Noch ein paar Worte zu unserer Wandertour vom letzten Wochenende:
1. Tag - Aufstieg vom Kopssee zur Heilbronner Hütte (2300 m)
Nach Tobis Aussage hatten wir uns ja für die Warmduschertour für Untrainierte entschieden. Allerdings muß ich gleich bemerken, daß wir nicht zu christlicher Uhrzeit aufstehen durften, daß es nicht nur bergab ging und daß man auf den Hütten definitiv nicht warm duschen konnte. Da hatte uns Tobi ganz schön was erzählt!
Statt um 8.30 Uhr starteten wir am ersten Tag schon um 7.00 Uhr von Weinsberg aus nach Galtür bzw. genauer zum Kopssee am
Zeinisjoch (liegt bei ca. 1800 m). Hier ließen wir das Auto stehen und schon ging es erst einmal steil bergauf. Ja, wenn ich es mir so genau überlege, ging es den ersten Tag nur bergauf, zwischendrin gab's kaum mal Gelegenheit zum Verschnaufen.
Aber dafür haben wir jede Menge Murmeltiere (junge, dicke, nasse, pfeifende, langsame...) gesehen. Laut Reiseführer sind diese Tiere sehr scheu und nur bei völliger Stille zu beobachten. Alles Quatsch, denn sonst hätten unsere permanenten Entzückensschreie (ich zitiere: Oh kuckt mal, NOCH ein Murmeltier!) die Tiere längst in die Flucht schlagen müssen.
Am späten Nachmittag erreichten wir endlich die Heilbronner Hütte. Ich muß gestehen, am ersten Tag habe ich von der Wanderstrecke nicht allzuviel gesehen. Trotz Joggens konditionsmäßig stark überlastet, war ich die meiste Zeit damit beschäftigt, möglichst energieschonend mit gesenktem Blick auch noch den letzten, richtig steilen Berg zur Hütte zu erklimmen. Tobi stellte sich aber immer wieder sehr geschickt dabei an, mich mit üblen Tricks zum Weiterlaufen zu animieren. Als er mir beispielsweise erzählte, daß es auf einer nicht mehr weit entfernten Alm Eis gäbe, war ich natürlich ganz aus dem Häuschen: Die Aussicht auf ein kühles Eis ließ mich gleich wieder schneller werden. Als wir schließlich an der Alm angelangten, wurde mir allerdings klar, daß Tobi nie davon gesprochen hatte, dort ein Eis zu
essen.
Was die Heilbronner Hütte betraf, klärte uns Tobi auf, daß es sich um eine sehr luxuriöse Hütte handelte. Nein, nicht verglichen mit unserer 125 qm Dachgeschoßwohnung mit heißem Wasser und Betten mit Tellerlattenrost und angepaßter Matratze, sondern im Vergleich zu anderen Berghütten. Nun gut, ich lerne ja immer gern dazu. Das üppige Freizeitangebot veranlaßte uns dann, nach einem großen Berg Spaghetti sehr früh unser Nachtlager aufzusuchen :-)
Fortsetzung folgt.

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