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Sonntag, April 10, 2005

Antwatching

Den heutigen Morgen habe ich mit einer sehr langweiligen Beschäftigung verbracht, dem Antwatching. Nachdem seit gestern immer wieder kleine Ameisen durch unser Wohnzimmer krabbeln und ich nicht nachvollziehen kann, wo sie herkommen, habe ich mich erst einmal vor unserem Wohnzimmerschrank postiert.

Nun mag das durchaus etwas befremdlich klingen. Gleich so panisch reagieren wegen ein paar Ameisen? Dazu muß ich erzählen, daß ich in Bezug auf Ameisen schwer traumatisiert bin. 2 1/2 Jahre lang teilte ich meine Wohnung in Stuttgart mit einem Ameisenstamm, der mit schöner Regelmäßigkeit jedes Frühjahr seine etwa 10 cm breite Straße durch meine Wohnung zog. Unter dem Kühlschrank hervor durch die Küche, rein ins Wohnzimmer an den Balkontüren entlang bis zur Decke hoch. Kein schöner Anblick, wenn man nach Hause kommt. Es half selten, in diesen Momenten an die zahlreichen gutgemeinten Ratschläge zu denken, die ich natürlich regelmäßig erhielt, wenn ich von meinem Ameisenproblem erzählte. Wer einmal fliegende Ameisen in der Wohnung hatte, wird vielleicht wissen, daß sie sich nur sehr ungern mit Backpulver bestreuen oder mit heißem Wasser übergießen lassen.

Im ersten Jahr war ich noch optimistisch, daß der hinzugezogene Kammerjäger das Problem beseitigen könnte. Im zweiten Jahr begrüßte er mich mit der Bemerkung, er hätte mit einem Wiedersehen gerechnet. Er konnte mir leider nicht wirklich helfen, der Ameisenschar Herr zu werden und so verbrachte ich auch das zweite Frühjahr mit ausgiebigen Putzaktionen. Meine damaligen Nachbarn dachten mit Sicherheit, ich leide an einer Putzneurose. Zumindest würde ich das von meinen Nachbarn denken, wenn sie regelmäßig mitten in der Nacht ihre Wohnung saugen würden.

Der Kammerjäger erzählte mir, daß er Paral nicht benutzen dürfe, das sei viel zu giftig. Nachdem ich damit im ersten Jahr noch fleißig meine Wohnung eingesprüht hatte, stellte ich im Folgejahr fest, daß Ameisen, die durch meine Küche liefen, oftmals nach 1-2 Metern plötzlich umfielen und tot liegenblieben. Bei Besuchen der Familie gewöhnte ich mir daraufhin an, meine kleine Nichte immer sehr aufmerksam zu beobachten, wenn sie durch meine Wohnung krabbelte.

Durch den Kammerjäger habe ich damals zwar einiges über Ameisen gelernt, aber da ich nie wirklich am Geruch von Ameisenurin interessiert war, kapitulierte ich nach 2 1/2 Jahren und zog aus meiner Wohnung aus. Es mag ja durchaus sein, daß Ameisen sehr nützliche Tiere sind, aber im Zusammenleben mit mir konnte ich das nicht bestätigen.

So, genug erzählt. Es ist Zeit, mich wieder auf meinen Beobachtungsposten zu begeben.

[Update]
Mehr über Ameisen habe ich hier geschrieben

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Kommentare:
Tag!
Auch ich habe neuerdings über Ameisen zu klagen, Herkunftsort ungewiß - auf einmal waren sie da, und gar nicht wenige.

Wir fragen uns bereits, ob sie vielleicht unter dem Laminat ihr Zuhause haben könnten, denn irgendwie trat das ganze zuerst am Eingang auf und viel Platz brauchen die Viecher ja auch nicht. Mit Ameisenködern aus dem Bauhaus verzeichnen wir mittelmäßig Erfolge - möglicherweise, weil die Wege bereits festgelegt waren.
Einen überraschenden Erfolg brachte der Einsatz von Haarspray. Vielleicht, weil es so stark riecht, daß es die Weg-Duftspur erst mal zerstört. Abgesehen davon, daß es offenbar für Ameisen nicht so gesund zu sein scheint. Vor stärkeren Giften schrecke ich im Moment noch zurück, weil ich gerade schwanger bin und das auch dem Kind nicht gerade zumuten will.
Im Moment hoffe ich noch, das Problem mit Ködern und Putzerei einigermaßen in den Griff zu bekommen. Abgesehen davon schlage ich sofort zu, wenn sich etwas in der Richtung irgendwo bewegt - sie mögen ja sonst ganz nett sein, aber ich habe mit Tierliebe meine Grenzen erfahren, schon seit wir einmal Dörrobstmotten in einer Mandelpackung mit nach Hause brachten.

Nun harre ich der Dinge und befinde mich auf dem Beobachtungsposten....

 
Das klingt leider gar nicht so toll und ich kann mir vorstellen, daß Du besonders jetzt nicht mit Gift hantieren willst.

Ein Tipp wäre noch, die Ameisen nicht immer gleich platt zu machen, sondern sie - auch wenn es schwerfällt - einfach mal laufen zu lassen. Erst so kannst Du ja beobachten, woher sie kommen bzw. wohin sie laufen. Dann kannst Du dort gezielt Ameisenköder aufstellen.

Ich kann jetzt nicht abschätzen, wie schlimm der Befall schon ist, aber nachdem ich selber doch üble Erfahrungen mit Ameisen gemacht habe, würde ich das nächste Mal sicherlich schneller den Kammerjäger aufsuchen. Lt. eigener Aussage darf ein Kammerjäger die wirklich giftigen Sachen gar nicht benutzen, hat aber ggf. trotzdem Mittel, die helfen können (bspw. giftige Lockstoffe in Form von Ködern).

Haarspray habe ich selber nicht ausprobiert, mit einer Flasche wäre ich allerdings auch nicht weit gekommen...

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg!

 
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