Barcelona, BarcelonetaObwohl ich relativ oft verreise, bin ich bei der Ankunft am Reiseziel immer wieder aufs Neue erstaunt, wie schnell man heutzutage in ein anderes Land reisen kann. Gerade eben noch auf dem Kölner Flughafen und kurze Zeit später ist man schon in Mailand, London oder eben Barcelona. Früher war das eine halbe Weltreise, die Tage dauerte und immer sehr aufregend war. Heute ist das nur noch ein Katzensprung.
Die Zeiten ändern sich eben.
Goethe hat damals über seine
Italienreise gleich ein ganzes Buch geschrieben. Heutzutage schreibt man darüber einen Blogeintrag.
Der sehr gute Tipp bzgl.
Unterkunft kam von
Stefan - an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön, das Appartment war wirklich toll, die Lage mitten im Hafenviertel Barceloneta einmalig und fast touristenfrei - außer uns. Eine Häuserecke weiter gab es eine große Markthalle, in der wir zusammen mit den spanischen Hausfrauen täglich frisches Gemüse und Leckereien fürs Frühstück einkauften (auch wenn es mit meinen rudimentären Spanischkenntnissen nicht immer ganz einfach war). Morgens wurden wir vom Gekreische der Möwen geweckt, die Balkone waren von Wäscheleinen geschmückt und in den Straßen wurde gewerkelt, diskutiert und gestikuliert. Die vielen kleinen Gassen waren schmal und verwinkelt, in der Mitte gab es einen hübschen Platz, auf dem sich abends die Leute aus dem Viertel trafen, rundherum einfache Bars und Restaurants, in denen man leckere Tapas essen und dazu ein Gläschen Wein trinken konnte.
Genau die Atmosphäre, die ich mir vorgestellt hatte.
Als Daniel allerdings zum ersten Mal die Eingangstür des Appartmenthauses öffnete, die etwa 1-Mann-breite, steile Treppe vor sich sah und sich mit entsetztem Gesicht zu mir umdrehte, kam mir der Gedanke, daß ich mich offensichtlich schon beim Buchen des Appartments etwas zu sehr von diesem Flair hatte bezaubern lassen. Und jedes Mal, wenn wir danach die 87 engen Treppenstufen hinaufstiegen, mußte ich mir anhören, wie bekloppt es doch sei, eine Wohnung im 5. Stock zu buchen, ohne mal darüber nachzudenken, ob das Haus eigentlich einen Aufzug besitzt.
Labels: Barcelona, Reise
// gebloggt von Dagmar @
23:54 |