Bücherwurm
Daniel hatte die Idee, daß ich künftig in meinem Blog immer ein paar Worte über von mir gelesene Bücher schreiben könnte, was ich hiermit unter dem Stichwort Bücherwurm angefangen habe. Da ich über die Feiertage und auch jetzt während unseres Urlaubs ein bißchen mehr Zeit zu lesen hatte, gibt es gleich drei Bücher auf einmal:
1.
Herr Lehmann (von Sven Regener): Über dieses Buch bin ich anläßlich des z. Zt. im Kino laufenden gleichnamigen Films gestolpert. In zahlreichen Kritiken wurde der Film deutlich schlechter bewertet als das Buch, was mich natürlich neugierig auf das Buch machte. Das Buch handelt von einem 30-jährigen Wahl-Kreuzberger zur Zeit kurz vor dem Mauerfall, ist ein wenig schräg und sehr kurzweilig geschrieben. Allerdings muß ich zugeben, daß ich auch schon bessere Bücher gelesen habe. Vielleicht sollte ich es doch noch mit dem Film versuchen?
2.
Geschlossene Gesellschaft (von Jean-Paul Sartre): Drei Personen werden nach ihrem Tod gemeinsam in ein Hotelzimmer gebracht, wo sie sich gegenseitig das 'Leben' zur Hölle machen. Ein sehr interessantes Buch, zu dem ich eine Anmerkung von Sartre selber zitieren möchte: 'In welchem Teufelskreis wir auch immer sind, ich denke, wir sind frei, ihn zu durchbrechen. Und wenn die Menschen ihn nicht durchbrechen, dann bleiben sie, wiederum aus freien Stücken, in diesem Teufelskreis. Also begeben sie sich aus freien Stücken in die Hölle.' Das Buch wurde 1943/44 geschrieben, das Thema ist aber meines Erachtens immer noch aktuell.
3.
Terrordrom (von Tim Staffel): Ein sehr beklemmendes Buch über Berlin zur Zeit des Jahrtausendwechsels. Während der Lektüre frage ich mich immer wieder, ob die Handlung über kaputte Ehen, Jugendliche ohne Perspektive, Drogenabhängige und Geisteskranke wirklich so fiktional ist.
// gebloggt von Dagmar @
18:37 |