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Sonntag, April 03, 2005

Sightseeing in New York

Ich scheine es mir wohl zur Gewohnheit zu machen, den letzten Teil meiner Reiseberichte immer erst Wochen später fertig zu stellen. Es fehlt ja noch etwas in meinen Ausführungen über New York, denn wir waren nicht nur Shoppen, Essen und Spazieren im Central Park, es blieb auch noch ausreichend Zeit für Sightseeing.

Downtown

Unser erster Rundgang führte uns nach Downtown, leider mit einem noch etwas erkältungsgebeutelten Daniel, der doch recht teilnahmslos hinter mir hertrottelte. Brooklyn BridgeZum Glück schien die Sonne, das ließ einen die arktischen Temperaturen einigermaßen ertragen. City Hall, Brooklyn Bridge, New Yorker Börse (deutlich stärker verbarrikadiert als vor sechs Jahren) und Ground Zero bis zum Battery Park. Die Fähre nach Staten Islands verschoben wir allerdings auf einen anderen Tag, stattdessen entschiden wir uns Chinatown mit Canalstreet und Neujahrsfest. Das munterte auch Daniel wieder ein wenig auf, außerdem konnten wir hier leckere, günstige Apfelsinen kaufen. Mit viel Vitaminen drin. Und an jeder Ecke boten Straßenverkäufer neben gefakten Designertaschen und Parfums Filme auf DVD an, die noch nicht einmal in den Kinos liefen.

Unseren ersten Versuch, New York vom Empire State Building aus von oben zu besichtigen, verschoben wir aufgrund der angekündigten zwei Stunden Wartezeit und holten erst einmal bei strahlend blauem Himmel die Fahrt mit der Fähre nach Staten Island nach.
Staten Island Ferry
Außer der trotz fehlendem World Trade Center immer noch grandiosen Sicht auf Downtown mit seinen Wolkenkratzern läßt sich die Freiheitsstatue vom Schiff aus wesentlich besser betrachtenFreiheitstatueund man erspart sich die auch von weitem noch deutlich sichtbaren Schlangen davor und die horrenden Eintrittspreise.Die Fahrt nach Staten Island ist dagegen kostenlos. Auf der Fähre kamen wir gleich mit einer freundlichen Amerikanerin aus Boston ins Gespräch, die sich auch durch den vorwurfsvollen Hinweis ihrer kleinen Enkelin 'Grandma, don't talk to strangers' nicht davon abhalten ließ, uns noch auf verschiedene Sehenswürdigkeiten in New York hinzuweisen.

Mit Museumsbesuchen waren wir dieses Mal ein wenig zurückhaltend. Was das Metropolitan- und das Guggenheimmuseum betraf, begnügten wir uns damit, bei unserem 2. Spaziergang durch den Centralpark einen Blick auf die imposanten Gebäude zu werfen. Das neueröffnete MoMA wollten wir uns aber nicht entgehen lassen. MuseumBeim Anblick der Schlange vor der Tür verwarfen wir allerdings den Gedanken, den kostenlosen Eintritt am Freitagnachmittag zu nutzen, da uns eine mehrstündige Wartezeit bei dieser Kälte wirklich nicht besonders reizvoll erschien. Nebenbei war uns natürlich auch unsere knapp bemessene Zeit dafür zu schaden, so daß uns nichts anderes übrig blieb, als den wahrhaftig stolzen Eintrittspreis von 20$ zu bezahlen. Das neue Gebäude ist aber wirklich beeindruckend, mir gefielen insbesondere die großzügige Architektur und die durch zahlreiche Fenster sehr hellen Räume ausgesprochen gut. Man ist schon ein wenig geschafft, bis man im obersten Stock ankommt, allerdings fand ich die unteren Stockwerke auch wesentlich interessanter.

