Düsseldorf und die größte Kirmes am Rhein
Nachdem wir nun seit fast drei Jahren in Köln leben, machten wir gestern zum allerersten Mal einen Ausflug nach Düsseldorf.
Nun gut, für einen echten Kölner mag das durchaus keine Katastrophe sein, wer will denn schon nach Düsseldorf? Ich persönlich muß allerdings zugeben, daß mir die Stadt zumindest auf den 1. Blick doch etwas besser gefiel als Köln :-) Nicht unbedingt der schickeren Leute wegen, aber die Königsallee mit ihrem Kanal, den vielen grünen Bäumen und alten Brücken fand ich doch sehr schön. Und nicht zu vergessen die Rheinauen. Aber die sind in Köln natürlich auch nicht häßlich.
Der eigentliche Grund für unseren Ausflug war allerdings die
Düsseldorfer Kirmes und das große Feuerwerk am Abend.
Nachdem wir in der Wildwasserbahn erst einmal ordentlich naßgeworden waren und ich mein obligatorisches Crêpe bekommen hatte, zog der Spinning Racer unsere Blicke auf sich. Die Kreischqoute würde ich bei maximal zu vergebenden 10 Punkten auf etwa 8 setzen. Wir probierten ihn gleich zweimal: vorwärts und rückwärts. Mein Tipp: Vorwärts ist besser. Nicht harmloser. Besser. Zur Wilden Maus wollte ich danach nicht mehr. Sah dagegen von unten ziemlich langweilig aus. Ob das Star World unbedingt die bessere Alternative war? Ziemlich ruckelige Angelegenheit.
In den
Cyber Space oder den ganz gewöhnlichen Free Fall (Power Tower) hätten mich allerdings keine zehn Pferde gebracht (Kreischqoute jeweils 10 Punkte). Vor fünf Jahren besuchte ich mit einem Bekannten aus Stuttgart das
Cannstatter Volksfest. Er wollte unbedingt den 50 Meter hohen Free Fall ausprobieren, während ich mich standhaft weigerte, auch nur einen (damals noch) Pfennig dafür auszugeben. Das Argument half nicht - er bezahlte die Eintrittskarten. Als wir mit dem Aufzug hochfuhren und uns Stuttgart bei Nacht zu Füßen lag, war ich ca. 3 Sekunden restlos begeistert. Bevor ich aber zu meinem Bekannten links von mir auch nur ansatzweise sagen konnte 'kuck Dir das an, ist das nicht herrlich', ging der Aufzug in rasendem Tempo wieder Richtung Boden - und ich hatte das Gefühl, als hätte ich meinen Magen an der Spitze des Free Fall vergessen. Während der Typ rechts von mir - kein Bekannter - dauernd sagte, ich sollte doch auch endlich mal schreien, so wie das Mädel auf seiner anderen Seite, war ich völlig damit beschäftigt, die Luft anzuhalten, das vorher verdrückte Crêpe, die Schokobanane, die Mozzarellapizza und die gebrannten Mandeln in dieser Reihenfolge in meinem Magen zu behalten und dabei möglichst an etwas ganz anderes zu denken. Als der ganze Spuk vorbei war, marschierte ich schnurstracks zum Riesenrad. Von dort aus hatte man auch einen gigantischen Ausblick auf die Stadt - aber deutlich entspannter.
Aber zurück zum gestrigen Abend. Neben all den Fahrattraktionen, die die Kirmes bot, gab es natürlich auch die obligatorischen Losverkäufer (häßliche Nemo-Plüschtiere gab's wohl irgendwo als Schnäppchen im Sonderangebot), die mit nervtötenden Sprüchen (gewinnegewinnegewinnegewinnegewinne - und das in einem Höllentempo) die Besucher der Kirmes dauerbeschallten. Außerdem jede Menge Freßbuden mit ekligen Leckereien (Nüsse in allen Variationen, Dampfnudel, Germknödel, Crêpes, Schokobananen, -äpfel....) und mit Bedauern stellte ich fest, daß ich unmöglich von allem etwas essen konnte.
Nachdem wir uns später durch die Menschenmassen auf der Rheinkniebrücke geschlängelt hatten, saßen wir pünktlich um 22.30 Uhr am Horion-Platz, um zum Abschluß des Tages das
große Superfeuerwerk anzuschauen: Farbenprächtig mit beeindruckender Lasershow, Lichterzauber und Sternenregen war das ca. halbstündige Feuerwerk gerade von der anderen Rheinseite aus ein toller Blickfang, den die zahllosen Zuschauer anschließend mit lautem Applaus belohnten.
Bis zu unserem nächsten Besuch in Düsseldorf ist es übrigens gar nicht mal so lange hin, denn für August haben wir uns Karten für das
Yamatokonzert in der
Oper am Rhein besorgt *freu*
Und nun zum Abschluß noch ein paar Bilder zum
Cyber Space und einen Bericht über den
ultimativen Wursttest auf der Düsseldorfer Kirmes.
// gebloggt von Dagmar @
08:55 |