Litcologne 2005 - meine Eindrücke1.
Es blühen die Neurosen mit Herbert FeuersteinIn einer etwas eigenartig Lokation, der Kantine der Central Krankenversicherung am Hansaring, moderierte Herbert Feuerstein diesen sehr
kurzweiligen Abend und versah ihn mit seinen gewohnt bissig-ironischen Kommentaren. Die drei Vorleser Caroline Schreiber, Dominique Horwitz und Benno Primus lasen abwechselnd neurotische Texte von Neurotikern wie David Sedaris, Woody Allen, Franz Kafka etc., während
Nessi Tausendschön, auf dem Klavier begleitet von
Rolf Hammermüller, zwischen den Texten das Publikum mit ihrem eigenwilligen Gesang zum Lachen brachte.
2.
Männer, die alles essen - Jeffrey Steingarten trifft Wolfram Siebeck
Bei dieser Lesung erfuhren Daniel und ich, daß auch Geschichten rund ums Essen durchaus lustig sein können. Die Moderatorin Tamara Trautner diskutierte mit den beiden Gourmets Steingarten und Siebeck über Literatur und Essen. Zwischendurch wurden von Heinrich Baumgartner immer wieder Texte aus Steingartens Buch
Man who ate everything und Kolumnen von Siebeck (
Siebeck isst im Bundestag, Artikel aus seiner
Zeit-Kolummne) vorgelesen.
Während Siebeck eher bissig und amüsant schreibt, waren die gelesenen Auszüge aus Steingartens Buch, z. B. über das
Wagyu-Rind nicht nur lustig, sondern auch
lehrreich.Uns lockte allerdings nicht nur die durchaus hörenswerte Lesung, sondern auch die Aussicht auf ein feines Essen: Vor der Lesung wurden im Rahmen eines Buffets allerhand asiatische Leckereien angeboten. Mein persönlicher Favorit war das Rinderfilet auf Szechuan-Pfeffer, da ich noch selten so gutes Fleisch gegessen habe. Direkt im Anschluß an die Lesung gab es noch ein Dessertbuffet, das mit Leckereien wie Tiramisu und Crème brulée auch nicht zu verachten war.
3. Götz Alsmann liest
Drei Mann in einem Boot auf dem RheinBei einer Schifffahrt auf dem Rhein mit der
MS Rheinenergie las
Götz Alsmann auf brilliante Art und Weise aus dem immerhin schon über 100 Jahre alten Roman
3 Männer in einem Boot von
Jerome K. Jerome vor und zwar mit soviel Begeisterung und Enthusiasmus, daß auch der Vorleser selbst immer wieder mal vor Lachen ins Stocken geriet.
Ach, und übrigens: Die Lesung war die Premiere der Veröffentlichung des von Alsmann gesprochenen
Hörbuchs (5 Audio-CDs). Außerdem hat das
Buch nichts mit dem ebenfalls sehr bekannten Film
Drei Mann in einem Boot zu tun.
Ich würde sagen, unsere Auswahl der diesjährigen Lit.Cologne war mal wieder sehr gelungen. Das nächste Jahr wird aber noch besser, denn da soll die
Lit.Cologne an neun Tagen stattfinden.
Auf dem Weg zum Veranstaltungsort haben wir zufällig noch das Weltjugendtagskreuz gesehen, das an diesem Tag in
Köln angekommen ist.
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// gebloggt von Dagmar @
20:14 |