Curse/Judith HolofernesDaniel:Die Lesung im Einslive-Studio am Mediapark hätten wir jetzt fast vergessen. Kleine, kuschelige, enge Location, in der Regel immer proppenvoll. Keine Möglichkeit zum Schlafen für Daggi, dafür aber ein Platz ganz vorne.
Dagmar:Eine Lesung, die etwas aus dem Rahmen fiel, da diesmal keine Buchtexte im Vordergrund standen. Stattdessen lasen Judith Holofernes und Curse eigene Songtexte aus ihren Alben vor. Auch wenn beider Musik nicht unbedingt meinem Geschmack entspricht, fand ich die Idee sehr originell und auch die Auswahl sehr abwechslungsreich, da der Text eines HipHop-Songs ganz anderen Regeln folgt als der eines Gitarrenstücks. Curse kann durch die wesentlich längeren Liedzeilen sehr viel Inhalt in seine Texte packen und ihm ist deutlich mehr Raum gegeben, um seine Gedanken auszudrücken, da die Sprache sehr im Vordergrund steht. Dagegen bleiben 'Wir sind Helden' für ihre Texte nur sehr wenige Zeilen. Alles, was gesagt werden soll, ist nur mit ein paar Worten auszudrücken, was mich gerade an Judiths Texten sehr faszinierte.
Sehr sympathisch fand ich die offenkundige Nervosität der beiden Gäste, die sie auch gar nicht leugnen wollten, da es für sie eine völlig andere Situation war, ihre Texte direkt vor einem kleinen Publikum zu lesen, als sie vor größerem Publikum zu singen bzw. zu rappen. Für mich ein sehr angenehmer Abend mit überzeugenden Gästen!
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21:51 |