Zu früh und doch zu spätDa ich heute morgen überraschend früh fertig war und noch ausreichend Zeit hatte bis zu meinem ersten Termin, dachte ich mir, bevor ich zur Arbeit gehe, könnte ich noch den Müll runtertragen und eine Tüte Altpapier zum Container bringen. Bei Daniels Zeitungskonsum hat das zwar eine ähnliche Wirkung wie wenn jemand 5 Liter Wasser aus dem Bodensee schöpft, aber immerhin war es ein kleiner Anfang, um unsere Wohnung altpapierfrei zu kriegen.
Montags kommt bei uns immer die Müllabfuhr, unsere Mülltonnen standen allerdings noch im Keller. Aber ich hatte ja noch Zeit, also wuchtete ich die vollen Tonnen die Kellertreppe hoch und raus auf die Straße.
Dabei wurde mir so warm, daß ich noch einmal die 56 Treppenstufen zu unserer Wohnung hochlief, um meinen Schal gegen einen Regenschirm einzutauschen, da es nach Regen aussah. Genügend Zeit dazu hatte ich noch.
Wieder unten angekommen, packte ich meinen Müll in die Tonne und machte mich mit meiner Altpapiertüte auf den Weg. Das ging ca. 500 m gut, bis die Tüte in der Mitte durchriß und das gesamte Altpapier auf dem Boden landete.
Das konnte ich so natürlich nicht liegen lassen, also nochmal zurück, eine neue Tüte holen, alles wieder einsammeln, ein paar Minuten hatte ich noch übrig.
Als ich gerade am Altpapiercontainer stand, fuhr meine Bahn ein, für mich allerdings zwei Minuten zu früh. Ganz so viel Zeit hatte ich langsam nicht mehr.
Normalerweise fährt die Straßenbahn um die Uhrzeit immer etwa im 5-Minuten-Takt. Nicht heute morgen - die nächste Bahn kam laut Anzeige erst in 13 Minuten.
Zu meinem ersten Termin heute früh kam ich zu spät.
Ich hasse Montage!
// gebloggt von Dagmar @
23:40 |