders guten Ruf, auch wenn einiges getan worden war, um das Image des Viertels zu verbessern. Während der Siesta und später am Abend sollte man danach die Gegend besser meiden. Unser Vermieter zerstreute allerdings unsere Bedenken, so daß wir auch hierhin einen kurzen Abstecher vornahmen und uns das alte Hospital de la Santa Creu hinter dem Mercat de la Boqueria anschauten und eine Weile das bunte Treiben in dessen hübschen Innenhof mit den Orangenbäumen beobachteten.
Da wir mittlerweile Gefallen an den baskischen Tapasbars gefunden hatten, nutzten wir den letzten Tag auch noch einmal für einen Abstecher in eine der zahlreichen Lokalitäten, um ein letztes Mal all die verschiedenen Pintxos-Sorten durchzuprobieren.
In Barcelona gibt es natürlich jede Menge Schuhgeschäfte, verschiedenste Spezialgeschäfte, die in einem
ausführlichen Artikel der ZEIT aufgeführt wurden, an jeder Ecke kann man eine Kleinigkeit essen oder einen Café solo trinken. Und selbstverständlich kehrten auch Daniel und ich beide mit einer Schuhtüte nach Hause. Aufgrund der fehlenden Englischkenntnisse der gesprächigen Verkäuferin und unseren rudimentären Spanischkenntnissen gelang uns das leider nur mit Händen und Füßen. Was die Kommunikation anbelangt, hatten Daniel und ich uns allerdings sehr schnell wieder auf eine gute Arbeitsteilung geeinigt: Während ich dafür zuständig war, mit den wenigen Worten Spanisch, die mir noch im Gedächtnis geblieben war, halbwegs sinnvolle Sätze zu bilden, war er in der Regel derjenige, der die spanischen Antworten trotz der Schnelligkeit, in der sie vorgebracht wurden, meistens besser verstehen konnte als ich. So verstanden wir immerhin, daß die Dame eine Freundin in Düsseldorf hat und unbedingt von uns wissen wollte, wie uns Barcelona gefällt.

Nachdem wir noch die sehr schöne Basilica Santa Maria del Mar aufgesucht hatten, wanderten wir in einem großen Bogen die Strandpromenade am Meer entlang bis zum Port Olímpic.
Von dort ging es weiter Richtung Norden bis zum Parc de la Ciutadella, einem sehr hübschen Park, der zwar leider gerade 'renoviert' wurde, mich aber insgesamt sehr positiv an den New Yorker Central Parc erinnerte, da jeder tun und lassen konnte, was er wollte. So sahen wir eine Weile einer
Capoeiragruppe beim Training zu, während andere Jugendliche dazu sangen und musizierten, sahen andere Spaziergänger, eine Entenmutter mit ihren Jungen und beobachteten die ausgelassenen Hunde, die unermüdlich Bällen hinterherrannten oder ihre Besitzer anderweitig zum Spielen zu animieren versuchten.
Zum Abschluß des Tages kehrten wir noch einmal bei Origen 99.9 zum Essen ein und deckten uns anschließend für zuhause mit spanischen Leckereien ein.
Am Dienstag war dann Abflugtag, den wir bei herrlichstem Sonnenschein mit einem letzten Strandbummel ausklingen ließen.
Labels: Barcelona, Reise
// gebloggt von Dagmar @
21:59 |