Gestern waren wir zum Abschluß unserer einwöchigen Dreijahresfeier zuerst im
Fischermann's essen. Dieses kleine Restaurant ernenne ich ab sofort zu meiner Lieblingslokalität, was Essen, Gemütlichkeit und Freundlichkeit angeht. Ausgesprochen feines Essen - die häufigsten Worte, die ich hörte, waren 'sehr lecker' - und ein buntes Publikum. Nur die zwei älteren Frauen, die neben uns saßen, waren mir ein bißchen zu bunt; die hätte ich mir gerne an einen anderen Tisch gewünscht. Den ganzen Abend versuchten sie, sich gegenseitig mit schwülstigen Reden über die griechische Tragödie, die Griechen im Allgemeinen und die Unterschiede zwischen den alten Griechen und den Römern ('Die Römer töten in ihren Sagen viel schöner..!') zu übertrumpfen. Zwischendurch fielen allerdings auch so profane Sätze wie: 'Ich war so wütend, ich hätte ihn entmannen können!' und so irreführende Aussagen wie : 'Nein, ich muß im Plusquamperfekt sprechen: Wann MACHTE ich das?' Zeitweilig hatte ich Mühe, mich auf mein leckeres Essen zu konzentrieren.
Nach dem Essen machten wir uns noch auf ins Kino, um uns - wie schon sehr lange geplant - den Film
City of Gods anzusehen, ein sehr ernüchternder und informativer Film über das Leben in den Slums von Rio de Janeiro. Sicherlich kein Hollywoodreißer, aber auf jeden Fall ein sehr guter Film.
Und am Ende des Tages machten wir sogar noch einen ausgedehnten Spaziergang, indem wir vom Ring zu Fuß nach Hause liefen!
// gebloggt von Dagmar @
23:05 |