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Sonntag, November 06, 2005

Von Hunden und anderen Peinlichkeiten

Lyssa hat mal wieder eine sehr erheiternde Geschichte über ihren Hund zu erzählen.

Als ich noch bei meinen Eltern lebte, hatten wir ebenfalls einen Hund. Jessie war nicht ganz so verfressen, wie Lyssas Hund, und auch nicht unbedingt die Allerhellste, aber in peinliche Situationen brachte sie mich gelegentlich auch - meistens allerdings ungewollt.

Im Dorf meiner Eltern lebte eine ältere Frau, die immer mit ihrer Schäferhündin spazieren ging. Diese Schäferhündin war ähnlich alt, giftig und feige, also genau das Exemplar von Hund, das ich auf meinem Spaziergängen mit Jessie lieber gemieden habe.

Leider gelang mir das nicht immer.

Die Begegnungen mit der Frau und ihrer Schäferhündin spielten sich immer auf ganz ähnliche Art und Weise ab. Wenn die Schäferhündin meinen Hund sah, ging sie jedes Mal wie eine Furie auf Jessie los. Da sie aber vor mir erstaunlicherweise einen Heidenrespekt hatte, reichte es gewöhnlich aus, mich zwischen die beiden Hunde zu postieren und die Schäferhündin anzuschreien, daß sie verschwinden solle*.

Nachdem es beim allerersten Aufeinandertreffen noch eine Rauferei gegeben hatte, überließ mir unser Hund die nächsten Male immer sehr willig das Feld und beobachtete lieber aus sicherer Entfernung, wie ihr Frauchen die böse Angreiferin fertigmachte. Das klingt nun nicht besonders mutig, aber zu Jessies Verteidung muß ich dazusagen, daß ich in diesem Fall über ihr Verhalten ausgesprochen froh war. Es hätte sicherlich nicht zur Entspannung der Situation beigetragen, hätte Jessie ebenfalls noch mitgemischt. Es gab andere Begegnungen mit einem Pitbull, an denen sie sich mehr beteiligte als mir lieb war.

Und die Besitzerin der Schäferhündin? Die suchte jedes Mal eilends das Weite, da dies offensichtlich für sie die einzige Möglichkeit war, ihren Hund zum Weiterlaufen zu veranlassen. Zu Gesicht bekommen habe ich die Frau eigentlich nie.

Keine Frage, daß mich dieses Verhalten von Mal zu Mal mehr in Rage brachte.

Als ich nun eines schönen Tages in der Dämmerung mit Jessie meine abendliche Runde drehte, lief ich prompt wieder der Schäferhündin über den Weg. Diesmal war sie allerdings nicht alleine, sondern sie kam mir in einer Gruppe von 4-5 Leuten entgegen.

Endlich!

Nachdem ich die Schäferhündin, die natürlich wieder geifernd auf uns zugestürmt kam, halbwegs erfolgreich abgewehrt hatte, sah ich meine Chance gekommen. Bevor die Spaziergänger einfach mit ihr weiterlaufen konnten, nutzte ich die Gelegenheit, meinem mittlerweile zu lang aufgestauten Ärger Luft zu machen. Mit deutlichen Worten signalisierte ich ihnen, wie sehr mich das Verhalten ihres Hundes auf die Palme bringen würde und daß ich endgültig die Schnauze voll davon hätte, mich jedesmal wieder mit diesem Köter rumärgern zu müssen und daß sie endlich dafür sorgen sollten, dieses Miststück unter Kontrolle zu halten, damit ich mit meinem Hund endlich wieder friedlich spazierengehen könne.

Als ich nach meinem ausführlichen und zornigen Redeschwall Luft holen mußte, erwiderte ein Mann aus der Gruppe ganz vorsichtig:
'Entschuldigung, aber das ist gar nicht unser Hund. Die Besitzerin läuft bereits da vorne den Berg hoch.'
Diese Geschichte fiel mir wieder ein, als ich von Lyssas neuestem Hundedrama las. Glücklicherweise war meine Gesichtsfarbe in der Dämmerung nicht mehr so gut erkennbar.

---
*Um ehrlich zu sein, war es völlig egal, was ich sagte, wichtig war nur, daß ich es laut und wütend sagte.




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