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Sonntag, Februar 15, 2004

Im Mai 1999 verbrachte ich mit meinem Vater zwei Wochen in New York, genauer gesagt in Manhattan, zwei herrliche Wochen, die uns beiden sehr gut gefallen haben. Unter anderem besichtigten wir auch ein altes Kriegsschiff, die USS Intrepid, die zu einem Museum ausgebaut am Hudson-Pier 86 vor Anker liegt. Der Weg von unserem Hotel zu diesem Schiff führte uns damals durch das einzige Viertel von New York, wo ich mich - ich weiß nicht, ob es meinem Vater ähnlich ging - doch ein klein wenig unwohl fühlte: Heruntergekommene Häuser, nur Farbige, die auf der Straße herumlungerten und uns grimmig hinterher starrten, viel Müll, Dreck und Gestank.

Zu dem Kriegsschiff fällt mir noch eine kleine Anekdote ein: Mein Vater wollte sich noch ein wenig das nahegelegene U-Boot ansehen, wozu ich aber (unter anderem weil es regnete) keine allzu große Lust hatte. So trennten wir uns kurzfristig. Mein Vater besichtigte das U-Boot, während ich mir mit dem Versenken von 96 Millionen (oder waren es Milliarden) US-Dollar teuren Kampfjets an einer Computersimulation die Zeit vertrieb. Kurz vor Betriebsschluß des Museums wurde mein Vater ein bißchen nervös, da er nicht wußte, wo ich abgeblieben war. Also wandte er sich an die freundliche Dame am Eingang des Museums und meinte, er hätte seine Tochter verloren. Die Dame war sehr hilfsbereit und fragte meinen Vater nach den notwendigen Daten, um mich ausrufen zu lassen, unter anderem auch nach meinem Alter. Als mein Vater darauf entgegnete, ich sei 26, meinte sie allerdings schmunzelnd, daß ich sicher bald wieder auftauchen würde.

Aber das wollte ich eigentlich gar nicht erzählen. An diese Zeit in New York erinnerte ich mich nun heute, als ich einen alten Artikel aus dem Reiseteil der ZEIT las. Dieser Artikel handelte von Hell's Kitchen, dem ehemals berüchtigtsten Gangsterviertel von New York. Interessiert las ich den Bericht. Die Straßen von Hell's Kitchen waren früher das Revier brutalster Verbrechen. Hier wurde gemordet, Prostitution betrieben, es herrschten Bandenkriege, die Drogenmafia hatte das Sagen. Je länger ich las, mir die Straßennummern anschaute und schließlich auf der 2. Seite das Bild der USS Intrepid erkannte, desto klarer wurde mir: Mein Vater und ich waren damals direkt durch dieses Viertel gelaufen!

Mir stand noch nachträglich der Angstschweiß auf der Stirn :-)

In dem Artikel der Zeit wurde auch noch aufgeführt, woher das Viertel seinen Namen hat:

Es gibt verschiedene Geschichten, wie Hell?s Kitchen zu seinem Namen kam. Die am häufigsten überlieferte Legende erzählt von »Dutch Fred The Cop«, einem altgedienten Polizisten, der mit einem jungen Partner durchs Viertel patrouillierte, als sie auf der 39th Street in einen Straßenkampf gerieten. »This place is hell itself«, sagte der Neuling. Worauf der Veteran erwiderte: »Hell?s a mild climate. This is hell?s kitchen.«




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