Wenn mich jemand nach meinem Job fragt, stoße ich mit meiner Antwort immer wieder auf Verwunderung und Unverständnis: IT-Koordinator. Wobei ich mir nicht einmal sicher bin, ob das die offizielle Berufsbezeichnung ist. Oder ob es für diesen Job überhaupt eine offizielle Berufsbezeichnung gibt, wie z. B. Lehrer, Arzt oder Journalist.
Ich persönlich beschreibe meine Tätigkeit dann immer als eine Art Dolmetscherfunktion zwischen einer Fachabteilung, die mit einer bestimmten Computeranwendung arbeitet, und der zugehörigen EDV-Abteilung, die Änderungen an dieser Anwendung programmiert. Böse Zungen behaupten auch, wir seien die, die weder von der Fachlichkeit noch von den Programmen wirklich eine Ahnung haben.
Für viele Menschen ist wahrscheinlich die Vielzahl an Berufsbildern, die es heute gibt, kaum noch nachvollziehbar. Ich vermute sogar, daß selbst in meiner eigenen Familie die meisten nicht wirklich wissen, was ich eigentlich beruflich mache. 'Was mit Computern' wird wohl am häufigsten genannt.
Die wohl ratloseste Reaktion erhielt ich allerdings von einem Bekannten in meinem Alter, einem Musiker. Als er mich fragte, was ich beruflich mache und ich ihm dann kurz meinen Job beschrieb, meinte er: 'Das stelle ich mir ja toll vor, so jeden Tag mit Computern in einem klimatisierten Raum zu arbeiten.'
In dem Moment hatte ich schon den Eindruck, ich habe einen völlig bescheuerten Job.
Hätte ich doch nur etwas Ordentliches gelernt!
// gebloggt von Dagmar @
22:49 |