Noch einmal Rom - 2. TagAm Sonntag, unserem 2. Tag in Rom, ging es nach dem Frühstück
direkt zum Petersdom und dort zum Campo Santo, dem Deutschen
Friedhof.
Sehr schön waren die erstaunten Blicke der übrigen Touristen, die nicht wußten, daß man mit den Worten
zum Campo Santo an den Schweizer Garden vorbeikommt.
Der Campo Santo selber wirkt wie eine unheimlich friedliche Oase mitten im trubeligen Rom.
Mit ein bißchen Glück gelangt man sogar noch etwas weiter auf das Vatikangelände, wo man Beispielsweise sehen kann, daß auch ein Papst ab und zu mal Lust auf ein
leckeres Eis hat.
Anschließend ging es rauf auf die Kuppel, natürlich die Treppen hoch, da billiger und laut Tobi auch nicht langsamer als mit dem Aufzug. Ich glaub es ihm ja immer noch nicht, aber die zahlreichen Treppenstufen waren doch ganz gut zu schaffen und der Blick von oben in den Petersdom und auf die Stadt einfach grandios.
Pünktlich um 12.00 Uhr waren wir dann bereit, vor dem Petersdom den
Angelussegen direkt vom Papst zu empfangen.
Verstanden haben wir natürlich nichts, hätten wir wahrscheinlich auch nicht mit besseren Sprachkenntnissen, denn der Papst hat ordentlich genuschelt. Es hatte schon etwas Bizarres, als in den Privatgemächern des Papstes an einem Fenster der Vorhang zurückgezogen, der Papst ans Fenster geschoben und nach Beendigung des Segens wieder weggeschoben und der Vorhang
zugezogen wurde. Aber trotz aller Kritik an der katholischen Kirche war der Platz vor dem Petersdom dicht gedrängt von Touristen und Einheimischen, die sich den wöchentlichen Segensspruch des Papstes nicht entgehen lassen wollten. Sehr beeindruckend.
Danach machten wir uns auf zum nächsten Spaziergang durch die Stadt: Vom Campo de' Fiori zum Pantheon (die Kirche durch deren großes Loch oben in der Decke in
Illuminati keine Leiche hineingeworfenwurde - weiß eigentlich jemand, ob die Öffnung in der Deckeauch bei Regen offen bleibt), und weiter zum Kapitol mit dem Nationaldenkmal Vittorio Emanuele II davor. Wir haben einen Blick auf das Forum Romanum geworfen und versucht, uns das alte Rom vorzustellen.
Wir lauschten Tobis Erläuterungen über den von Michelangelo entworfenen Kapitolsplatz und als wären wir an diesem Tag nicht schon genug Treppen hoch- und runtergelaufen, versuchten wir auch noch, einen Blick von der Restaurantterrasse oben innerhalb des Nationaldenkmals auf das Forum Romanum zu werfen. Leider war die Terrasse bereits geschlossen, aber das merkten wir natürlich erst, als wir schon sämtliche Treppenstufen erklommen hatten.
Wir besichtigten Tobis Lieblingskirche in Rom, die Jesuitenkirche Sant' Ignazio mit ihren eindrucksvollen Deckenfresken und vor allem der Kuppel, die lediglich auf eine Leinwand aufgemalt ist, aber durch ihre Perspektive perfekt eine echte Kuppel vortäuscht. Außerdem besuchten wir die größte Jesuitenkirche Il Gesù, dieStammkirche der Jesuiten.
Da wir abends vom vielen Laufen so platt waren, waren wir ganz froh, mit der
Taverna Angelica ein nettes Restaurant direkt in der Nähe unseres Hotels zu finden - natürlich gingen wir auch hierhin wieder zu Fuß.
Labels: Reise, Rom
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