Barcelona - es geht weiterDaß unser Appartment in Barcelonata ein echter Geheimtipp war,
erwähnte ich bereits (wir konnten nur nicht klären, warum der offensichtlich deutsche Vermieter im Vorfeld per Mail immer auf englisch mit uns kommunizierte).
Barcelona faszinierte uns gleich vom ersten Tag an, auch wenn dieser nach unserer Ankunft nicht mehr allzu lang war - allzu lang nach
unserem Verständnis, denn die Barcelonesen selber legen ja erst ab 23.00 Uhr richtig los. Allerdings stellte sich unser Biorhythmus
in unserem Alter in so kurzer Zeit leider nicht auf völlig andere Wach- und Schlafenszeiten um.
Zuerst stärkten wir uns nach der Reise in einer der zahlreichen Tapasbars,
Can Ganassa am Placa Barceloneta, die laut Reiseführer einfache und günstige Gerichte anbietet und in die sich vorwiegend Einheimische verirren. Letzteres konnten wir zwar nicht bestätigen und auch die ausgesprochen unverständliche deutsche Speisekarte sprach dagegen, aber das Essen war gut und für uns in dem Moment genau das Richtige.
Nach dem Essen reihten wir uns vor der Seilbahnstation am Hafen in die ziemliche lange Touristenschlange ein und warteten geduldig auf die nächste Seilbahn, die uns quer über das Hafengebiet hinauf auf den nahegelegenen Montjuic bringen sollte. Eine tolle Fahrt mit großzügigem Blick auf den Hafen und das Stadtgebiet! Am Montjuic angelegt, kamen wir gerade rechtzeitig, um mitansehen zu können, wie der riesige Springbrunnen Font Màgica zu Klängen von Tschaikowski und ABBA (jaja, in der Tat eine ausgefallene Kombination) mit Wasserfontänen und Lichteffekten in einer Art Wasserballett sämtliche Touristen in seinen Bann zog.
Ein beeindruckendes, aber auch unglaublich kitschiges Spektakel, das Daniel unbedingt nach seinem Verständnis interpretieren mußte.*
Den Rest des Tages bummelten wir durch die Stadt, die wir auch in den folgenden Tagen in erster Linie zu Fuß erkundeten. Entgegen meiner Vermutungen ist Barcelona eine sehr dichtbesiedelte Stadt, in der man die meisten Sehenswürdigkeiten relativ bequem zu Fuß erreichen kann und so nebenbei auch noch einen guten Eindruck von der Stadt bekommt. Der Strand von Barceloneta lag fast vor unserer Haustür, so daß wir vor dem Schlafen noch einen kurzen Abstecher ans Meer machten. Wir waren bei weitem nicht die Letzten!
Während unserer Abwesenheit hatte der Nachbarshund zwei Balkone schräg unter uns damit begonnen, sich seine Langeweile durch anhaltendes Heulen zu vertreiben. Ich erwog kurz, ihn trotz meiner großen Hundeliebe mit Steinen zu bewerfen, verwarf diesen Gedanken aber gleich wieder. Nicht nur weil ich keine Steine in passender Größe zur Verfügung hatte, sondern weil auch dieser heulende Hund für mich ab dem ersten Tag irgendwie zu unserem Viertel dazugehörte.
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* mit einer VittelflascheLabels: Barcelona, Reise
// gebloggt von Dagmar @
21:34 |