SchubidubiduuAls ich heute morgen unsere Haustüre öffnete, stand direkt davor ein Mann mit einem kleinen Kind auf dem Arm, offensichtlich sein Enkel, und unterhielt sich mit ihm:
'Na Du, duziduzidu...'
Und das obwohl doch jeder weiß, daß solches Gebrabbel für kleine Kinder nicht gut ist.
Aber um ehrlich zu sein: Ich habe mir auch schon selber mal mit derart einfacher Sprache beholfen, in manchen Situationen erfüllt sie durchaus ihren Zweck. Kürzlich stand ich zum Beispiel beim Bäcker in der Schlange, vor mir saß ein kleines Mädchen in seinem Kinderwagen und war penetrant am Quengeln. Die Mutter stand etwas weiter vorne in der Schlange und ließ sich von dem Maulen ihrer Tochter nicht aus der Ruhe bringen.
Ich war müde, hatte lange gearbeitet und wahrscheinlich eher am unteren Ende meiner täglichen Stimmungskurve angelangt, auf jeden Fall nervte mich die Kleine in dem Moment ganz unglaublich. Ich beobachtete sie eine Weile und sagte dann sehr deutlich (aber natürlich so, daß es die Mutter nicht hören konnte):
'BUH!'
Das Kind verstummte schlagartig und schaute mich mit teetassengroßen Augen völlig perplex an, so daß ich schon dachte:
'Oje, jetzt schreit es gleich.'
Aber stattdessen breitete sich ein seeliges Grinsen auf dem Kindergesicht aus und die Kleine jauchzte leise vor sich hin
'Bubububuh...'
Na bitte, geht doch. Manchmal genügt auch eine ganz schlichte Kommunikation aus, um das Ziel zu erreichen.
// gebloggt von Dagmar @
22:55 |