8 Tage New York - ganz ohne Burger KingEiner der zahlreichen Gründe, warum mir New York so gut gefällt, ist die Vielfalt an Restaurants und Imbißbuden, die einem dort zur Verfügung stehen. Es muß nicht immer Burger King sein und so schafften wir es mühelos, einen Urlaub in Amerika zu verbringen, ohne einen einzigen Hamburger zu essen.
Da wir im koreanischen Viertel wohnten mit zahlreichen guten Restaurants gleich um die Ecke, lag es natürlich nahe, daß wir in erster Linie asiatisch speisten. Am meisten hat mir das
Pho32 zugesagt, das nicht nur ausgesprochen leckere japanische Speisen anbot, die man vielfach direkt am Tisch garen und zubereiten konnte, sondern auch sehr stylish eingerichtet war. Mein persönlicher Tipp ist die Vermicelli Bowl mit Chicken, auch wenn hier im Gegensatz zu
Shabu-Shabu der Eventcharakter des Essens nicht ganz so ausgeprägt ist, da es einfach in einer Schüssel serviert wird. Meine Lieblingsvorspeise waren sogenannte Chicken Dumplings (mit Huhn gefüllte Teigtaschen).
Im
Kum Ryong, einem chinesisch-koreanischen Restaurant ein paar Meter weiter (
30 West 32nd Street, Tel.: 212.629.6450), gehören Noodles with Brown Sauce zur Spezialität des Hauses. Auch wenn der Name eher unappetitlich und wenig ansprechend klingt, kann ich dieses Gericht unbedingt empfehlen. Leider kenne ich bis heute den Unterschied zwischen Brown Sauce und Special Brown Sauce nicht, denn das englisch der Bedienung war so schlecht, daß ich deren Beschreibung auch nach dreimaligem Wiederholen wahrscheinlich nicht verstanden hätte. Zum Glück hatte ich nicht die große Portion bestellt, da ich schon nach der Hälfte der kleinen aufgeben mußte. Außerdem war es das erste Mal, daß ich mich weigerte mit Stäbchen zu essen, nachdem ich mich bei der Crispy Duck, die mit Knochen zerlegt war, schon wie ein Idiot angestellt hatte. Keine Ahnung, wie man die geschickt mit Stäbchen essen soll, ich hab mir bei dem Versuch fast Blasen an den Fingern geholt. Aber immerhin hatten die übrigen Gäste - fast ausschließlich Asiaten, die natürlich ausgesprochen virtuos mit Stäbchen umgehen konnten - während des Essens was zum Kucken. Völlig fasziniert war ich von dem Nudelmacher, der im Schaufenster des kleinen Restaurants stand und den gesamten Abend damit beschäftigt war, frische Nudeln zuzubereiten. Unbedingt probieren - wir kamen leider nicht mehr dazu. Ich hatte ja gehofft, ich könnte mir den einen oder anderen Trick beim Nudelnmachen abschauen, aber das ging so fix, ich hatte keine Chance. Ähnlich wie im
Pho32 waren die frisch zubereiteten Chicken Dumplings ausgesprochen lecker.
Als letztes Restaurant in unserem Viertel haben wir das
KumGangSan (
49 West 32nd Street, Tel.: 212.967.0909) auprobiert, ein koreanisches Restaurant und das teuerste in unserer Straße, meiner Meinung nach aber nicht das beste. Vielleicht kenne ich die asiatische Küche einfach zu wenig, um die Exklusivität der Speisen schätzen zu können. Allerdings möchte ich erwähnen, daß uns zahlreiche Vorspeisen kostenlos serviert wurden. Ausgesprochen gut gefallen hat mir außerdem die Einrichtung mit Wasserfall und Klavier auf einem Mauervorsprung.
