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Dienstag, März 16, 2004

Heute gibt es zur Abwechslung mal eine andere Geschichte, die ....nun ja, fast .... nichts mit unserem Umzug zu tun hat.

Am letzten Arbeitstag vor unserem Umzugsurlaub nahm mich ein Kollege mit nach Hause, da er ganz in meiner Nähe wohnt. Wohnte. Also damals noch. Weil er noch zum Metzger mußte, ließ er mich in der Zülpicher Straße aussteigen. Eigentlich wollte ich die letzten Stationen mit der Bahn fahren. Ich machte mich auf den Weg zur Straßenbahnhaltestelle, in Gedanken schon bei der nächsten Umzugskiste, die ich packen wollte, als ich plötzlich leises Kinderweinen vernahm. Nun kann ich ja durchaus meine Ohren zuklappen, was bockiges Kindergeschrei angeht. Das geht allerdings auf keinen Fall, wenn es nach echtem Kinderkummer klingt. Spätestens das jämmerliche 'Mama, Mama' ließ mir keine Ruhe. In einem alten Golf am Straßenrand entdeckte ich ein kleines, vielleicht 2- oder 3-jähriges Mädel, alleine auf dem Beifahrersitz des Wagens in seinem Kindersitz angeschnallt und bitterlich weinend. Von Mama weit und breit keine Spur. Eine ältere Frau blieb neben mir stehen, blickte auf das Kind, schüttelte den Kopf und meinte empört: 'Sowas kann man doch nicht machen!' - und lief eilig weiter.

Nein, das kann man nicht machen, dachte ich auch. Etwas ratlos lief ich auf das Fahrzeug zu. Die Kleine hörte augenblicklich auf zu weinen und schaute mich mit großen Augen an. Immerhin war das Dachfenster einen Spalt geöffnet. Also fragte ich das Mädchen, wo denn seine Mama sei. Daraufhin wies sie stumm in die entgegengesetzte Richtung, wo ich unter anderem einen Kinder-Secondhand-Laden entdeckte. Könnte passen. In dem Laden angekommen, fragte ich in die Runde, zu wem das kleine Mädel in dem blauen Golf gehören würde. Eine junge Frau antwortete: 'Ach, ist das Meine, die da so weint...' und verließ eilig den Laden. Ich war echt sprachlos.

Nachdem das Kind nun wieder bei seiner Mama war, setzte ich meinen Weg zur nächsten Straßenbahnhaltestelle fort. Keine hundert Meter weiter hupte es hinter mir - war mein Kollege, der mittlerweile auch sein Abendessen eingekauft hatte. Der staunte nur: 'Sag mal, Du bist ja nicht weit gekommen?' Ich grinste: 'Nee, mußte kurz ein kleines Kind retten.'

Und in Gedanken war ich schon wieder beim nächsten Umzugskarton.




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