UNO

Skyscraper galoreUnsere nächste Tour durch die Stadt führte uns vom Chrysler Building zur heute leider ebenfalls ordentlich verbarrikadierten UNO, die man mittlerweile auch nur noch durch Metalldetektoren betreten darf. Die Mitnahme von Essen und Getränken ist ebenfalls nicht erlaubt, weshalb wir auf diesen Besuch verzichteten. Nach einem ausgiebigeren Bummel durch Midtown begaben wir uns am frühen Abend wieder zum Empire State Building. Dieses Mal hatten wir wohl mehr Glück, abends ist der Andrang offensichtlich doch geringer, wobei ich den Blick auf New York bei Vollmond einfach grandios fand. Allerdings veranlaßte uns der eisige Wind und ein blöder Japaner, der mich mit einem unfreundlichen 'I want to make a picture from this place' von meinem Standort vertreiben wollte, doch recht bald wieder zum Abstieg. Für den Abend war Kino geplant. Passend zu einem New York Aufenthalt kann man sicher Montauk von Max Frisch lesen, wie das so mancher Reiseführer empfiehlt. Kurzweiliger und erheiternder fand ich The Hitch mit Will Smith, der in New York spielt und daher noch einmal einen schönen Rückblick auf verschiedene Sehenswürdigkeiten bot, die wir während unseres Besuchs schon gesehen hatten.

Etwas ausführlicher möchte ich an dieser Stelle noch von Mildred erzählen, unserer Stadtführerin von den Big Apple Greeter. Wir erlebten im Vorfeld recht interessante Reaktionen, als wir von dieser kostenlosen Art der Stadtführung erzählten. Vom Erstaunen darüber, daß in New York irgendetwas kostenlos sein soll über die Vermutung, es könne sich um Resozialisierungsmaßnahmen für ehemalige Häftlinge handeln bis hin zu der Befürchtung, die Big Apple Greeter seien eine als ehrenamtlicher Verein getarnte Sekte, die harmlose Touristen für ihre Zwecke mißbraucht, war eigentlich alles dabei.

Aber weit gefehlt. Mildred entpuppte sich als eine ältere Dame aus Brooklyn, ursprünglich von den Bermudas kommend, die es sich wie die anderen ehrenamtlichen Mitarbeiter der Big Apple Greeter zum Ziel gemacht hat, über Stadtführungen in den verschiedenen Vierteln bei den Touristen ein besseres Außenbild von New York zu erreichen. Wenn alle Mitarbeiter der Organisation wie Mildred sind, sollte ihnen das nicht besonders schwerfallen.

Mildred wollte uns im Hotel abholen. Sie kam ein wenig zu spät, da sie ihren Neffen am Morgen ganz unerwartet ins Krankenhaus bringen mußte, wofür sie sich mehrmals bei uns entschuldigte. Obwohl ihr Tag schon recht turbulent angefangen hatte, nahm sie sich ausgiebig Zeit, uns das von uns ausgewählte Greenwich Village zu zeigen. Als erstes schenkte sie uns zwei Metrocards, später lud sie uns noch in John's Pizzeria ein, was eigentlich wir vorgehabt hatten. Einladungen und Trinkgeld nehmen die Big Apple Greeter aber ausdrücklich nicht an, daher empfiehlt es sich, vielleicht eine Kleinigkeit aus dem eigenen Land mitzubringen. Mildred zeigte uns die zahlreichen Boutiquen und kleinen Läden in Greenwich Village, ließ uns überall ausgiebig stöbern, nutzte auch gerne für sich die Gelegenheit, in den kleinen hübschen Kaffeeläden und Pharmacies zu stöbern, beantwortete bereitwillig all unsere Fragen und lauschte interessiert unseren Erzählungen über Deutschland. Trotz der Eiseskälte Greenwich Villagegenossen wir die Zeit mit Mildred, die uns aus lauter Mitleid mit dem erkälteten Daniel (you should wear a hat) unbedingt noch zu einem wärmenden Kaffee oder einer heißen Schokolade einladen wollte. Durch ihre Erzählungen bekamen wir einen ganz guten Eindruck von Greenwich Village und wir konnten uns beide recht gut vorstellen, wie es in diesem Studentenviertel bei schönerem Wetter zugehen muß, wenn all die kleinen Straßencafés und Restaurants geöffnet sind. Bis zu diesem Tag hatte ich die New Yorker oft als recht brüsk und kurz angebunden empfunden. Mildred konnte nun doch dazu beigetragen, diesen Eindruck wieder ein wenig zu revidieren.

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