Malayische Küche haben wir im
Nyonya (
194 Grand Street in Chinatown, Tel.: 212.334.3669), zusammen mit Esther und Christoph ausprobiert. Bei der asiatischen Küche empfiehlt es sich übrigens, statt eines großen Hauptgerichts viele kleinere Vorspeisen zu wählen, da man dadurch gleich eine Vielzahl verschiedener Speisen ausprobieren kann. Die Pancakes mit Ernußsoße sowie die kleinen Frühlingsrollen waren sehr lecker und auch mein Mangohuhn hat mir gut geschmeckt. Allerdings waren die Gerichte allesamt weniger überraschend bzw. der chinesischen Küche recht ähnlich. Sehr interessant fand ich, daß die Bedienung hinterher gleich fragte, ob wir mit irgendetwas nicht zufrieden seien, da wir uns beim Trinkgeld verrechnet hatten. Man merkt schon, daß das Trinkgeld in Amerika einen völlig anderen Stellenwert hat als in Deutschland, so daß man sich unbedingt an die einfache Regel 'doppelte Tax dazu' halten sollte. Es sei denn, man war wirklich mit dem Essen oder dem Service unzufrieden.
Zur Abwechslung gab's am vorletzten Tag unseres Aufenthalts noch einmal mexikanische Küche, denn auch diese ist für New Yorker Verhältnisse recht günstig und eigentlich immer lecker. Das
Cilantro ist zwar in erster Linie wegen seiner frozen margaritas bekannt, allerdings war auch das Essen nicht zu verachten.
Für einen kleinen Mittagssnack kann ich
Hale & Hearty Soups empfehlen, die laut Werbeprospekt über halb New York verteilt zu sein scheinen. Wir fanden zufällig eine dieser kleinen Suppenküchen in der
466 Lexington Avenue (
Tel.: 212.599.7220). Hier kann man verschiedene leckere Suppen in unterschiedlichen Größen zu sich nehmen - und small ist hier ausnahmsweise mal wirklich small. Leider wieder keine eigene Website, aber bei Google fand ich verschiedene Links, unter anderem auch einen mit Kritiken. Sehr schön fand ich folgenden Kommentar: ' Their food is great but they were unable to tell me how many calories are in their low fat carrot ginger dressing.' Für uns war es genau das richtige bei dieser Kälte und dem kleinen Hunger zwischendurch.
Den leckersten und größten Muffin, den ich je gegessen habe, gab es bei
Zamz Pizza in Downtown (50 Broadway, Tel.: 212.825.1555). Mußte ich auch gleich zweimal vorbeischauen.
Mit Mildred von den
Big Apple Greetern waren wir in Greenwich Village bei
John's Pizzeria (
278 Bleecker Street, keine Telefonnummer), aber das ist eine andere Geschichte, die ich später mal erzählen werde.
Natürlich gab es auch Kaffee bei
Starbucks, einmal zum Frühstück, einmal als Kaffeepause zum Aufwärmen. In Köln bzw. insgesamt in Deutschland ist
Starbucks ja nicht unbedingt mein Ding, zuviel Schickimickisehenundgesehenwerden. In New York ist Starbucks doch eher einfach ein Kaffee, das es an jeder Ecke gibt, in dem man lesen und surfen kann (wireless lan). Und eben Kaffeetrinken. Außerdem ist es in New York wahrscheinlich der einzige Ort, an dem die Verkäuferinnen noch honey zu einem sagen.
Ach, und dann war da noch 'the best tasting pizza in New York',
Bravo Pizza (
1367 Broadway, Tel.: 212.268.4499), an der ich auch nur schwer vorbeikam. Während mir die Pizzen großartig schmeckten war Daniel weniger begeistert. Bei einem nachmittäglichen Stadtbummel konnte ich der Versuchung mal wieder nicht wiederstehen und mußte mir ein Stück Pizza kaufen. Daniel hingegen hatte keinen Hunger und beim letzten Mal war ihm seine Pizza zu kalt. Dies hinderte ihn allerdings nicht daran, von meiner Pizza etwa die Hälfte zu essen. Das letzte Viertel ließ er versehentlich auf den Boden fallen.
Das gefiel mir dann weniger...
Labels: New York, Reise
// gebloggt von Dagmar @
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