Indien - Goa, Teil 2Die
Villa Rivercat hatte anfangs bei der Auwahl einen schweren Stand bei mir. Die Bilder sahen fantastisch aus, aber der Preis passte irgendwie nicht dazu. Dagmars erste Vermutung (
Jugendherberge) erwies sich allerdings als falsch, dazu gleich mehr. Darüberhinaus wurde auch noch eine Vorauszahlung via Western Union verlangt, dass roch doch arg nach
419 Scam. Habe dann aber doch kurzentschlossen gebucht, laut Wikipedia sollte das Hotel auch an einem sehr
ruhigen Strand liegen. Wie schon
gestern angedeutet, war das Hotel perfekt für mich.
Nach einer 90 minütigen Fahrt vom Flughafen erwartete mich eine Oase der Ruhe, mit zahlreichen Hunden und Katzen, idyllisch an einem Fluss gelegen.
Da der Flug schon um 5:30 startete (Begründung der Organisatoren: damit ich noch was vom Tag hätte) und ich daher schon um 3:30 aufstehen musste, setzte ich mich erst mal in den am Fluss gelegenen Garten und schlief eine Runde. Dann Auspacken, Lesestoff raus, in die Hängematte rein, Lesen, von der Hängematte in den Hängestuhl, danach in den Liegesessel, wieder in den Hängestuhl, oh, schon dunkel?
Na gut, dann sich vom sehr freundlichen und
extrem entspannten Chef beraten lassen (Chicken Tikka, this time) und zusammen mit ihm essen.
Dabei habe ich erfahren, dass er das Hotel als Steckenpferd betreibt und eigentlich eine Firma mit Export von indischem Kram und 500 (roundabout) Filialen in 3 Kontinenten besitzt. Die Firma läuft jetzt ohne ihn und er kann sich ganz seiner Muse hingeben: seinem Hotel. Eigentlich seinen Hotel
s, denn er arbeitet schon an einem zweiten, ganz in der Nähe.
Das Haus ist wirklich cool, Hängematten überall, die Zimmer schlicht eingerichtet, aber liebevoll gestaltet, wie auch der ganze Eingang. Der Garten ist allerdings der Blickfang, direkt am Fluss, mit diversen Liegemöglichkeiten. Der Strand erwies sich ebenso als perfekt, keine Trödler wie ein paar Kilometer weiter nördlich, die einem irgendwas andrehen wollen, keine Trance-Beats und Hütten sondern Sand und Meer, ganz für
dich mich alleine.
So stellte sich schnell ein Tagesrhythmus ein. Aufwachen, in den Garten legen, etwas Lesen, Mittags an den Strand, Spaziergang zur weissen Pyramide (3 km Strandspaziergang), da eine Flasche Wasser und ein Sandwich und lesen, wieder am Strand entlang, auch mal die andere Richtung, zurück zum Hotel, ab in die Hängematte und schwupps ist es schon wieder abends 8 Uhr, die Kellner kommen, Qual der Wahl, was will ich zum Abendessen?
Alles in allem, sehr enstpannte 3 Tage, die ich gerne etwas ausdehnen würde, muss nur noch Daggi dazu überreden.
Nachtrag: Auch dieser Text ist wie die anderen Nachts um 3 Uhr am armseligen Flughafen von Bombay geschrieben, das "Daggi-überzeugen" scheint nach der Präsentation der Bilder erfolgreich verlaufen zu sein.
Daggi: "Da will ich auch hin!"Labels: Goa, Indien, Reise
// gebloggt von Daniel @
18:39 |